Slowenien
1.1 Landeskennzeichen
1.2 Internationale Telefon-Vorwahl
1.3 Allgemeine Informationen
1.4 Informationen zum Staatsaufbau
1.5 Einreise- und Zollbestimmungen
1.6 Währung und Geldwechsel
1.7 Gesundheit
1.8 Botschaften und Konsulate
1.9 Wichtige Telefonnummern
2.1 Tourismus
2.2 Tourismus-Informationen
2.3 Links zum Thema Tourismus
2.4 Verkehr
2.5 Unterkünfte
2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken
2.7 Links: Weitere Informationen
3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik
3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
3.3 Weitere Informationen
3.4 Schulsystem und Bildungswesen
4.1 Natur und Umwelt
4.2 Großschutzgebiete
4.3 Welterbestätten
1. Übersicht
1.1 Landeskennzeichen: SLO
1.2 Internationale Telefon-Vorwahl: +386
1.3 Allgemeine Informationen
Ländername: Republik Slowenien (Slowenisch:Republika Slovenija) Slowenien wird häufig mit der Slowakei verwechselt. Slowenien ist jedoch eine ehemalige jugoslawische Teilrepublik, während die Slowakei aus der ehemaligen Tschechoslowakei hervorgegangen ist.
Fläche: 20.273 km²
Einwohner: ca. 2,011 Millionen (ca. 83 % Slowenen, ca. 2 % Serben, ca. 2 % Kroaten, ca. 1 % Bosniaken, ca. 12 % gehören ethnischen Minderheiten an oder konnten keiner Ethnie zugeordnet werden, Stand 2006)
Hauptstadt: Ljubljana (Laibach), ca. 265.000 Einwohner
Weitere wichtige Städte: Maribor (Marburg) (ca. 110.000 Einwohner), Celje (Cilli) (ca. 41.000 Einwohner), Kranj (Krainburg) (ca. 37.000 Einwohner), Nova Gorica (Neu-Görz) (ca. 36.000 Einwohner), Velenje (Wöllan) (ca. 26.500 Einwohner), Koper (Gafers, Italienisch: Capodistria) (ca. 25.000 Einwohner), Novo Mesto (Rudolfswerth) (ca. 23.000 Einwohner), Ptuj (Pettau) (ca. 23.000 Einwohner)
Religionen: Katholiken (ca. 58 %), Konfessionslose bzw. Atheisten (ca. 13,5 %), Muslime (ca. 2,5 %), Orthodoxe Christen (ca. 2 %), Protestanten (ca. 1 %), die übrigen 23 % haben keine Angaben gemacht oder konnten keiner Gruppe zugeordnet werden
Amtssprache: Slowenisch
Währung: Euro
Geographische Lage: Slowenien liegt in Mitteleuropa und hat gemeinsame Grenzen mit Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Es ist Anrainerstaat des Mittelmeeres (Adria).
Slowenien ist seit dem 01.05.2004 Mitglied der EU.
1.4 Informationen zum Staatsaufbau
1.5 Einreise- und Zollbestimmungen
Nach dem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004, trat Slowenien am 21.12.2007 offiziell dem Schengen-Raum bei. Somit können alle EU-Bürger die slowenische Grenze ohne jegliche Passkontrolle passieren. Die Kontrollen für Flugreisende entfallen allerdings erst zum Flugplanwechsel Ende März. Jeder Reisende ab 16 Jahren sollte einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit sich führen. Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit bis zum 16. Lebensjahr dürfen mit eigenem Kinderreisepass oder Kinderausweis mit Lichtbild nach Slowenien einreisen oder müssen im Reisepass der Eltern eingetragen sein. Für Reisen von EU-Bürgern nach Slowenien, die länger als 90 Tage im Halbjahr dauern, ist eine Aufenthaltsgenehmigung notwendig.
Über eventuell abweichende Regelungen und spezielle Zollvorschriften informiert das Auswärtige Amt.
Die Ein- und Durchfuhr von so genannten "kalten Waffen" (Gegenstände, die sich für einen Angriff auf Personen eignen, wie z.B. Schlagringe, Messer mit beidseitiger scharfer Klinge, Bajonette, Gummiknüppel usw.) ist – auch nach dem EU-Beitritt – strikt verboten. Alle anderen mitgeführten Waffenarten müssen weiterhin beim Grenzübertritt angemeldet werden und bedürfen teilweise einer Sondergenehmigung, die von der Grenzpolizei erteilt wird.
1.6 Währung und Geldwechsel
Euro! Die meisten Läden nehmen auch Kreditkarten an (American Express, Diners, Mastercard, Eurocard, Visa).
1.7 Gesundheit
Bei der Einreise nach Slowenien sind keinerlei Impfungen Pflicht. Es wird allerdings empfohlen sich gegen Hepatitis A und gegebenenfalls B impfen zu lassen. Dies wird für Kinder generell empfohlen. Außerdem besteht im Sommer die Möglichkeit einer Infektion mit Borreliose oder Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Einen allgemeinen Schutz gegen Borreliosebieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Gegen die FSME kann man sich impfen lassen, was insbesondere bei Langzeitaufenthalten oder für Risikogruppen empfehlenswert ist.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u. a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die medizinische Versorgung in den Großstädten ist zufrieden stellend, fernab von den Hauptverkehrswegen jedoch eher schwach ausgeprägt. Das Rettungssystem funktioniert im Allgemeinen gut. Notfälle müssen zumeist in die beiden Großkliniken in Laibach und Maribor verbracht werden. Hier sind alle modernen Untersuchungsmethoden und -geräte vorhanden. Medikamentenengpässe sind nicht zu beobachten. Eigene Medikamente sollten jedoch mitgebracht werden.
Gesetzlich Versicherten wird empfohlen, sich vor Abreise nach Slowenien das E-111- oder das DE-111-Formular bei ihrer Krankenkasse zu besorgen. Dies ist dem slowenischen Krankenversicherungsträger im Krankheitsfalle zuerst vorzulegen und dann dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus auszuhändigen. Kosten werden in diesen Fällen dann nicht mehr erhoben. Die Behandlungskosten von privat versicherten Patienten müssen von diesen gegen Rechnung und Behandlungsbefund in der Regel an Ort und Stelle in bar beglichen werden.
Es ist davon auszugehen, dass die behandelnden Ärzte regelmäßig über Kenntnisse der englischen, teilweise auch der deutschen Sprache verfügen. Reisende müssen sich darauf einstellen, dass dies im Falle des Pflege- und Versorgungspersonals jedoch nicht grundsätzlich der Fall ist.
1.8 Botschaften und Konsulate
Bürozeiten: Mo - Mi 10.00 bis 12.00 Uhr, Mi. auch nachmittags 14.00 - 17.00 Uhr
Besuchsadresse: Prešernova 27, 1000 Ljubljana, Slowenien
Postadresse: P.P. 1521, 1001 Ljubljana, Slowenien
Fax: +386/(0)1/425 08 99
E-Mail: 9gu9eu9ru9mu9au9nu9eu9mu9bu9au9su9su9yu9-u9su9lu9ou9vu9eu9nu9iu9au9@u9su9iu9ou9lu9.u9nu9eu9tu
Die Adressen sämtlicher Konsulate und der Außenstellen können unter www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Slowenien.html bei Vertretungen Slowenien und Deutsche Vertretungen abgerufen werden.
