Rumänien

1. Übersicht

1.1 Landeskennzeichen
1.2 Internationale Telefon-Vorwahl
1.3 Allgemeine Informationen
1.4 Informationen zum Staatsaufbau
1.5 Einreise- und Zollbestimmungen
1.6 Währung und Geldwechsel
1.7 Gesundheit
1.8 Botschaften und Konsulate
1.9 Wichtige Telefonnummern

2. Reiseinformationen

2.1 Tourismus
2.2 Tourismus-Informationen
2.3 Links zum Thema Tourismus
2.4 Verkehr
2.5 Unterkünfte
2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken
2.7 Links: Weitere Informationen

3. Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik
3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
3.3 Weitere Informationen
3.4 Schulsystem und Bildungswesen

4. Natur und Kultur

4.1 Natur und Umwelt
4.2 Großschutzgebiete
4.3 Welterbestätten


 

1. Übersicht

1.1 Landeskennzeichen: RO

1.2 Internationale Telefon-Vorwahl: +40

1.3 Allgemeine Informationen

 

Ländername: Rumänien (Rumänisch: România)
Fläche: 238.391 km²
Einwohner: ca. 21,564 Millionen (ca. 89,5 % Rumänen, ca. 7 % Ungarn (einschließlich Szekler), ca. 2,5 % Roma und Sinti, ca. 1 % andere Ethnien)
Hauptstadt: Bukarest (Rumänisch: Bucureşti) (ca. 1,877 Millionen Einwohner)
Weitere wichtige Städte: Jassy (Rumänisch: Iaşi) (ca. 318.000 Einwohner), Klausenburg (Rumänisch: Cluj-Napoca) (ca. 317.000 Einwohner), Temeschwar/Temeschburg (Rumänisch: Timişoara) (ca. 315.000 Einwohner), Kragau (Rumänisch: Craiova) (ca. 304.000 Einwohner), Konstanza (Rumänisch: Constanţa) (ca. 303.000 Einwohner), Galatz (Rumänisch: Galaţi) (ca. 294.000 Einwohner), Kronstadt (Rumänisch: Braşov) (ca. 276.000 Einwohner), Rumänisch: Ploieşti (ca. 229.000 Einwohner), Rumänisch: Brăila (ca. 214.000 Einwohner)
Religionen: Orthodoxe Christen (ca. 87 %), Protestanten (ca. 7 %), Katholiken (ca. 5 %), andere Konfessionen bzw. Konfessionslose (ca. 1 %)
Amtssprache: Rumänisch
Währung: 1 Leu (RON) (Plural Lei) = 100 Bani
Geographische Lage: Rumänien liegt in Osteuropa zwischen Bulgarien, Serbien, Ungarn, der Ukraine und Moldawien. Es ist ein Anrainerstaat des Schwarzen Meeres.

1.4 Informationen zum Staatsaufbau

Parlamentarische Republik

1.5 Einreise- und Zollbestimmungen

Rumänien ist seit dem 01.01.2007 Mitglied der EU. Daher ist die Einreise nach Rumänien für europäische Staatsangehörige visumfrei möglich. Zur Einreise genügt der Personalausweis, welcher (wie auch alle anderen Einreisedokumente) noch sechs Monate gültig sein sollte.

Der deutsche Kinderausweis wird für Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr anerkannt. Ab dem 10. Lebensjahr ist ein Lichtbild erforderlich.

Kinder können auch bis zum vollendeten 16. Lebensjahr in den Reisepass der Eltern eingetragen sein; hier ist ebenfalls ab dem vollendeten 10. Lebensjahr ein Lichtbild erforderlich. Die Einreise eines Kindes, das im Reisepass eines Elternteils eingetragen ist, ist nur zusammen mit diesem Elternteil möglich.

Reist ein Minderjähriger allein oder in Begleitung einer nicht sorgeberechtigten Person, so ist für die Begleitperson eine notarielle Vollmacht des oder der Sorgeberechtigten erforderlich. Gleiches gilt, wenn ein Minderjähriger in Begleitung nur eines der sorgeberechtigten Elternteile reist (notarielle Vollmacht des anderen Elternteils). Die Einreise eines alleinreisenden Minderjährigen kann weiterhin verweigert werden, wenn zu befürchten steht, dass sein Aufenthalt Unterhaltsleistungen des rumänischen Staats erforderlich machen könnte.
Die Einreise mit vorläufigen Dokumenten ist möglich.

Eine Pflicht ausländischer Staatsangehöriger zur behördlichen Registrierung besteht nicht. Der Aufenthalt kann von der zuständigen rumänischen Ausländerbehörde über 90 Tage hinaus verlängert werden; der Antrag ist spätestens nach 60 Tagen zu stellen. Verspätete Antragstellung wird mit einer Geldbuße zwischen 100 und 500 Lei (26-130 Euro) geahndet. Für die Verlängerung des Aufenthalts, die zunächst in Stempelform erteilt wird, ist ein Reisepass erforderlich.
Probleme aufgrund von Visa anderer Staaten, die im Reisedokument angebracht sind, bestehen nicht.

Die Einfuhr von Devisen ist zwar in unbegrenzter Höhe möglich, jedoch besteht bei Ein- und Ausreise ab 10.000 USD Meldepflicht. Diese Summe kann sich kurzfristig ändern. Devisen sollten bei offiziellen Wechselstuben (nicht auf der Straße) getauscht werden.

Jagd- und Schusswaffen (zur Nutzung als Sportwaffen) sowie die dazugehörige Munition müssen beim Grenzübertritt deklariert werden. Dies gilt auch für Gaspistolen, die in Deutschland von Volljährigen genehmigungsfrei erworben und mitgeführt werden können. Die Einfuhr aller anderen Waffen und Munition ist verboten. Die Nichtbeachtung wird strafrechtlich verfolgt.

Für weitere Einzelheiten beachten Sie bitte auch die Hinweise auf der Homepage des rumänischen Zolls unter: www.customs.ro.

Militärische Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Das Fotografieverbot wird in der Regel durch ein Schild kenntlich gemacht.

Wird gegen einen Ausländer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, so kann von den rumänischen Strafverfolgungsbehörden ein Ausreiseverbot verhängt werden, das erst aufgehoben wird, wenn die Angelegenheit geklärt ist. Dies kann Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Es wird empfohlen, in diesen Fällen mit einer deutschen Auslands-vertretung Kontakt aufzunehmen. (Quelle: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Rumaenien/Sicherheitshinweise.html#t5)

 

1.6 Währung und Geldwechsel

Der Leu (Plural: Lei) ist das offizielle Zahlungsmittel in Rumänien. Leu ist das rumänische Wort für Löwe und die Bezeichnung der Währung wird darauf zurückgeführt, dass im 17. Jahrhundert in den rumänischen Fürstentümern niederländische Löwentaler zirkulierten. Ein Leu ist in 100 Bani (Singular: Ban) unterteilt. Bani bedeutet im rumänischen Sprachgebrauch auch ganz allgemein Geld.