1.9 Wichtige Telefonnummern
Telefonauskunft: Inland: 1188, Ausland: 1180
Landesvorwahl von Deutschland nach Slowenien: +386
Landesvorwahl von Slowenien nach Deutschland: +49
Nutzbarkeit deutsche Mobiltelefone
GSM 900/1800 Mobilfunknetz. Hauptanbieter die auch mit den meisten deutschen Anbietern Roaming-Verträge haben: Mobitel D.D. und SI.MOBIL d.d. (SI.mobil - Vodafone). Genauere Informationen können unter www.gsmworld.com/roaming/gsminfo/cou_si.shtml abgerufen werden.
2. Reiseinformationen
2.1 Tourismus
Slowenien präsentiert sich derzeit gerne als das grüne Herz Europas. Innerhalb seiner Landesgrenzen beherbergt es eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt und damit ein entsprechendes Freizeitangebot. Davon profitieren in erster Linie Aktivurlauber. Schneebedeckte Alpengipfel, der Triglav-Nationalpark mit unzähligen Gletschertälern, Schluchten, Wasserfällen, Gebirgsseen und kristallklaren Wildbächen sind wie geschaffen, um sie als Wanderer zu entdecken. Aber auch Bergsteiger, Skifahrer, Kanufahrer, Segelflieger und Ausdauersportler kommen auf ihre Kosten.
Zusätzlich hat man in Slowenien die Möglichkeit innerhalb von zwei Stunden aus den Hochalpen runter an die Adria zu fahren. Mit ihren attraktiven Stränden, der mediterranen Küche und den erlesenen Weinen lädt sie den Besucher zu ein paar Tagen Strandurlaub ein. Im Osten des Landes hingegen warten zahlreiche Thermal- und Mineralquellen bekannter Thermen auf ihre Besucher. Wegen seiner Vielfältigkeit ist Slowenien deshalb auch für Familien, deren Angehörige unterschiedliche Interessen haben, attraktiv, es ist für jeden etwas dabei.
Der Tourismus hat dementsprechend auch wirtschaftlich eine immer größer werdende Bedeutung in Slowenien. In einigen Orten arbeiten bereits ¾ der Berufstätigen im Fremdenverkehr. Und es gibt vielerorts Bemühungen das Land touristisch noch attraktiver zu machen.
Die Natur spielt in der Freizeitgestaltung, im Sport und im Tourismus eine immer größere Rolle in Slowenien. Infolge des gestiegenen Stellenwerts einer gesunden Umwelt und des immer größeren Bedürfnisses nach einer intakten Natur und einer attraktiven Landschaft steigt die Zahl der Naturtouristen in Europa von Jahr zu Jahr. Und diese steigende Zahl möchte Slowenien gerne für sich gewinnen. Deshalb werden Naturparks zu "exzellenten Lokationen" erklärt, die schon jetzt einen Teil der touristischen Infrastruktur (Info-Center, Themenwege usw.) mitgestalten und mit ihrem Angebot einen "Hochstandard" im touristischen Angebot darstellen. Die Naturparks bieten Erholung und Entspannung, einzigartige Naturerlebnisse und vielfältige Aktivitäten in der Natur (Fotosafari, Wanderungen, Bergsteigen usw.). Die Naturparks sind jene Gebiete, wo die Erhaltung der Natur und Kultur am höchsten ist und die deshalb für den "neuzeitlichen" Touristen immer wichtiger werden.
Slowenien hat im Hinblick auf seine unberührte Natur noch viel ungenutztes Potential. Auf einem kleinen Raum bietet das Land ein einzigartiges Mosaik an biologischer, landschaftlicher und kultureller Vielfalt und eine große Anzahl an Naturwerten und Kulturdenkmälern. Slowenien ist eines der Länder mit der höchsten Biodiversität in der EU. Bisher wurden insgesamt 11 % des slowenischen Gebietes unter besonderen Gebietsschutz gestellt, es bestehen insgesamt 44 geschützte Gebiete, davon 1 Nationalpark, 3 Regionalparks und 40 Landschaftsparks.
In den slowenischen Naturparks wird ein ethischer bzw. nachhaltiger Tourismus angestrebt, der auf Naturerlebnissen, Vermittlung von Wissen über die Natur und Naturverständnis aufgebaut ist. Er soll eine naturgerechte wirtschaftliche und soziale Entwicklung für die lokale Bevölkerung ermöglichen und ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Erholungssuchenden und dem Schutz der Kulturlandschaft schaffen.
Das Ziel des nachhaltigen sanften Tourismus ist ein Angebot für Menschen zu erstellen, die Ruhe und Erholung suchen, die natürlichen Schönheiten genießen, die lebende und nichtlebende Natur beobachten, die Landschaft erleben, die lokale Kultur erkunden, sich für das traditionelle Leben interessieren, kurzum Land und Leute kennen lernen wollen. Und Slowenien ist nicht zuletzt auch wegen seiner Gastfreundlichkeit ein beliebtes Reiseziel.
2.2 Tourismus-Informationen
Mittlerweile gibt es in Slowenien ein umfangreiches Netzwerk an Touristeninformationszentren, respektive Fremdenverkehrsämtern. In jeder größeren Stadt und auch in vielen der kleineren Ortschaften befinden sich Schalter oder Büros dieses Netzwerkes. Dort wird man unter der Woche und am Wochenende zu den normalen Ladenöffnungszeiten kompetent und meist objektiv beraten. Eine umfassende Liste aller Fremdenverkehrsämter ist unter www.slovenia.info/?tourist_information_center=0&title=Fremdenverkehrs%C3%A4mter einzusehen.
In manchen Fällen kann man auch in lokalen Reisebüros verlässliche Informationen über die Sehenswürdigkeiten der Region bekommen, allerdings kann man hier meist (verständlicherweise) keine Objektivität, was z. B. die Unterbringungsmöglichkeiten oder den Transport zu einer Sehenswürdigkeit angeht, erwarten.
Es gibt außerdem eine Niederlassung des Slowenischen Fremdenverkehrsamtes in Deutschland über das Vorabinformationen bezogen werden können.
Slovenian Tourist Board – STB/Slowenische Tourismuszentrale in Slowenien
Adresse: Dunajska 156, 1000 Ljubljana, Slowenien
Telefon: + 386 1 560 88 20
Fax: + 386 1 589 18 41
E-Mail: pmtpatpjtpdtpatp.tpdtpotpltpetpntpctp@tpstpltpotpvtpetpntpitpatp.tpitpntpftpot
Website: www.slovenia.info
2.3 Links zum Thema Tourismus
2.4 Verkehr
Alle aktuellen Zugverbindungen kann man sich – auf Wunsch mit allen Zwischenhaltestellen – über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn anzeigen lassen (reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn). Zu beachten ist, dass dabei natürlich auch Verbindungen vorgeschlagen werden, bei denen man durch Länder reist, für die ein Visum nötig ist. Man sollte also den Zuglauf beachten. Informationen zu den entsprechenden Ländern finden Sie auf traveleast.eu jeweils unter Punkt 1.5 (Einreise- und Zollbestimmungen).
Es gibt Verbindungen nach Ljubljana und Maribor (Marburg) in andere Städte Sloweniens. Eurolines-Busse (Website: www.eurolines.com) fahren von und nach Slowenien. Fahrplan- und Tarifinformationen sind bei der Eurolines-Vertretung in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M., Telefon: (069) 79 03 50, Fax: (069) 790 32 19, E-Mail: service@deutsche-touring.com, Website: www.deutsche-touring.com) erhältlich.
- Europcar: sl.europcar.si/
- Sixt: www.e-sixt.com/
- Avis: www.avis.com/AvisWeb/home/AvisHome
- Hertz: www.hertz.de
Die Straßen Sloweniens sind in einem guten Zustand und ausreichend beschildert. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Pausen, wie Rastplätze und Raststätten. Die Gaststätten und Hotels bieten sich denen an, die länger verweilen wollen.
Verkehrstipps und -regeln für Slowenien:
Auf allen slowenischen Straßen ist Fahren mit Abblendlicht auch bei Tag Pflicht. Sicherheitsgurte sind auf allen Sitzen mit eingebauten Gurten anzulegen. Für Motorradfahrer und deren Beifahrer besteht Helmpflicht und sie haben homologierte Schutzhelmen zu tragen.
Das Einschalten von Nebelscheinwerfer ist nur erlaubt, wenn die Sicht um mehr als 50% vermindert ist
Lenker der A- und B-Kategorie dürfen während der Fahrt bis 0,5 Promille unter der Bedingung, dass sie auch bei niedrigeren Blutkonzentrationen keine Verhaltensbeeinträchtigungen aufweisen.
Es bestehen Verbindungen von der Adriaküste zu italienischen Häfen. Eine Katamaran-Fähre (Website: www.venezialines.com) verkehrt von März bis Anfang November zwischen Potoroz und Venedig. Die Fahrt nach Venedig dauert zweieinhalb Stunden. In Koper (Website: www.marina-koper.si), Potoroz (Website: www.marinap.si/elements/frames-ger.html) und Izola (Website: www.marinaizola.com) gibt es Jachthäfen für Segelboote.
Sloweniens nationale Fluggesellschaft Adria Airways (JP)(Website: www.adria-airways.com) bietet Linienflugdienste und Charterverbindungen in viele europäische Städte an. U. a. bestehen von München, Frankfurt, Wien und Zürich aus tägliche Flugverbindungen nach Ljubljana. Austrian Airlines (OS) fliegt von Wien und Swiss (LX) von Zürich. Slowenien wird auch von Aeroflot (SO)und Air France (AF)angeflogen.
Die Flughäfen Maribor (MBX) und Portoroz (POW) werden ebenfalls international angeflogen. Dort gehören ein Restaurant und der Duty-free-Shop zur Flughafeneinrichtung.
Fortbewegung innerhalb des Landes
Fast alle bedeutenden Tourismusorte sind mit dem Zug erreichbar. Auskünfte erteilt die Generalvertretung der Slowenischen Eisenbahnen in München (Adresse: Fürstenriederstraße 49, D-80686 München, Telefon: (089) 54 68 11 55, Fax: (089) 54 68 11 56, E-Mail: pawplwpowpjwpzwpiwpjwp.wpvwpiwpdwpmwpawprwp@wptwp-wpowpnwplwpiwpnwpewp.wpdwpew).
Das Straßenverkehrsnetz ist gut ausgebaut. Es gibt rund 6300 Kilometer Staatsstraßen (Autobahnen, Schnellstraßen, Haupt- und Regionalstraßen). Autobahnen verbinden Ljubljana, Postojna und Razdrto mit der Küste im Südwesten des Landes, Ljubljana mit der Hafenstadt Koper an der oberen Adria, Kranj, Maribor, der Region Gorenjska im Nordwesten und dem 7 km langen Karawankentunnel, der von Jesenice nach Österreich führt. Aus Österreich kommend kann ,man den Grenzübergang Spielfeld nutzen. Der A1 folgend gelangt man dann über Maribor nach Istrien. 90% der Straßen sind asphaltiert. Die Benutzung der Autobahn ist mautpflichtig. Eine so genannte ABC-Box, mit der die Mautgebühr elektronisch und bargeldlos ermittelt und abgebucht wird, ist für ca. 17 Euro an Tankstellen der Ketten Petrol und OMV Istrabenz sowie in Geschäftsstellen des slowenischen Automobilclubs AMZS erhältlich. Die ADAC-Auslands-Notrufstation in Zagreb (Telefon: (01) 363 66 66, Website: www.adac.de) ist auch für Slowenien zuständig. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte an. Der Slowenische Autofahrerclub Auto-Moto Zveza Slowenije (AMZS) garantiert einen 24-Stunden-Pannendienst und ist unter der Telefonnummer 1987 zu erreichen. Bleifreies Benzin ist an sämtlichen Tankstellen erhältlich. Tankstellen an Schnellstraßen und Autobahnen sind nonstop geöffnet. Weitere Informationen sind auch vom AMZS (Adresse: Dunajska cesta 128, SI-1000 Ljubljana, Telefon: 615 30 53 00, Fax: 568 53 17, Website: www.amzs.si) erhältlich.Es gibt Niederlassungen internationaler und lokaler Autoverleihfirmen in allen größeren Städten, Urlaubsgebieten und auf dem internationalen Flughafen Brnik. Mindestalter ist in der Regel 21 Jahre (z. T. auch 18 Jahre). Der nationale Führerschein sollte mitgeführt werden. Zollunterlagen werden nicht verlangt, man sollte jedoch die Fahrzeugpapiere dabei haben. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern.
Verkehrsbestimmungen:
Fahren mit Abblendlicht auch bei Tag;
Anlegen von Sicherheitsgurten auf allen Sitzen mit eingebauten Gurten;
Nebelscheinwerfer sind nur erlaubt, wenn die Sicht um mehr als 50 % vermindert ist.
Promillegrenze: 0,5 ‰
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
130 km/h für PKW auf Autobahnen;
100 km/h für PKW auf Schnellstraßen;
90 km/h für PKW auf Regionalstraßen;
50 km/h für PKW innerhalb geschlossener Ortschaften.
80 km/h für Busse auf Autobahnen;
80 km/h für Busse auf Schnellstraßen;
80 km/h für Busse auf Regionalstraßen;
50 km/h für Busse innerhalb geschlossener Ortschaften.
Der lokale Busverkehr ist gut organisiert und verhältnismäßig günstig. Fahrplan und detaillierte Informationen sind über den Busbahnhof Ljubljana - Avtobusna postaja Ljubljana (Adresse: Trg OF 4, 1000 Ljubljana, Telefon: (01) 234 46 00, Fax: (01) 234 46 01, E-Mail: avtobusna.postaja@ap-ljubljana.si, Website: www.ap-ljubljana.si) verfügbar.
Taxis stehen in allen größeren Städten und in den Tourismusorten zur Verfügung. In allen Fahrzeugen sind Taximeter Pflicht.
2.5 Unterkünfte
In Slowenien gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preis- und Qualitätsstufen, von der Jugendherberge bis zum 5-Sterne-Hotel. Es gibt auch die Möglichkeit Urlaub auf dem Bauernhof zu machen, nähere Auskünfte erteilt die Association of Tourist Farms of Slovenia, Adresse: Trnoveljska 1, SI-1000 Celje, Telefon: 63 415 212, Fax: 63 412 501, E-Mail: tzjttjtkjtsjt@jtsjtijtojtljt.jtnjtejttjt.j
Campingplätze gibt es im ganzen Land. Die meisten sind gut ausgestattet, mit Sporteinrichtungen und Kinderspielplätzen, allerdings auch verhältnismäßig klein. Eine Buchung im Voraus ist also, vor allem während der Hauptsaison, absolut empfehlenswert.