Am 1. Juli 2005 führte die Rumänische Nationalbank den Neuen Rumänischen Leu ein. 1 Neuer Rumänischer Leu entspricht 10.000 Alten Rumänischen Lei. Der Wechselkurs für den Neuen Rumänischen Leu wird seit dem 1. März 2005 von der rumänischen Nationalbank zu Informationszwecken veröffentlicht. Preise werden derzeit noch vielfach in alten und neuen Lei parallel angegeben. Die neuen Scheine entsprechen weitgehend der Gestaltung der alten, sind jedoch etwas kleiner. Die alten Münzen und Banknoten behielten bis Ende 2006 ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel. Sie werden ab dem 01.01.2007 nicht mehr angenommen. Der bisherige ISO-4217-Code lautet ROL; der neue RON. Mit dem neuen Leu hat die Untereinheit Bani wieder praktische Bedeutung gewonnen. Es sind Banknoten zu 1, 5, 10, 50, 100, 200 und 500 Lei und Münzen zu 1, 5, 10 und 50 Bani im Umlauf.

Die Einführung der neuen Währung war mit einer Änderung der Geldpolitik verbunden. Die rumänische Zentralbank führt nun eine direkte Inflationssteuerung durch. Die Rumänische Nationalbank hat sich als Ziel gesetzt, den Euro als offizielle Währung zwischen 2012 und 2014 einzuführen.

Da der Wechselkurs immer noch Schwankungen unterliegt, sollte man den Kurs tagesaktuell nachschauen. Aktuelle Wechselkurse sind im Internet unter www.oanda.com/convert/classic einzusehen.

Devisen sollten nur bei offiziellen Wechselstuben und in Banken, und auf gar keinen Fall auf der Straße, getauscht werden.

1.7 Gesundheit

Empfohlene Impfungen

Es wird empfohlen sich gegen Hepatitis A und gegebenenfalls B impfen zu lassen. Dies wird für Kinder generell empfohlen. Außerdem besteht im Sommer die Möglichkeit einer Infektion mit Borreliose oder Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Einen allgemeinen Schutz gegen Borreliosebieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Gegen die FSME kann man sich impfen lassen, was insbesondere bei Langzeitaufenthalten oder für Risikogruppen empfehlenswert ist.

In den Sommermonaten der letzten Jahre sind vermehrt Fälle von Encephalitis bekannt geworden. Übertragen werden die Viren vom Typ West-Nile durch Mücken, die häufig in feuchtwarmen, schattigen Gebieten (Seen und Wälder) vorkommen. Hier ist konsequenter Mückenschutz (Kleidung, Verhalten, Schutzmittel) sinnvoll.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u. a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

 
Medizinische Versorgung

Bei Essen in Restaurants sollte auf die hygienischen Verhältnisse geachtet werden. Vom Genuss ungefilterten Leitungswassers wird abgeraten. Wird dieses als Trinkwasser genutzt, so sollte es zusätzlich abgekocht werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. In der EHIC ist allerdings kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs temperaturgerecht geschützt werden.

 

1.8 Botschaften und Konsulate

Botschaft von Rumänien – Ambasada României
Adresse: Dorotheenstraße 62-66, 10117 Berlin
Telefon: 030 21239202, -203
Fax: 030 21239399
E-Mail: io4if4if4ii4ic4ie4i@4ir4iu4im4ia4ie4in4ii4is4ic4ih4ie4i-4ib4io4it4is4ic4ih4ia4if4it4i.4id4ie4
Bürozeiten: Mo., Mi., und Fr. 09.00 - 12.00 Uhr

 

 

 

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Adresse: Strada Av. Cpt. Gheorghe Demetriade 6 - 8, 011849 Bucuresti, România
Telefon: +40 21 20298-30, -53
Fax: +40 21 23058-46, 20298-69
E-Mail: rb4ro4rt4rs4rc4rh4ra4rf4rt4r@4rd4re4ru4rt4rs4rc4rh4re4rb4ro4rt4rs4rc4rh4ra4rf4rt4r-4rb4ru4rk4ra4rr4re4rs4rt4r.4rr4ro4
Website: www.bukarest.diplo.de
Telefon für dringende Notfälle: +40 721 374 786

 

 

 

Die Adressen sämtlicher Konsulate und der Außenstellen können unter www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Rumaenien.html bei Vertretungen Rumänien und Deutsche Vertretungen abgerufen werden.
 

1.9 Wichtige Telefonnummern

Notrufnummern:

Rettungsdienst: 961, Feuerwehr: 981, Polizei: 9551, Taxi: 953, ADAC-Auslandsstation in Rumänien: 021-2234525, Rumänische Automobilclub ACR: 927
Telefonauskunft: 951
Landesvorwahl von Deutschland nach Rumänien: +40
Landesvorwahl von Rumänien nach Deutschland: +49
 

Nutzbarkeit deutsche Mobiltelefone:

GSM 900/1800 Mobilfunknetz. Hauptanbieter die auch mit den meisten deutschen Anbietern Roaming-Verträge haben: Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Orange Romania SA und Vodafone Romania S.A.. Genauere Informationen können unter www.gsmworld.com/roaming/gsminfo/cou_ro.shtml abgerufen werden.

 

2. Reiseinformationen

2.1 Tourismus

Der Tourismus spielt nach der Öffnung Rumäniens für den internationalen Reiseverkehr eine zentrale wirtschaftliche Rolle. Pro Jahr kommen derzeit über 1,5 Millionen ausländische Touristen, um die interessanten Kulturstätten (siehe Welterbestätten) und die weitläufige Natur Rumäniens zu sehen. Der Tourismus innerhalb des Landes nimmt im Moment sogar einen noch höheren Stellenwert ein. Es werden über 6 Millionen inländische Gäste pro Jahr verzeichnet. Dabei werden insbesondere die Karpaten, ihrer unberührten Natur wegen, und die Schwarzmeerküste, als Sonnen- und Strandurlaubsziel, stark frequentiert.

Trotzdem hat der Massentourismus Rumänien noch nicht entdeckt. In den zentralen Touristenorten an der Schwarzmeerküste und auch in Bukarest kann es, gerade in der Hauptsaison, schon sehr voll werden. Aber dafür gibt es in anderen Regionen des Landes auch noch einige Refugien, die touristisch kaum erschlossen sind, und wo man schon ein paar Brocken Rumänisch sprechen können sollte, wenn man sich verständigen will. Und selbstverständlich gibt es auch den Mittelweg, Regionen die schon auf Touristen eingestellt sind, in denen manche Leute auch Englisch oder häufig sogar Deutsch sprechen, die aber noch verhältnismäßig unverbraucht sind. Und weil es um das Land über einige Jahrzehnte infrastrukturell sowieso nicht besonders gut bestellt war, macht man jetzt aus der ehemaligen Not eine Tugend. Der Ökotourismus boomt. Wenn man neue touristische Domizile plant macht man das meist richtig und denkt tatsächlich an Nachhaltigkeit. Die Wiesen und Weiden wurden seit je her mit der Sense gemäht oder nur durch die Schafzucht kurz gehalten, also behielt man das bei. Und im Donaudelta fahren vermehrt Boote mit Elektromotoren, die weniger Lärm machen und keine Abgase produzieren. Die Rumänen sind unheimlich stolz auf ihre Landschaft und unverbrauchte Natur und zeigen diese auch gerne Besuchern. Überall werden geleitete Naturführungen angeboten. Dabei stehen natürlich besonders die vielen Nationalparks im Mittelpunkt. Naturtouristen kommen in Rumänien voll auf ihre Kosten.

Wenn die touristische Entwicklung Rumäniens so weiter geht, ist das Land auf dem richtigen Weg. Natürlich gibt es noch einige Sünden aus den sozialistischen Zeiten zu beseitigen, aber was bisher getan wurde macht Mut für die Zukunft. Der Beitritt Rumäniens zur EU ist ein weiteres wichtiges Signal dafür, dass man sich in die richtige Richtung bewegt. Auch für die Bevölkerung, von der, was man nicht verschweigen sollte, ein großer Teile im Vergleich mit Westeuropa immer noch ziemlich arm ist. Es gibt also noch viel zu tun, aber man darf positiv gespannt sein wie sich Rumänien weiterentwickelt.

Auch kulturorientierte Touristen gehen in Rumänien nicht leer aus. Revueshows gibt es mittlerweile in nahezu jeder größeren Stadt. Sie bieten meist ein recht eigenwilliges Programm. Kulturell gesehen hat Rumänien, zumindest in Sachen Theater, einiges zu bieten: Im Nationaltheater in Bukarest werden Stücke von traditionell bis ultramodern aufgeführt. Nationaltheater und Opernhaus in Cluj-Napoca sind in einem Prachtbau aus dem Jahr 1906 einquartiert. Mindestens einen Abend sollte man im Kasino in Constanta verbringen. Dieses stammt noch aus der Zeit König Carol I., der Constanta Anfang des 20. Jh. das Image eines mondänen Badeortes verschaffen wollte.

Folklorefans sind mit Rumänien als Urlaubsgebiet ebenfalls gut beraten. Fast das ganze Jahr hindurch wird gefeiert. Besonders hervorzuheben sind die Maramures-Umzüge in einigen Dörfern in Siebenbürgen: Ein geschmückter Pflug wird durch das Dorf geführt, begleitet von den Bewohnern, die mit Glöckchen, Peitschen und Trommeln ausgerüstet sind. Auf gar keinen Fall verpassen sollte man das orthodoxe Osterfest, das in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag gefeiert wird. Der Mädchenmarkt am Gainaberg im Juli wird als richtiges Folklorefestival gefeiert, und von seinen Ursprüngen als Treffpunkt für Heiratswillige aus der Region ist nichts mehr zu bemerken.

 

2.2 Tourismus-Informationen

Die aus anderen Ländern bekannten klassischen Touristen-Informations-Center gibt es in Rumänien (noch) nicht. An den Flughäfen gibt es aber Schalter an denen Informationsbroschüren ausliegen. Ansonsten findet man Infomaterial z.B. in den Lobbys von Hotels oder bei den lokalen Reisebüros („Travel-Agencies“). Wegbeschreibungen zu besonderen Sehenswürdigkeiten der Region und Informationen über diese kann man bei der örtlichen Bevölkerung erfragen.

 

Vorabinformationen können über zwei Fremdenverkehrsämter in Deutschland bezogen werden.

 

Fremdenverkehrsamt Rumänien in Berlin
Adresse
: Budapester Straße 20 a, 10787 Berlin
Kontakt: Frau Ioana Nan
Telefon: 030/24 19 04 1
Fax: 030/24 72 50 20
E-Mail:
hb8he8hr8hl8hi8hn8h@8hr8hu8hm8ha8he8hn8hi8he8hn8h-8ht8ho8hu8hr8hi8hs8hm8hu8hs8h.8hd8he8

Fremdenverkehrsamt Rumänien in München
Adresse
: Dachauer Str. 32-34, 80335 München
Kontakt: Frau Adina Secara
Telefon: 089/51 56 76 87
Fax: 089/51 56 76 89
E-Mail:
smusuuseusnuscushuseusnus@usrusuusmusauseusnusiuseusnus-ustusousuusrusiussusmusuussus.usduseu

2.3 Links zum Thema Tourismus

www.rumaenien-tourismus.de/
www.romaniatravel.com/
www.turism.ro/deutsch/index.php
www.europa-auf-einen-blick.de/rumaenien/index.php
www.tourismus.de/guide/country__Rum%C3%A4nien/cc__rom/content.html
www.osteuropa-infoseite.de/rumaenien.htm
destinia.com/guide/die-welt/europa/rumanien/1-30004-30184/main/de
www.derreisefuehrer.com/country/235/general_information/Europa/Rum%E4nien.html
www.rennkuckuck.de
laender.lexas.de/r/rumaenien/rumaenien.htm

Eine Menge Links zu verschiedenen Themen, die Rumänien betreffen, gibt es unter:
www.karpatenwilli.com/links.htm

2.4 Verkehr

Einreise

 

1. Bahn:
Alle aktuellen Zugverbindungen kann man sich – auf Wunsch mit allen Zwischenhaltestellen – über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn anzeigen lassen (reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn). Zu beachten ist, dass dabei natürlich auch Verbindungen vorgeschlagen werden, bei denen man durch Länder reist, für die ein Visum nötig ist. Man sollte also den Zuglauf beachten. Informationen zu den entsprechenden Ländern finden Sie auf traveleast.eu jeweils unter Punkt 1.5 (Einreise- und Zollbestimmungen).

 

2. Bus:
Eurolines-Busse (Website: www.eurolines.com) verkehren zwischen Bukarest und Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg, München und Wien. Fahrplan- und Tarifinformationen sind bei der rumänischen Eurolines-Generalvertretung (Eurolines Romania, Website: www.eurolines.ro) oder der Eurolines-Vertretung in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M., Telefon: (069) 79 03 50, Fax: (069) 790 32 19, E-Mail: service@deutsche-touring.com, Website: www.deutsche-touring.com) erhältlich.

Mit dem Bus nach Rumänien zu reisen dauert lang und ist mit Sicherheit nicht die bequemste Alternative, dafür ist es wahrscheinlich der billigste Weg nach Rumänien zu gelangen.