2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken
Die Geschäfte sind in der Regel durchgehend geöffnet, wochentags von 8:00 bis 19:00 Uhr (einige bis 21:00 Uhr) und samstags von 8.00 bis 13.00 Uhr, einige auch sonn- und feiertags. Slowenien gehört zu den teuersten Reisezielen Ex-Jugoslawiens und ist etwas teurer als Kroatien und spürbar teurer als Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien. Das Preisgefälle ist zwischen Hauptstadt und Provinz in Slowenien weniger gravierend. Man sollte ab 15Euro für eine Übernachtung einplanen. Die Transportkosten sind noch erträglich: Von der Hauptstadt bis zur Küste zahlt man ca. 9Euro. Essen in Restaurants ist etwas billiger als z. B. in Deutschland. Wer aktiv unterwegs ist und nicht allzu teuer logiert und speist, sollte aber schon besser 40 Euro pro Tag einplanen. Ljubljana und Maribor laden zum flanieren ein, allerdings entsprechen die Preise dort weitgehend denen in Deutschland. Schnäppchen macht man in Slowenien eher selten. In den Großstädten findet man alles was das Herz begehrt. Einkäufe für den tägliche Bedarf lassen sich in der Regel auch in den kleinern Orten erledigen Auf dem Land kann man vielleicht noch das eine oder andere Souvenir preisgünstig erstehen, aber vor allem Lebensmittel bekommt man hier noch billig, frisch und direkt vom Erzeuger.
Sloweniens Speisekarten lesen sich ebenso vielfältig wie die kulturelle und landschaftliche Vielfalt des Landes: Über 1.200 Nationalgerichte zeugen sowohl von den kulinarischen Traditionen der einzelnen Regionen als auch von den Einflüssen der Nachbarländer.
Als absolutes Muss bei einem Besuch in Slowenien gilt der berühmte "Pršut", ein monatelang im Wind des Karst getrockneter Schinken, der zugleich als köstlicher Auftakt eines typisch slowenischen Essens bekannt ist. Häufig wird als zweiter Gang eine Suppe gereicht – und hier hat der Gast die Qual der Wahl: Über 100 verschiedene Suppen werden in Slowenien aufgetischt, von klaren Fleischbrühen über essigsaure Suppen und sahnige Pilzcremes hin zu deftigen Eintöpfen wie die beliebte "Jota" aus Rauchfleisch, Sauerkraut und Bohnen.
Zu den Fleischspezialitäten zählen beispielsweise die fetten, gut gewürzten Würste aus der Oberkrain, Reiswürste aus der Untersteiermark und zahlreiche Wildgerichte. Fischliebhaber kommen bei den köstlichen Bachforellen aus der Soča auf ihre Kosten, an der Küste dominieren Krustentiere und Muscheln.
Mit einer Vielzahl an "Štruklji" bringen die Slowenen Strudel in allen nur denkbaren Variationen auf den Tisch: als Vorspeise beispielsweise mit Fleisch, Grieben und Estragon oder zum Nachtisch als süßer Topfen-, Mohn-, Nuss- oder Apfelstrudel. Einst ein Arme-Leute-Essen und heute in der gehobenen Küche besonders beliebt sind die Varianten aus Buchweizenmehl. Als krönenden Abschluss eines Mahls genießt man die "Potica", eine Art Hefestrudel, in den unterschiedliche Füllungen wie Nüsse, Rosinen, Quark, Mohn und Honig eingerollt werden.
Das Gasthaus (Gostilna) ist das Herz des slowenischen Gastronomieangebotes. Ein Gasthaus muss außer Getränken auch mindestens drei Gerichte anbieten, die für die Umgebung oder Region bekannt sind. Die Gasthäuser sind oft Familienbetriebe, die von der Einrichtung und vom Angebot her meistens die Tradition aufrechterhalten. Bei der Zubereitung der hausgemachten Gerichte folgen sie den Prinzipien gesunder Ernährung.
2.7 Links: Weitere Informationen
3. Jugendarbeit
3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik
Sozialarbeit im Allgemeinen hat in Slowenien eine lange Tradition. Das Netz der sozialen Einrichtungen umfasst Institutionen, die vor und nach der Unabhängigkeit Sloweniens 1991 entstanden sind. Nach der Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit entstanden neue Einrichtungen wie soziale Dienste für Mütter und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, Krisenzentren für Kinder und Jugendliche, soziale Dienste für Drogenabhängige. Die Sozialarbeit mit Kindern und Jugendlichen war schon vor der Unabhängigkeit eines der wichtigsten Felder der sozialen Arbeit, hatte aber reine Überwachungsfunktion. Die nach der Unabhängigkeit geschaffenen Einrichtungen arbeiten viel engagierter, zielgruppenorientierter und bieten mehr Auswahl für die Nutzer/-innen der Dienste.
Junge Leute in Slowenien haben hauptsächlich mit Schul- oder Lernproblemen, Eltern-Kind-Konflikten oder Problemen im Zusammenhang mit anderen Personen, mit Armut und sozialer Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit oder Drogenmissbrauch und damit einhergehenden Nebenwirkungen zu kämpfen.
Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen umfasst vor allem persönliche Beratung, Gemeindearbeit, Streetworking, die Arbeit mit Familien, Trainings für junge Leute zur Entwicklung sozialer Fähigkeiten oder anonyme Beratung über Telefonhotlines. Akteure in diesem Bereich sind die landesweit bestehenden Zentren für Sozialarbeit, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche (z. B. Opfern von häuslicher Gewalt, Kinder mit körperlichen Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen aus sozialen Gründen), soziale Einrichtungen für die Bildung und den Schutz von geistig behinderten Kindern und Jugendlichen, Nichtregierungsorganisationen, Jugendzentren und andere.
Seit Mitte der Fünfziger Jahre ist eine Ausbildung zum Sozialarbeiter möglich, seit 2003 hat die 1955 gegründete Schule für Sozialarbeit den Status einer Fakultät an der Universität Ljubljana. Im dritten und vierten Studienjahr umfasst das Studium eigene Blocks zum Thema der Sozialarbeit mit jungen Menschen.
Die Jugendpolitik war bis zum Jahr 1991 staatlich gelenkt. Nichtstaatliche Organisationen waren mehr durch die Umstände bedingt als die Norm.
Die Gründung nichtstaatlicher Organisationen in allen Teilen des Landes erfolgte nach Erreichung der Unabhängigkeit Sloweniens im Juni 1991. Die Schaffung dieser Träger war eine Reaktion auf den bestehenden Bedarf der Kommunen in verschiedenen Bereichen, vor allem aber im Bereich der Hilfe bei persönlichen Krisen, der Selbsthilfe sowie der Freizeitaktivitäten. Insbesondere die Anzahl der Sportvereine, Kulturverbände und Organisationen im sozialen Bereich ist seit Beginn der Neunzigerjahre stark angestiegen. Im Jahr 2000 wurde deren Anzahl auf etwa 13.000 geschätzt. Viele der Organisationen haben ein landesweit funktionierendes Netzwerk. Die Verbände finanzieren sich durch öffentlich ausgeschriebene staatliche oder lokale Zuschüsse, Spenden oder Mitgliedsbeiträge.
Im Jahr 2000 wurde das Gesetz über die Jugendverbände (Zakon o mladinskih svetih) verabschiedet.
Überregionale Jugendverbände
Im Nationalen Jugendrat Sloweniens MSS (Mladinski svet Slovenije) sind die bestehenden national agierenden Jugendverbände vereint. Die Mitgliedsverbände vertreten unterschiedliche politische und weltanschauliche Auffassungen und Interessen.
Informations- und Beratungszentren für Kinder und Jugendliche
Die Zuständigkeit auf nationaler Ebene für den Bereich Information und Beratung für Jugendliche liegt bei der Abteilung für Jugend beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport. Auf Regierungsebene wird eine einheitliche Strategie in dem im Jahr 1995 initiierten Prozess der Jugendinformations- und -beratungsangebote angestrebt. Dazu hat die Abteilung für Jugend in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Jugendinformations- und -beratungszentrum Sloweniens MISSS (Mladinsko informativno svetovalno središce Slovenije) Ende 2003 ein überarbeitetes Konzept veröffentlicht.
Das Konzept enthält die Richtlinien für die Jugendinformations- und -beratungsarbeit in Slowenien. Das Konzept hält unter anderem fest, dass Informationen für junge Leute kostenlos und leicht zugänglich sein sollten und dabei den Wissensstand, das Umfeld und die Bedürfnisse junger Leute berücksichtigen sollten. Unter anderem ist an die Einrichtung nationaler und regionaler Jugendportale mit Verlinkung zum Europäischen Jugendportal gedacht. MISSS hat eine Datenbank mit Informationen für Programme für junge Leute (Informativna baza za mlade) eingerichtet, die derzeit über 1000 Programme enthält.
Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeit
Die für die Angelegenheiten der Kinder und Jugend auf nationaler Ebene zuständige Einrichtung ist die Abteilung für Jugend (Urad RS za mladino), die dem Ministerium für Bildung und Sport der Republik Slowenien (Ministrstvo za šolstvo in šport) angegliedert ist.
Die Zuständigkeiten und Aktivitäten der Abteilung für Jugend umfassen die Planung, Organisation und Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Jugendpolitik, Kinder- und Sozialpolitik, schulische und außerschulische Bildung, Freizeit, Kultur, Information und internationale Zusammenarbeit. Außerdem überwacht die Abteilung für Jugend die Umsetzung kinder- und jugendrelevanten Regelungen und Gesetze und schlägt bei einer ineffektiven Umsetzung derselben Maßnahmen zur Verbesserung vor. Die Abteilung für Jugend formuliert und überwacht die Umsetzung der wichtigsten auf die Jugend gerichteten Programme, überblickt die Rolle und Stellung junger Menschen in der Gesellschaft, verbessert die Bedingungen für organisierte Jugendmaßnahmen und Jugendorganisationen und fördert die Jugendmobilität. Ebenso sucht die Abteilung für Jugend nach besseren Wegen der Information und Beratung für junge Leute, fördert den internationalen Austausch und Kinder- und Jugendreisen und strebt nach der Schaffung von guten Bedingungen zur Integration junger Leute in soziale Prozesse. Angestrebt wird die Schaffung einer interministeriellen Einrichtung für Jugendfragen auf Regierungsebene.
Das Gesundheitsministerium (Ministrstvo za zdravje RS) kofinanziert zahlreiche Programme im Präventionsbereich, unter anderem Drogenprävention. Das Ministerium für Arbeit, Familie und Soziales (Ministrstvo za delo, družino in socialne zadeve)kofinanziert fast alle Präventionsprogramme, die als gut befunden und durch öffentliche Ausschreibungen ausgewählt wurden. Auf lokaler Ebene sind es die in den Gemeindeverordnungen angesiedelten Abteilungen für Jugend, die sich um die Belange der Kinder und Jugend kümmern. Durch diese Behörden werden auch Präventionsprogramme auf lokaler Ebene kofinanziert.
Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte
Der nationale Jugendrat Sloweniens heißt "Mladinski svet Slovenije" MSS. Er ist die Dachorganisation für 17 Nichtregierungsorganisationen verschiedenster Ausrichtungen und politischer Orientierungen. MSS ist Mitglied in der World Assembly of Youth (WAY), dem Europäischen Jugendforum. Auf lokaler Ebene gibt es ebenfalls Jugendringe. Das Amt für Jugend strebt die Schaffung von lokalen Jugendringen in jeder Gemeinde des Landes an. Diese sollen die Aktivitäten von Jugendorganisationen ankurbeln und ihre Mitglieder sowie die Öffentlichkeit über die lokale Gemeindepolitik insbesondere im Bereich der Jugend informieren. Die lokalen Jugendringe befähigen die Jugendlichen, ihre Meinung zu sagen und sie betreffende Entscheidungen zu beeinflussen.
Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen
Hauptziel der Abteilung für Jugend ist die Einflussnahme auf die Verabschiedung von Gesetzen, die die Jugend betreffen, auf ineffektive Gesetzesregelungen hinzuweisen und Vorschläge zur Effektivierung von Gesetzen zu machen. Die Abteilung für Jugend ist in verschiedenen Komitees durch Repräsentanten vertreten, zum Beispiel im Nationalen Rat für die Menschenrechte, und hat Einfluss auf die Budgetanpassung und Überwachung der Gesetzgebung im Jugendbereich. Die Abteilung für Jugend hält jährlich Konferenzen und Rundtischgespräche ab. In Seminaren und Workshops werden junge Fachkräfte für die Arbeit in Jugendorganisationen ausgebildet. Slowenien hat einen Ombudsmann, der sich für die Umsetzung der Menschenrechte in Slowenien einsetzt, insbesondere auch die Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Der Ombudsmann hat seit Januar 2003 vier Stellvertreter. Einer dieser Stellvertreter ist für den Bereich der Kinderrechte sowie der sozialen Sicherheit zuständig.
Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte
Arbeitsschwerpunkte der Abteilung für Jugend für den Zeitraum 2002 bis 2006 waren unter anderem:
- Förderung der außerschulischen Bildung und Fortbildung zur Festigung der Bedingungen für die Entwicklung einer Bildungskultur unter der Jugend und Anerkennung der informellen Bildung,
- Förderung und Unterstützung alternativer und innovativer Formen der Beschäftigung und Selbstständigkeit junger Menschen,
- Absicherung der direkten Finanzierung von Projekten und Programmen, die das aktive Engagement junger Menschen in Jugendorganisationen, Jugendzentren, Jugendklubs und ähnlichen Bereichen und somit die Teilhabe an wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozessen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglichen,
- Förderung der aktiven Partizipation junger Menschen an Entwicklungen in der Gemeinde und Zusammenarbeit mit Vertretern lokaler Behörden im Bereich der Jugendarbeit,
- Organisation und Durchführung von Bildungs- und Fortbildungsmaßnahmen, um junge Menschen zur Durchführung eigener Projekte zu befähigen,
- Definition des Berufsbildes eines Jugendarbeiters (mladinski delavec) und eines Bildungs- und Fortbildungsprogramms zum Erwerb dieses Abschlusses,
- Entwicklung eines Netzwerkes von Jugendzentren auf nationaler Ebene und Unterstützung bei der Integration in ein internationales Netzwerk, basierend auf dem Konzept zur Entwicklung der slowenischen Jugendzentren (Koncept razvoja mladinskih centrov v Sloveniji),
- Teilnahme am Aufbau von Infrastrukturen im Jugendbereich,
- Stärkung der internationalen Regierungszusammenarbeit und Förderung der Integration von Jugendorganisationen in internationale Jugendstrukturen,
- aktive Zusammenarbeit mit europäischen Jugendstrukturen und Kennen lernen der europäischen Strukturen (Europäische Union, Europarat, etc.) durch Exkursionen, Austausch von Delegationen und Integration des Nichtregierungsbereichs auf internationaler Ebene,
- Entwicklung eines Jugendinformations- und -beratungsnetzwerkes und Aktualisierung des Konzepts der Information und Beratung von slowenischen Jugendlichen,
- Durchführung und Förderung des Bereichs Jugendforschung und komparativer internationaler Forschung,
- Erhöhung des Bewusstseins zu Themen wie Drogen, Alkohol, Behinderungen und Förderung von Präventionsprogrammen,
- Förderung von Toleranz, Solidarität, Respekt für Vielfalt und Menschenrechte, Förderung von Jugend- und anderen Programmen, die auf dem Prinzip der Nichtdiskriminierung basieren,
- Förderung und Entwicklung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Jugendlichen und Schaffung eines Status’ für das Ehrenamt sowie eines Status’ für Organisationen, die ehrenamtliche Arbeit anbieten und Ehrenamtliche beschäftigen.