 

3. Auto:
Die beste Verbindung von Westeuropa nach Rumänien führt von Deutschland aus über Österreich und Ungarn. Die E64 in Ungarn führt von Budapest nach Szeged und in Rumänien über Arad, Brasov, Campina und Ploiesti nach Bukarest; von dort führt eine Straße nach Timisoara. Die E60 ist die am häufigsten benutzte Strecke von Deutschland nach Rumänien, über Oradea, Cluj und Brasov nach Bukarest. Bei Pannen hilft der rumänische Automobilclub ACR(Website: www.acr.ro) weiter, der unter der Rufnummer 927 zu erreichen ist. Für Pkw besteht auf den Straßen Rumäniens Vignettenpflicht. Die Vignette ist ab dem Kauf ein Jahr gültig. Erhältlich ist sie an Grenzübergängen, Tankstellen (PETROM, ROMPETROL und MOL) sowie bei Straßenbauämtern. Das Tankstellennetz ist gut ausgebaut. Kreditkarten werden an den Tankstellen nicht akzeptiert.

Allerdings sollte man zahlreichen Berichten zufolge als ausländischer Fahrer in Rumänien immer noch sehr aufmerksam und vorsichtig sein. Überfälle, willkürliche Kontrollen und fingierte Unfälle kommen offenbar immer noch vor, wenn auch deutlich seltener als früher. Ganz zu schweigen vom irrsinnigen Verkehr in der Hauptstadt.

Mitführen sollte man immer den Führerschein, den Fahrzeugschein und die Internationale Grüne Versicherungskarte.

 

4. Schiff:
Die Donau (Website: www.danube-river.org) verbindet Rumänien mit den anderen Ländern die an der Donau liegen. Constanta am Schwarzen Meer ist der wichtigste Passagierhafen Rumäniens. Donaufahrten werden von Passau bzw. Wien zum Schwarzen Meer angeboten. Die Dampfer legen in Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad, Bazias, Giurgiu, Calafat und Bukarest an. Unterwegs kann man historische Städte, Heilbäder und archäologische Ausgrabungsstätten, Folkloredarbietungen und Naturschutzgebiete besuchen. Auf der neuen europäischen Binnenwasserstrecke Rotterdam-Constanta, die den rumänischen Donau-Schwarzmeerkanal einschließt, verkehren Passagierschiffe. Die Linienschiffe steuern Sulina, Tulcea und Braila an, Passagierschiffe gehen in Drobeta-Turnu Severin und Giurgiu vor Anker.

 

 

 

5. Flugzeug:
Rumäniens nationale Fluggesellschaft Tarom(RO)bietet direkte Flugverbindungen von Berlin, Frankfurt, München und Wien nach Rumänien an (Website: www.tarom.de). Flüge von Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München nach Timisoara stellt die Carpatair bereit (Website: www.carpatair.ro). Austrian Airlines (OS) (Website: www.aua.com), Lufthansa (LH) (Website: www.lufthansa.de), Swiss (LX) (Website: www.swiss.ch) und weitere europäische Fluggesellschaften fliegen u. a. Bukarest an.
Die internationalen Flughäfen:

Der internationale Flughafen Bukarest (BUH) (Otopeni) (Website: www.otp-airport.ro) liegt 16 km nördlich der Stadt, d. h. die Fahrzeit beträgt ca. 35 Min.. Die Flughafeneinrichtungen umfassen einen Duty-free-Shop, eine Bank, eine Post, Mietwagenschalter, Gepäckaufbewahrung (24 Std.), eine Tourist-Information, eine Erste-Hilfe-Einrichtung (24 Std.), Hotel-Reservierungsschalter, Bars, Restaurants. Vor dem Flughafen gibt es einen Taxistand. Busverbindung werden von Montag bis Freitag von 05.30 bis 23.40 Uhr und Samstag, Sonntag/Feiertag von 5.30 bis 23.30 Uhr vom Flughafen zum Stadtzentrum mit der Linie 783 angeboten. Abfahrt ist werktags alle 15 Minuten und am Wochenende und an Feiertagen halbstündlich.
Es gibt zwei weitere internationale Flughäfen in Constanta (CND) (Mihai Kogainiceau) und Timisoara (TSR) (Giarmata).

Fortbewegung innerhalb des Landes

Die Rumänische Staatsbahn (Website: www.cfr.ro) ist pünktlich, zuverlässig und preiswert. Manche Züge haben Schlaf- und Speisewagen. Preiszuschlag und Platzreservierung sind für Schnell- und Expresszüge erforderlich. Diese fahren von Bukarest nach Timisoara, Cluj-Napoca, Iasi, Constanta und Brasov. Bei der „Rail Inclusive Tour“-Fahrkarte ist außer dem Transport auch die Unterkunft mit eingeschlossen. Die Zugtüren in rumänischen Zügen befinden sich relativ hoch über dem Bahnsteig, so dass das Einsteigen für Personen mit eingeschränkter Mobilität oft etwas schwierig sein kann. Inter Rail One Country Pass, Balkan-Flexipass undInterRail-Pässe sind gültig.

Auch die entlegensten Orte sind in Rumänien inzwischen mit dem Auto erreichbar. Für Pkw besteht auf den Straßen Rumäniens Vignettenpflicht. Die Vignette ist ab dem Kauf ein Jahr gültig. Erhältlich ist sie an Grenzübergängen, Tankstellen (PETROM, ROMPETROL und MOL) sowie bei Straßenbauämtern. Das Tankstellennetz ist gut ausgebaut. Kreditkarten werden an den Tankstellen nicht akzeptiert. Der rumänische Automobilklub (ACR) hat sein Hauptquartier in Bukarest (Telefon: 92 71) und bietet Mitgliedern ähnlicher Organisationen Pannendienste an. Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Bukarest ist unter der Woche besetzt (Telefon: (021) 223 45 25. Website: www.adac.de). Am Wochenende kann man sich an die Notrufstation in Athen wenden.

Als ausländischer Fahrer sollte man zahlreichen Berichten zufolge in Rumänien immer noch sehr aufmerksam und vorsichtig sein. Überfälle, willkürliche Kontrollen und fingierte Unfälle kommen offenbar immer noch vor, wenn auch deutlich seltener als früher. Ganz zu schweigen vom irrsinnigen Verkehr in der Hauptstadt.