Aktionsprogramme und -pläne sind:
- Nationaler Aktionsplan für Kinder 2003-2013. Nationales Entwicklungsprogramm zur Verbesserung der Situation der Kinder in der Republik Slowenien, der in Zusammenarbeit mit dem Nationalen UNICEF-Büro entwickelt wurde.
- Aktionsplan für die Entwicklung der Jugendinformation und -beratung für den Zeitraum 2004 bis 2007.
- Programm zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch, Alkohol und Gewalt gegen junge Menschen der Abteilung für Drogen beim Gesundheitsministerium.
- Kampagne zur Förderung der Kreativität junger Menschen "Ti povej!".
- Kampagne zur Toleranzförderung Alle anders – alle gleich der Abteilung für Jugend beim Ministerium für Bildung und Sport, angelehnt an die europaweite Kampagne des Europarats 1995 gegen Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus und Intoleranz, mit zahlreichen Veranstaltungen sowie finanzieller Unterstützung von Jugendprojekten zu den Themen Toleranz und Diversität.
- Aktionsprogramm gegen Armut und soziale Ausgrenzung, insbesondere von einzelnen Gruppen der Gesellschaft wie Romafamilien oder allein erziehenden Eltern, in der Zuständigkeit des Ministeriums für Arbeit, Familie und Soziales.
Die nationale Jugendorganisation Mladinski Ceh führt in Zusammenarbeit mit der dem Ministerium für Bildung und Sport unterstellten Abteilung für Jugend das Projekt NEFIKS durch. Das Projekt fördert die außerschulische Bildung in Slowenien. NEFIKS ist aus "neformalno" (informell) und "indeks" (Studienbuch) zusammengesetzt. NEFIKS richtet sich an junge Leute ab 14 Jahre, die aktiv in verschiedenen Organisationen überall in Slowenien mitarbeiten, aber auch an solche, die nicht Mitglied eines Verbandes sind. In dem Studienbuch für informelle Bildung sammelt jede/r Einzelne Aufzeichnungen über die eigene informelle Bildung auf folgenden Gebieten: Erwerb von Kenntnissen durch aktive Staatsbürgerschaft und verantwortliche Arbeit an Projekten, Erwerb von Kenntnissen durch studentische und vertragliche Arbeit, Erwerb von Kenntnissen in organisierten Ausbildungsformen, Erwerb von Kenntnissen durch ehrenamtliche Arbeit und Arbeit in Camps, Erwerb von Kenntnissen im Ausland sowie sonstiger Erwerb von Kenntnissen. Mit NEFIKS wird die gesellschaftliche Bewertung der außerschulischen Aneignung von Kenntnissen durch Einzelpersonen sowie Gruppen unterstützt, um zur Durchsetzung des lebenslangen außerschulischen Lernens und zur besseren Vermittlung von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt beizutragen.
3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
Slowenien gilt als ein recht sicheres Land. Es gibt keine Rotlichtbezirke oder Ähnliches. Deshalb gibt es auch nur sehr wenige Einschränkungen für Jugendliche, die den Aufenthalt ohne Erwachsenenbegleitung beschränken. Für die Einreise benötigt man nur ein gültiges Personaldokument.
In Slowenien werden junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren Jugendliche genannt, aber die Volljährigkeit erreichen sie mit 18 Jahren.
Ist der Aufenthalt an öffentlichen Plätzen (Straßen, Parks) ohne Begleitung Erwachsener gestattet?
Ab welchem Alter?
Ist der Aufenthalt an jugendgefährdenden Orten (z. B. Orte, an denen sich Prostituierte aufhalten) Kinder und Jugendlichen gestattet?
Welche Orte gelten als jugendgefährdend?
Ist Kinder und Jugendlichen der Aufenthalt in Gaststätten, Restaurants in Begleitung Erwachsener gestattet?
Ab welchem Alter?
Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt in Nachtbars, Nachtclubs oder vergleichbaren Vergnügungsbetreiben gestattet?
Ab welchem Alter?
Ist Kinder und Jugendlichen die Anwesenheit bei Tanzveranstaltungen in Begleitung Erwachsener gestattet?
Ab welchem Alter?
Ist Kinder und Jugendlichen der Genuss von Branntwein oder ähnlichen hochprozentigen Getränken gestattet?
Ist die Abgabe an Kinder und Jugendliche eingeschränkt?
Ist der Genuss anderer alkoholischer Getränken (Wein, Bier etc.) Kindern und Jugendlichen gestattet?
Alkohol darf an Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben werden. In Ladengeschäften ist der Kauf/Genuss von Alkoholika nach 21:00 Uhr nicht gestattet.
Welche Beschränkungen gibt es beim Besuch öffentlicher Filmveranstaltungen?
Es gibt Alterseinstufungen für Filme, vergleichbar mit anderen europäischen Ländern; diese Filme müssen gekennzeichnet sein.
Ist Kinder und Jugendlichen der Besuch öffentlicher Spielhallen gestattet?
Ab 15 Jahren.
Ist Kinder und Jugendlichen das Rauchen in der Öffentlichkeit gestattet?
Das Rauchen und der Kauf von Tabakwaren ist Jugendlichen unter 15 Jahren verboten.
Welche Beschränkungen gibt es, wenn ausländische Jugendliche kurzzeitig gegen Bezahlung arbeiten wollen, um ihre Reisekasse aufzubessern?
Ab welchem Alter ist es ihnen gestattet zu arbeiten?
Sie müssen älter als 15 Jahre sein.
Ist Kindern und Jugendlichen das Trampen/per Anhalter fahren gestattet?
Jugendliche dürfen nicht trampen.
An welche Einrichtungen können sich Kinder und Jugendliche bei auftretenden Problemen in Ihrem Land wenden?
Welche Bestimmungen gibt es bezüglich des Mitführens von Messern, Kampfgeräten (Pfeil- und Bogen, Degen etc.) und Waffen?
Die Altersgrenze für Waffenbesitz liegt bei 18 Jahren. Bei der Einreise müssen bestimmte Waffen deklariert werden.
Welche Bestimmungen gibt es bezüglich sexueller Kontakte zu Jugendlichen?
Sexuelle Beziehungen zu einer Person unter 14 Jahren sind streng verboten.
[Quelle: Slowenische Botschaft 7/2004]
3.3 Weitere Informationen
Weitere Informationen und Adressen von Jugendverbänden und Organisationen, sowie zu Kinder- und jugendpolitischen Strukturen sind unter www.dija.de/ (> Länderinfos >Ländername) zu finden.
3.4 Schulsystem und Bildungswesen
Das slowenische Schulsystem beinhaltet eine neunjährige Grundstufe sowie eine vierjährige Gymnasialstufe. Es besteht allgemeine Schulpflicht. Das Erziehungs- und Bildungssystems in Slowenien ist folgendermaßen gegliedert:
- vorschulische Erziehung,
- Grundschulbildung,
- Mittelschulbildung
- (– einfache Berufsausbildung, mittlere Berufsschulbildung, mittlere Fachschulbildung, mittlere Allgemeinbildung, voruniversitäre und nachmittelschulische Bildung).