Busse fahren zu fast allen Städten und Dörfern. Taxis können auf der Straße angehalten oder durch die Hotels bestellt werden. Man sollte darauf achten nur Taxis mit Taxameter zu nehmen. Mietwagen kann man am Flughafen oder über die Hotels reservieren. Es wird jedoch empfohlen, einen Mietwagen mit Chauffeur zu buchen, da der Verkehr mitunter recht hektisch ist. Folgende Unterlagen sollte man mit sich führen, wenn man mit dem Auto in Rumänien unterwegs ist, nationaler oder internationaler Führerschein, den Fahrzeugbrief und die Grüne Versicherungskarte. Zusätzlich wird der Abschluss einer Kurzkaskoversicherung empfohlen. Der nationale Führerschein ist für EU-Bürger ausreichend. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder reicht als Versicherungsnachweis eigentlich das Autokennzeichen aus. Dennoch wird auch EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern.

Weitere Verkehrsbestimmungen:
Der Gebrauch von Mobiltelefonen am Steuer ist nur bei Verwendung einer Freisprechanlage erlaubt. Autofahrer müssen immer einen Feuerlöscher im Wagen mitführen. Es gilt absolutes Alkoholverbot. Das Fahren mit Abblendlicht am Tag ist das ganze Jahr über Pflicht.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h (40 km/h für Motorräder);
auf Landstraßen: 90 km/h (60 km/h für Motorräder);
auf Autobahnen: 130 km/h.

2.5 Unterkünfte

Die meisten Jugendherbergen sind nur in der Reisesaison geöffnet, manche aber auch das ganze Jahr über. Weitere Informationen kann man über die folgenden Organisationen erhalten:

 

 

 

Fremdenverkehrsamt für Jugendliche
Adresse: Strada Onesti 4-6, RO-Bucuresti

 

YMCA Hostels
Adresse: Strada Silvestru 33, RO-Bucuresti
Telefon: (01) 210 09 09
Fax: (01) 321 41 34

 

 

 

Youth Hostel Association Romania
Adresse: Casa de Cultura a Studentilor, P-ta Lucian Blaga no. 1, First floor/AITASS, Cluj-Napoca
Telefon/Fax: (0264) 58 66 16
E-Mail: syishisris@ismisaisiislis.isdisnistiscisjis.isrisoi
Website: www.hihostels-romania.ro

 

 

 

Vila Helga Hostel
Adresse: Strada Salcamilor 2, RO-Bucuresti
Telefon/Fax: (021) 610 22 14
E-Mail: sh7se7sl7sg7sa7s@7sr7so7st7sr7sa7sv7se7sl7s.7sc7so7sm7
Website: www.rotravel.com/hotels/helga
 

Auskunft erteilen auch die Touristenämter sowie Spezialveranstalter.

Fremdenverkehrsamt Rumänien in Berlin
Adresse
: Budapester Straße 20 a, 10787 Berlin
Kontakt: Frau Ioana Nan
Telefon: 030/24 19 04 1
Fax: 030/24 72 50 20
E-Mail: 6bf6ef6rf6lf6if6nf6@f6rf6uf6mf6af6ef6nf6if6ef6nf6-f6tf6of6uf6rf6if6sf6mf6uf6sf6.f6df6ef

 

Fremdenverkehrsamt Rumänien in München
Adresse
: Dachauer Str. 32-34, 80335 München
Kontakt: Frau Adina Secara
Telefon: 089/51 56 76 87
Fax: 089/51 56 76 89
E-Mail: 3m43u43e43n43c43h43e43n43@43r43u43m43a43e43n43i43e43n43-43t43o43u43r43i43s43m43u43s43.43d43e4

 

Es gibt ca. 100 Campingplätze in Rumänien. Die von Mai bis September gültigen Gutscheine erhält man bei bevollmächtigten Reiseagenturen.

 

Hotelgutscheine sollten von Reiseagenturen gekauft werden, die Vertragspartner des rumänischen Fremdenverkehrsamtes sind. Die Buchung lässt man am besten durch ein Telex oder Telefax bestätigen, da unbestätigte Buchungen oft nicht anerkannt werden. Hotels werden durch die Vergabe von 1 bis 5 Sternen klassifiziert.

Weitere Informationen erhält man auch von den rumänischen Touristenämtern (s. o.) sowie von der

Romanian Hotel Industry Federation
Adresse: Bulevardul Gheorghe Magheru 7, 3rd Floor, Room 40, RO-70165 Bucuresti
Telefon: (01) 312 05 70
Fax: (01) 311 33 63
E-Mail: ufhuihuhhurhu@hufhuxhu.hurhuoh

2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken

Einkaufsmöglichkeiten

Rumänien ist nach wie vor sehr preiswert. Eine Übernachtung in einfachen, aber meist sauberen Hotels oder Pensionen kostet etwa 10 Euro pro Person im Doppelzimmer. Selbstverpflegung lohnt sich – es sei denn, man wandert in entlegenen Gebieten – in vielen Restaurants kann man schon für zwei bis drei Euro ordentlich essen. Auch Bahnfahren ist günstig: So kostet etwa die Strecke von Braşov nach Bukarest mit dem Schnellzug (Rapid) nur ca. 5 Euro. Auch Taxis sind billig.

Wer keinen besonderen Luxus braucht, trotzdem aber gut essen und einiges sehen will, kommt mit 30 Euro pro Tag sehr gut zurecht. Selbstversorger (Lebensmittel bekommt man fast rund im die Uhr in allgegenwärtigen Alimentare) und Camper zahlen freilich spürbar weniger.

In Rumänien kann man auch ausgezeichnet und, wenn man etwas Geduld zum Vergleichen der Preise mitbringt, auch sehr günstig einkaufen gehen. Einige interessante Souvenir-Artikel die in Rumänien fast überall angeboten werden sind gestickte Tischdecken und Servietten, Kunstgegenstände aus Keramik und Ton, Teppiche, Volkstrachten, Holzschnitzereien, Porzellan, Silbergegenstände und Ikonen. Außerdem kann man Textilien, Schuhe und Handtaschen ganz besonders preiswert einkaufen. Aber auch Gold- und Silberschmuck werden hier nach Gewicht bezahlt und nicht nach künstlerischer Gestaltung und sind deshalb bedeutend billiger als in Westeuropa. Empfehlenswert sind die in den Städten zentral gelegenen Einkaufsmeilen. Hier findet man meist auch einige Markengeschäfte und wundert sich, wie viel günstiger die Sachen in Rumänien angeboten werden können. Gewöhnlich sind die Geschäfte zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet, Supermärkte haben oft auch bis 20 Uhr oder später geöffnet.

 
Rumänische Gastronomie

Wenn man eines in Rumänien nicht machen kann und besser auch nicht versuchen sollte, dann ist das eine Diät. Die Speisen sind durchgehend sehr gehaltvoll und da Fett ja nun mal auch Geschmackträger ist, sind sie meist auch sehr lecker. Wobei Spezialitäten wie Ciorbâ de Burtâ, eine saure Suppe mit Flecken (Rindermagen) oder Creier pane, Paniertes Hirn, garantiert nicht jedermanns Sache sind. Aber die rumänische Speisekarte hat noch viel mehr zu bieten.

Trotz erheblicher regionaler Unterschiede gibt es einige Nationalgerichte. Zum Beispiel Suppen wie Ciorbã de perisoare (Fleischklößchensuppe), Lamm-Bors, Suppe aus Geflügelklein, Ciorbã Tãrãneasc (Sauerkraut-Gemüsesuppe, serviert mit saurer Sahne) und zahlreiche Fischsuppen. Außerdem viele verschiedene Fleischgerichte wie Tocana, ein Gulasch aus Schweine-, Rind- oder Hammelfleisch mit Zwiebeln, Mititei, eine Holzkohlen-Grillplatte aus Gehacktem, Čevapčiči sehr ähnlich, Patricieni, auf Holzkohle gegrillte Würstchen und Moldauer Parjoale, scharf gewürzte und reich garnierte Buletten. Auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten, mit z. B. Ghiveci, einer Gemüseplatte die aus über 20 verschiedenen gebratenen und kalt servierten Gemüsearten besteht, oder Sarmale (Kohlrouladen) und auch gedünstete gefüllte Weinblätter stehen oft auf der Speisekarte. Fischgerichte wie Nisetru la gratar, gegrillter Stör aus dem Schwarzen Meer, Raci, Flusskrebse und Scrumbii la gratar, gegrillter Hering, sind ebenfalls zu empfehlen. Beilage ist ziemlich oft Mâmâligâ, eine Art Polenta, die mit Soße oder auch mit Brânză, salzigem Schafkäse, serviert wird. In jedem Restaurant wird man gefragt, ob man zu seinem Essen Pâine oder auch Pîine (Brot) haben möchte.

An Getränken werden häufig regional verschiedene Sorten von Tuicã (Pflaumenschnaps) zu den Vorspeisen serviert. Rumänische Weine wie Pinot Noir und Chardonnay von den Murfatlar-Weingütern haben einen guten Ruf. Die Grasa- und Feteasca-Weine, das sind einheimische Rebsorten, der Cotnari-Weingüter (Moldau) sowie rumänisches Bier sollte man ebenfalls mal probiert haben. In der Südbukowina, z. B. Suceava, gibt es auch gute Kirsch- und andere Liköre. Kaffee und Espresso werden immer häufiger getrunken. Dabei wird der Kaffee oftmals schon mit Zucker aufgekocht und ist deshalb von vornherein süß.

2.7 Links: Weitere Informationen

www.de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nien
www.tabibito.de/balkan/rumaenien.shtml
www.auswaertiges-amt.de - Reiseinformationen über Rumänien
www.wetteronline.de - Reisewetter
www.viamichelin.de - Reiseroutenplanung
www.bahn.de - Deutsche Bahn
Links zum Thema Bukarest:
www.geocities.com/~bukarest/romania.html
www.turism.ro/deutsch/bukarest.php
Links zum Thema Transsilvanien:
www.transylvania.net
www.transylvaniatravel.net/ - Transsilvanien – Kurzinfos
www.transylvaniatravel.from.ro - Seite auf Englisch
 

3. Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik

Nachfolgend die Adressen einiger Jugendverbände- und organisationen.

 

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien (ADJ)
Vorsitzender: z.Z. vakant (Vorstand kommissarisch)
Geschäftsführer: Winfried Ziegler
Geschäftstelle:
str. Gen. Magheru 1-3
RO-550185 Sibiu
Tel./Fax: +40/269/21.35.58
E-Mail: jacjdcjjcj@cjacjrcjtcjecjlcjecjccjocjmcj.cjncjecjtc

Deutsches Forum der Banater Jugend
Vorsitzende: Sorana Beica
str. Gh. Lazar 10-12
300080 Timisoara
Tel./Fax: 0256/49.92 21
E-Mail: 9dp9fp9bp9jp9@p9gp9op9.p9rp9op

Deutscher Jugendverein Siebenbürgen
Vorsitzender : Dr. Johannes Klein
Piata Republicii 16
505200 Fagaras
Tel. 0268/21.19.94
E-Mail: 6dz6jz6vz6sz6@z6dz6jz6vz6sz6.z6rz6oz

Arbeitskreis Banat-JA
Vorsitzende: Pompilia Szellner
str. T. Vladimirescu 17-19
310010 Arad
Tel.: 0257/22.56.11
Fax: 0257/25.53.37
E-Mail: ssbszbsebslbslbsnbsebsrbs@bsrbsdbssbslbsibsnbskbs.bsrbsob

Deutsche Jugendorganisation Sathmar "Gemeinsam"
Vorsitzende: Gabriela Rist
str. Fragilor 1
440073 Satu Mare
Tel./Fax: 0261/71.17.40
E-Mail: hd7hj7hs7h@7hg7ho7h.7hr7ho7

Jugendforum Buchenland
Vorsitzender: Erica Schley
str. Armeneasca 16A
720009 Suceava
Tel./Fax: 0230/52.11.50
E-Mail: pjbpubpgbpebpnbpdbplbpubpsbptbp@bpgbpmbpxbp.bpnbpebptb

Jugendforum Bukarest
Kontakt: Alexandra Panican, Simona Mihalache
str. Batistei 15
020932 Bucuresti
Tel./Fax.: 021/211.32.29
E-Mail: mawmlwmewmxwmawmnwmdwmrwmawm_wmpwmawmnwmiwmcwmawmnwm@wmywmawmhwmowmowm.wmcwmowmmw
5s35y35m35o35n35i35q35m35i35h35@35r35d35s35l35i35n35k35.35r35o3

Youth Hostel Association România
3400 Cluj-Napoca Str
Clabucet Street Nr 2 Bloc P4, Ap 69
Jud.Cluj
Zip 400304
Tel.: (40) (264) 586616
Fax.: (40) (264) 586616
E-Mail: pobpfbpfbpibpcbpebp@bphbpibphbpobpsbptbpebplbpsbp-bprbpobpmbpabpnbpibpabp.bprbpob
www.hihostels-romania.ro

3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Die so genannte volle Geschäftsfähigkeit erreicht man mit 18 Jahren. Nach Vollendigung des 14. Lebensjahres gilt eingeschränkte Geschäftsfähigkeit, das heißt mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten werden Rechtsakte gültig.

Mit 16 Jahren wird die Strafmündigkeit erreicht.
Recht auf Heirat besteht ab 16 Jahren. Mit Heirat wird die volle Geschäftsfähigkeit erlangt.
Jugendliche unter 15 Jahren dürfen nicht lohnabhängig beschäftigt werden.

Eine detaillierte Übersicht über altersbezogene gesetzliche Bestimmungen in Rumänien liegt bisher nicht vor.

3.3 Weitere Informationen

Weitere Informationen und Adressen von Jugendverbänden und Organisationen, sowie zu Kinder- und jugendpolitischen Strukturen sind unter www.dija.de/ (> Länderinfos >Ländername) zu finden.