Im Schuljahr 2004/2005 gab es in Slowenien 952 Schulen (Grund-Mittelschulen und Gymnasien) und 91 Fachhochschulen und Fachschulen. Im Schuljahr 2003/04 lernten an den Grundschulen 9139 Schüler Deutsch als Pflichtfremdsprache und 7666 als fakultative Fremdsprache. An den weiterführenden Schulen wählten 7266 Schüler Deutsch als Pflichtfremdsprache und 50 als fakultative Fremdsprache. Fast alle Grundschüler (98%) führen ihren Bildungsgang an einer Mittelschule weiter. In Sonderprogrammen erhalten Schüler mit Grundschulabschluss eine in der Regel zweieinhalbjährige Berufsausbildung mit Abschluss. Die vierjährige Mittelschule wird abgeschlossen mit dem Allgemeinbildenden bzw. dem Berufsabitur (Matura), welches zum Studium an den Hochschulen und Universitäten berechtigt.
In Slowenien gibt es derzeit vier wissenschaftliche Hochschulen, zum einen die Universität in der Hauptstadt Ljubljana, zum anderen die vorwiegend auf technische Wissenschaften ausgerichtete Universität in Maribor, der größten Stadt des östlichen Landesteils. Eine dritte Universität für das Küstengebiet/Primorska wurde 2003 gegründet. Seit März 2006 gibt es in Nova Gorica eine nichtstaatliche Polytechnische Universität.
Von insgesamt ca. 91.000 Studenten waren für das Studienjahr 2005/2006 an der Universität Ljubljana ca. 58.000 Studenten eingeschrieben, an der Universität Maribor ca. 25.000 und an der Universität Primorska ca. 5.000. Hinzu kamen noch 3.000 Studenten an unabhängigen Fakultäten.
Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An acht Gymnasien in der Republik Slowenien (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Schulzentrum Kamnik, Wirtschafts-Gymnasium Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Wirtschaftsschule Celje) besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom Stufe II der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater des Bundesverwaltungsamtes, der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist.
Seit Ende 2005 wird auch an einer Schule in Ljubljana muttersprachlicher Ergänzungsunterricht nach den Lehrplänen des Landes Baden-Württemberg angeboten.
4. Natur und Kultur
4.1 Natur und Umwelt
Trotz seiner geringen Größe (24 % von Österreich) verfügt Slowenien über sehr verschiedenartige Landschaftsformen. Im Nordosten verlaufen die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen, die geologisch zu den südlichen Kalkalpen gehören. Im Nationalpark Triglav liegt mit dem namensgebenden Gipfel des Triglav (2.864 m ü. NN) die höchste Erhebung des Landes, die auch das Landeswappen symbolisiert.
Von den vier wichtigsten Flüssen Sloweniens entspringen zwei in den Julischen Alpen, die Soča (Ital.: Isonzo) und die Save. Die zwei größten Flüsse hingegen kommen aus Österreich, nämlich die Drau und die Mur. Während die Soca (im Unterlauf italienisch) zur Adria entwässert, fließen die Save, die Drau und ihr Nebenfluss Mur nach Osten zur Donau (Mündung in Kroatien bzw. Serbien). Über die Hälfte der Staatsfläche Sloweniens ist von Wald bedeckt. Der Nordosten des Kleinstaates ist von Mittelgebirgen und Hügelland geprägt: Bachergebirge (Slowen.: Pohorje, bis 1.500 m), Matzelgebirge (Slowen.: Haloze, bis 880 m) und Windische Bühel (350 m), die nordöstlich der Mur in die Ebene und Hügel des südsteirischen Übermur-Gebietes (Slowen.: Prekmurje) übergehen, während im Mündungsgebiet Drau-Mur die 50x20 km² große „Murinsel“ Medimurje bereits großteils auf kroatischem Staatsgebiet liegt. Beide Flachlandschaften gehen jenseits der ungarischen Grenze in die Pannonische Tiefebene über. Die Landesmitte und den Süden (Teil der Halbinsel Istrien) nehmen ausgedehnte, typische Karst-Flächen ein. Der slowenische Karst ist übrigens der "Urkarst" nach dem alle anderen Gebiete mit ähnlichen Gesteinsstrukturen benannt wurden. Im äußersten Südwesten des Landes liegt die nur 47 km lange Adria-Küste, die den tiefsten Punkt des Landes markiert. Seit der Loslösung vom ehemaligen Jugoslawien wird mit Kroatien über einen für den Schiffsverkehr geeigneten Meereskorridor verhandelt.
Im Südwesten des Landes herrscht mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden, feuchten Wintern. Der Winter und das Frühjahr bringen an der Küste häufig kalte Fallwinde, die gefürchtete Bora. Im Landesinneren ist das Klima kontinentaler geprägt.
Die Natur spielt in der Freizeitgestaltung, im Sport und im Tourismus Sloweniens eine immer größere Rolle. Infolge des gestiegenen Stellenwerts einer gesunden Umwelt sowie des immer größeren Bedürfnisses nach einer intakten Natur und einer attraktiven Landschaft steigt die Zahl der Naturliebhaber in Europa von Jahr zu Jahr.
Naturparks werden zu "exzellenten Lokationen", die schon jetzt einen Teil der touristischen Infrastruktur (Info-Center, Themenwege usw.) mitgestalten und mit ihrem Angebot einen "Hochstandard" im touristischen Angebot darstellen. Die Naturparks bieten Erholung und Entspannung, einzigartige Naturerlebnisse und vielfältige Aktivitäten in der Natur (Fotosafari, Wanderungen, Bergsteigen usw.). Naturparks sind jene Gebiete, wo die Erhaltung der Natur und Kultur am höchsten ist und die deshalb für den "neuzeitlichen" Touristen immer wichtiger werden. Slowenien hat im Hinblick auf seine unberührte Natur noch viel ungenutztes Potential. Auf einem kleinen Raum bietet das Land ein Mosaik an biologischer, landschaftlicher und kultureller Vielfalt und eine große Anzahl an Naturwerten und Kulturdenkmälern. Slowenien ist ein waldreiches Land mit geschützten Wald- und Urwaldgebieten. In ganz Slowenien gibt es Waldnaturschutzgebiete, ein Urwaldreservat im Kočevski Rog, im Gebirge Gorjanci, auf dem Pohorje. Einen natürlichen Wert stellen auch einzelne geschützte Baumarten dar, die mit ihrer Mächtigkeit und Größe ein einzigartiges Landschaftsbild prägen. Die geschützten Wälder und Bäume sowie die autochthone Pflanzen- und Tierwelt befinden sich meistens in den Landschaftsparks, in denen das regionale Naturerbe bewahrt werden soll. Slowenien ist eines der Länder mit der höchsten Biodiversität in der EU. Bisher wurden insgesamt 11 % des slowenischen Gebietes unter besonderen Gebietsschutz gestellt, es bestehen insgesamt 44 geschützte Gebiete, davon 1 Nationalpark, 3 Regionalparks und 40 Landschaftsparks.
4.2 Großschutzgebiete
Triglaver Nationalpark
Der Nationalpark Triglav (Slowenisch: Triglavski narodni park) ist der einzige Nationalpark Sloweniens. Er liegt in den Julischen Alpen im Nordwesten Sloweniens an der Grenze zu Italien und Österreich und hat eine Größe von 83.807 ha. Im Jahre 1924 wurde zunächst ein 1.400 ha großes Tal als "Alpiner Schutzpark" ausgewiesen, welcher 1961 etwas vergrößert wurde und den Namen Nationalpark bekam. Seit 1981 gibt es den Nationalpark in der heutigen Größe und Form.