3.4 Schulsystem und Bildungswesen

Der Vorschulbereich erstreckt sich vom 3. bis 7. Lebensjahr und ist im 7. Lebensjahr Pflicht. Der Besuch ist kostenlos. Es besteht Schulpflicht vom 7. bis zum 15.Lebensjahr dabei verbringen die SchülerInnen die ersten vier Jahre in der Primarschule – 8. bis 11. Lebensjahr und die weiteren vier Jahre in der unteren Sekundarschule – 12. bis 15. Lebensjahr.

Die untere Sekundärstufe wird mit einem Abschlussexamen „certificat de capacitate“ abgeschlossen, das den Besuch der oberen Sekundarstufe und der Post-Sekundarstufe erlaubt.

Mit dem Abschlusszertifikat der oberen Sekundarstufe erwirbt man die Berechtigung an Aufnahmeprüfungen für Universitäten, Akademien o. ä. teilzunehmen.

Die Berufsausbildung in Rumänien findet überwiegend an berufsbildenden Schulen statt. Dennoch enthalten die Ausbildungen auch berufspraktische Anteile. Eine Berufsausbildung dauert zwischen zwei und vier Jahren. Zulassungsvoraussetzungen sind Abitur und das Bestehen einer Aufnahmeprüfung.

Jugendliche, die nicht die Zulassungsbedingungen erfüllen, können an Lehrlingsschulen in ein- bis dreijährigen Kursen eine berufliche Grundqualifikation erwerben. Problematisch für die Berufsausbildung sind vor allem die materiellen Bedingungen und die mangelnde Ausstattung der Schulen und der Betriebe.

4. Natur und Kultur

4.1 Natur und Umwelt

Im Zentrum Rumäniens liegt das Siebenbürgische Hochland, das fast vollständig vom Bogen der Karpaten umgeben ist. An die Südkarpaten schließt im Südwesten Rumäniens das Banater Gebirge an. Westlich davon befindet sich die weite Banater Ebene, die ins Pannonische Becken übergeht. Der Süden des Landes wird von der flachen Walachischen Tiefebene geprägt, die von der Donau als Grenzfluss durchflossen wird und bis auf bulgarisches Staatsgebiet reicht. Im Osten Rumäniens leiten die Ausläufer der Ostkarpaten zum Hochland der Moldau über.

Rumänien hat überwiegend ein gemäßigt kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Es liegt im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima Westeuropas und dem kontinentalen Klima Osteuropas. Die Niederschläge betragen im Bereich der Schwarzmeerküste im Durchschnitt 400 mm pro Jahr, in den höheren Gebirgsgegenden der Karpaten über 1.500 mm pro Jahr.

Ein kurzer Einblick in die Natur Rumäniens:
Es gibt 586 Schutzzonen wovon 13 ausgewiesene Nationalparks sind, 371 geologische Denkmäler, 46 Wirtschaftsreservate, 18 geschützte Landschaften ,11 Bergschutzgebiete und 3 Biosphärenreservate in Rumänien.

Die riesigen Schilfgebiete des Donaudeltas, die verhältnismäßig hohe Dichte an Großraubtieren und die dichten Wälder der Karpaten sind nur einige Beispiele für das große naturräumliche Potential Rumäniens. In weiten Teilen des Landes ist die Natur noch wirklich unberührt und sich völlig selbst überlassen. Hier funktionieren die natürlichen Selbstregulationsmechanismen noch. Wolf, Bär und Luchs, in den meisten Ländern Westeuropa weitgehend gestorben, sind in Rumänien noch häufig anzutreffen. Allein 40 % der europäischen Wölfe leben in Rumänien und die Karpaten werden von rund 1.500 Luchsen bevölkert. Auch Braunbären sind in Rumänien heimisch. Ihre Zahl wird auf ca. 5.500 geschätzt, was bedeutet, dass ca. die Hälfte aller Bären Europas in Rumänien lebt. Außerdem sind in Rumänien wahrscheinlich die unberührtesten Wälder des Kontinents zu finden, was sich unter anderem darin äußert, dass bisher 116 endemische, nur hier zu findende Pflanzen nachgewiesen werden konnten.

4.2 Großschutzgebiete

Leider konnten von manchen National- bzw. Naturparks nur wenig mehr als die Namen recherchiert werden. Die Homepages bzw. weiterführende Informationen waren nur in Rumänisch erhältlich. Das heißt, wer Genaueres zu diesen Parks wissen möchte, muss sich direkt vor Ort informieren lassen oder Informationen über die Fremdenverkehrsämter einholen (Adressen siehe 2.2 Tourismus-Informationen).

 
Naturpark Apuseni

Im Viereck zwischen Oradea und Cluj-Napoca im Norden sowie Alba Iulia und Arad im Süden liegt das Apuseni-Gebirge, auch Westkarpaten oder das Land der Grünen Berge genannt. Um die einzigartig artenreiche Pflanzen- und Tierwelt und auch die Karstlandschaft mit rund 1.500 Höhlen zu schützen, wurde der über 75.000 ha große Naturpark Apuseni eingerichtet.

Nationalpark Calimani

Nahe bei Vatra-Dornei in der Bucovina liegt der Calimani Nationalpark. Der Nationalpark wurde um einen im Durchmesser 10 km großen Krater angelegt. Darin liegt auch die Einzigartigkeit dieses Nationalparks. Er ist aber auch schützenswert, weil er eine äußerst diverses Flora und Fauna beherbergt. Beinahe 76 % des 24.041 ha Parks sind von Wald bedeckt, der von Rottanne und Zierbelkiefer dominiert wird. Der Großteil des Parks ist noch unberührt von Menschenhand. Und obwohl der Park in einer der am dünnsten besiedelten Regionen des Landes liegt, ist er gerade durch den Menschen bedroht. Die größte Bedrohung geht dabei von unkontrolliertem Tourismus und einer ehemaligen und jetzt ungenutzten und unkontrollierten Schwefelmine aus.