Der Nationalpark ist benannt nach dem mit 2.864 m höchsten Berg Sloweniens, dem Triglav, der fast im Zentrum des Parks liegt. Im Nationalpark liegen zahlreiche Gletscherseen, an Gesteinsarten dominiert Kalkstein. Besonders hervorzuheben sind neben dem hochalpinen Gebiet die Täler von "Soca" und "Sava Bohinjka" mit dem See von "Bohinj" (Bohinjsko jezero), dem größten dauerhaften See Sloweniens, welche sich eine sehr ursprüngliche Landschaft und Architektur bewahren konnten.
Die Fauna des Nationalparks ist sehr artenreich. Neben den üblichen Alpenwildtieren wie Steinböcken, Gämse, Rotwild und Auerhahn durchstreifen gelegentlich Braunbären das Gebiet, auch Luchse leben dort. Von den zahlreichen endemischen Arten ist die Marmorataforelle, die in der "Soca" sowie einigen anderen Zuflüssen der Adria vorkommt und im Bestand durch die im Zweiten Weltkrieg ausgesetzten Bachforellen noch immer bedroht ist, besonders zu erwähnen. Bekannte Pflanzenarten des Triglav-Nationalparks sind die Zojs-Glockenblume, das rote Dolomiten-Fingerkraut und das Edelweiß.
Bekannteste Sagengestalt des Triglav-Nationalparks ist der Zlatorog, ein Steinbock mit goldenen Hörnern. Statuen von ihm stehen am Jasna-See bei Kranjska Gora und am See von Bohinj.
Regionalpark Kozjansko
Der Regionalpark Kozjansko (www.gov.si/kp/park_eng2.htm) liegt im Osten Sloweniens zwischen den drei Flüssen Savinja, Sava und Sotla und umfasst eine Gesamtfläche von rund 200 Quadratkilometern. In einem denkmalgeschützten, vollständig renovierten Bauernhaus in Podsreda finden Gäste das Besucherzentrum des Parks. Außerdem thront hier hoch über dem Ort die besterhaltene romanische Burg Sloweniens. Auch das Thermalbad Terme Olimia sowie Schloss Olimje mit seiner freskenverzierten Klosterapotheke des Paulinerordens, die zu den ältesten Europas zählt, sind einen Besuch wert.
Als Hauptattraktion des Škocjan-Regionalparks (www.park-skocjanske-jame.si) gelten die gleichnamigen Grotten, die bereits im 19. Jahrhundert entdeckt wurden und seit 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Sehenswert sind vor allem die so genannten "Stillen Höhlen", die steinernen Naturorgeln im großen Saal sowie der Reka-Fluss, der am Ende der Höhle versickert und erst an der Adria wieder zum Vorschein kommt.
Im Notranjska (www.notranjski-park.si), Sloweniens jüngstem Regionalpark, erleben Besucher ein weltweit einzigartiges Naturphänomen: Jedes Jahr im August verschwindet der sonst 26 Quadratkilometer große Cerknica-See für rund zwei Wochen fast gänzlich und lässt die dann auf den Feldern liegenden Ruderboote wie eine skurrile Idee des Fremdenverkehrsamtes wirken. Das Wasser versickert in die Unterwelt des Karst und füllt sich mit dem ersten Regen allmählich wieder auf. Als weitere Highlights des Notranjska-Parks laden das Karsttal Rakov Škocjan, die Höhlen Zelške jame und Križna jama sowie die Ortschaft Slivnica mit ihrem "Hexentanzplatz" zu einem Besuch ein.
4.3 Welterbestätten
Höhlen von Škocjan (N/1986)
Die Höhlen von Škocjan (Slowenisch: Škocjanske jame, Italienisch: Grotte di San Canziano, Deutsch: Höhlen von St. Kanzian) sind ein System von Höhlen in der Nähe des Ortsteils Škocjan der Gemeinde Divača, etwa 20 km östlich von Triest und 4 km südlich der Gabelung der Autobahn von Ljubljana nach Koper bzw. Triest. Die Höhlen von Škocjan liegen im Unterkrainer Karstgebiet auf einer Höhe von etwa 420 bis 450 m. Durch Regenwasser und Flüsse wurde das Kalkgestein gelöst. Es entstanden Höhlen und Dolinen, große Trichter in der Landschaft. Im ersten Abschnitt der Kalksteinschichten fließt die Reka (das ist auch das slowenische Wort für Fluss) noch oberirdisch durch eine 4 km lange Schlucht. Vor einigen 100.000 Jahren stürzten dann die Höhlendecken über dem Fluss ein. Dadurch entstanden die Einsturzdolinen "Großes Tal" (Velika dolina, 165 m tief) und "Kleines Tal" (Mala dolina, 120 m tief). In der Sohle des Großen Tals versickert die Reka endgültig. Die Höhlen selbst bestehen flussabwärts u. a. aus der "Okroglica", der Rauschenden Höhle (Šumeča jama), dem Hanke-Kanal (Hankejev kanal), der Martelhalle (Martelova dvorana) und dem Zaliti-Kanal. Außerdem zählen die Stille Höhle (Tiha jama), die Tominc-Höhle (Tominčeva jama) und die Schmidl-Halle zum Höhlensystem, deren Gänge insgesamt 6 km lang sind. Die Höhendifferenz zwischen dem höchsten Eingang (Okroglica) und dem tiefsten Punkt (Siphon) beträgt 205 m. Die größte Halle ist die Martelhalle mit 308 m Länge, einer Höhe von bis zu 146 m und einer maximalen Breite von 123 m. Sie hat ein Volumen von 2,1 Millionen m³. Die besonderen mikroklimatischen Bedingungen in den Sohlen der Dolinen lassen kälteliebende Pflanzen gedeihen. Dazu gehören die Aurikel und Krusten-Steinbrech. Weiter oben wachsen wegen der aus den Höhlenöffnungen ausströmenden warmen Luft wärmeliebende Pflanzen wie das Venushaar und Rotfrüchtiger Wacholder.
Im Großen und im Kleine Tal sind Felsentauben, Alpensegler, Uhu, Wanderfalke und Kolkraben anzutreffen. Drei Fledermausarten leben in den Höhlen, die Langflügelfledermaus, die Langfußfledermaus und die Große Hufeisennase.
Archäologische Untersuchen bestätigen, dass die Höhlen seit der Mittelsteinzeit bewohnt waren. Die ältesten erhalten gebliebenen schriftlichen Belege stammen aus der Antike. Posidonius von Apamea (135–50 v. Chr.) schreibt, dass der Fluss Timavus aus einem Berg quillt, in eine Höhle stürzt und nach etwa 130 Stadien unter der Erde beim Meer entspringt.
Auch in der Karte von Lazius-Ortelius (1561) und im Mercators Novus Atlas (1637) sind die Höhlen bereits verzeichnet. Um 1800 wurden sie erstmals Besuchern zugänglich gemacht und 1819 ein Gästebuch eingeführt. Im 19. Jahrhundert begannen Forscher mit der Erkundung im Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung der Stadt Triest. Ivan Svetina (1839/40) und Adolf Schmidl (1851/52) leiteten erste Forschungsgruppen. 1884 wurden die Höhlen der Höhlenforscherabteilung der Sektion des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins in Pacht gegeben. Unter der Leitung von Anton Hanke, Josip Marinitsch und Friedrich Müller und der Hilfe Einheimischer begann die systematische Erkundung der Höhlen. 1890 wurden die Martelhalle und das Ufer des Toten Sees entdeckt. Die letzte größere Entdeckung war die der Stillen Höhle durch Einheimische (1904). Erst im September 1991 gelang es den Höhlentauchern Janko Brajnik und Samo Morel, den Siphon im Marchesetti-See zu durchschwimmen und weitere Gänge zu erreichen.