 
Nationalpark Ceahlau

Das Ceahláu-Gebirge wird gelegentlich im Volksmund auch als „Olymp der Moldau“ bezeichnet. Seine Wanderwege bestehen aus schmalen, teils abgründigen Pfaden mit malerischen Ausblicken. Höchste Erhebung ist der Berg „Ocolasul Mare“ mit 1.907 m Höhe. Besonders interessant und dieses Gebirge prägend, sind die unzähligen, aus Konglomerat bestehenden Felsentürme, von denen z. B. der „Panaghia“ an die 90 Meter aus der Landschaft herausragt. Das Masivul Ceahláu (Ostkarpaten) liegt im Landesbezirk „Judetul Neamt“ im Osten des Landes. Das Massiv wird im Osten durch den „Lacul Izvoru Muntelui“ (auf dessen östlicher Seite sich das Muntii Stânisoara befindet) begrenzt, im Nordwesten durch das Bistrita-Tal und das dahinter aufsteigende Bistrita-Gebirge, im Westen durch das Hásmas-Gebirge, im Süden durch den Bicaz-Fluss und das dahinter liegende Tarcáu-Gebirge. Der Nationalpark Ceahláu umfasst eine Fläche von 29.000 ha. Die Pflanzenwelt ändert sich mit zunehmender Höhe. Die den steilen Flanken vorgelagerten urigen Mischwälder weisen mitunter sehr alte Baumbestände auf. Mit 1.111 gezählten Pflanzenarten präsentiert das Ceahláu-Massiv 33.27 % des in ganz Rumänien vorfindbaren Pflanzenbestandes. 80 % der Fläche sind bewaldet. Die in den tieferen Zonen vorherrschenden Mischwälder werden in einer Höhe ab 1.200 Meter von Nadelhölzern abgelöst. Vorherrschend ist hier die Bergkiefer. Ferner wachsen hier auch der Wacholder und Heidelbeergewächse. Die Tierwelt bietet alles, was eine unberührte Region der rumänischen Karpaten in der Regel aufweist. Hirsch, Bär, Marder, Luchs, Wildschwein, Fuchs, Wolf, Eichhörnchen, Auerhahn und Adler sind nur die prominentesten Beispiele einer sehr artenreichen Fauna.

 
Nationalpark Cheile Bicazului-Hasmas (Bicaz-Klamm)

Lacul Rosu (der rote See) und Cheile Bicazului (die Bicaz-Klamm) befinden sich im Hasmas-Massiv in den Ostkarpaten, am oberen Lauf des Flusses Bicaz. Sie sind wegen der riesigen Kalksteinwände eine der wichtigsten Bergsteigerregionen Rumäniens und dementsprechend auch überregional bekannt.

Der Kurort Lacu Rosu (900 bis 1.100m) liegt am östlichen Ufer des Lacul Rosu (Roter See) und auf beiden Seiten des Baches Bicaz.

 
Nationalpark Cheile Nerei-Beusnita (Nera-Klamm)

Die Nera-Klamm liegt im Anina-Gebirge im Westen Rumäniens. Vom Fluss Nera auf einer Länge von 18 km in den Kalkstein geschnitten, weist dieses Gebirge schlanke Türme, steile Wände, aber auch breite Waldwiesen auf. Viele Höhlen, merkwürdige Plätze wie Lacul Dracului (Teufelssee), das smaragdfarbene Wasser des Ochiul-Beiului-Sees oder die Beusnita-Wasserfälle sind weitere Sehenswürdigkeiten der Gegend. Die Klamm kann auf einem Pfad durchquert werde, oder für diejenigen, die den Wassersport lieben, mit Schlauchbooten. Für letzteres wird der Monat Mai empfohlen, wenn das Wasser der Nera ziemlich tief ist. Es wird empfohlen nicht unter freiem Himmel zu übernachten und da es keine Schutzhütten gibt, sollte daher ist ein Zelt mitgeführt werden.

 
Nationalpark Cozia

Der Nationalpark Cozia umfasst ein Gebiet rund um den gleichnamigen Berg und das gleichnamige Kloster südlich von Sibiu. Das Kloster Cozia gehört zu einem Klosterkomplex im Olt-Tal, das von „Mircea cel Mare“ in der ersten Hälfte des 15. Jh. gegründet wurde. Es ist dem Erzbistum Curtea de Arges untergeordnet. Zum Klosterkomplex, der vom Kloster Cozia aus verwaltet wurde, zählten unter anderen auch die Klöster von Cozia Veche (Schitul Sf. Ioan la Piatra), von Valeni, Turnu, Stanisoara und Cornet.

In der Nähe des Eingangs der Kirche, befindet sich ein Votivbild, in dem Mircea cel Mare und sein Sohn dargestellt werden. Die Gebäude der Mönche beherbergen eine interessante Sammlung von Ikonen auf Holz.

 
Nationalpark Domogled-Valea Cernei

Der Nationalpark Domogled-Valea Cernei liegt in Südwestrumänien. Es umfasst eine Fläche von rund60.100 ha von denen ca. 44.500 ha Forstgrundbestand sind. Seine Landschaft wird durch karstige Flächen, Felsen und die Wälder an den steilen Anhänge des Cerna-Tal charakterisiert. Die relative Nähe zu den warmen Gewässern, das Adriatische Meer und das Mittelmeer, und auch der biogenetische Einfluss der Balkanhalbinsel, haben diese Region Rumäniens zu einem Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten gemacht, die es sonst in Rumänien nirgendwo gibt. Innerhalb des Nationalparks sind noch mal sieben Naturschutzgebiete höchster Priorität ausgewiesen worden, die nur von Wissenschaftlern betreten werden dürfen.
Das bekannteste von diesen ist das SchutzgebietDomogled. Es ist eines des ältesten und wertvollsten des Landes und wurde schon 1932 Prof. Alexandru Borza beschrieben.

Der Nationalpark eignet sich sehr für ausgedehnte Wanderungen.
 

Biosphärereservat Donaudelta

Das Donaudelta ist das Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer und, nach dem Wolgadelta, das zweitgrößte Flussdelta Europas und liegt rund 240 km nordöstlich von Bukarest. Es besteht aus vier Hauptarmen (Chilia, Tulcea, Sulina und Sfântu Gheorghe) und unzähligen Seitenarmen. Dazwischen liegen dichte Röhrichtbestände und auf diversen Altarmen und Seen kann man schwimmende Inseln sehen. Diese Inseln werden „Plaur“ genannt. Auf einer Unterlage, die aus Rhizomen des Schilfrohres besteht, wächst eine Pflanzengemeinschaft, auf der das Schilfrohr vorherrscht, es gibt aber auch manchmal Bäume darauf. Meist schwimmt das Plaur, es kann sich aber auch am Seegrund verankern. Zum Biosphärereservat Donaudelta gehören aber auch Auwäldern und Trockenbiotope auf Dünen. Das 500.000 ha große, weltweit einmalige Ökosystem ist Europas größtes Feuchtgebiet, es gilt als größtes zusammenhängendes Schilfrohrgebiet der Erde und ist der Lebensraum von über 4.000 Tier- und über 1.000 Pflanzenarten. Urtümliche Galeriewälder aus Eichen, Weiden und Pappeln säumen die Ufer des Donaudeltas. Hier kommen über 340 Vogelarten vor, wovon 170 auch hier brüten. Eine herausragende Bedeutung hat das an das Delta unmittelbar südlich anschließende 900 km² große Lagunensystem „Razim-Sinoie“. Es besteht aus mehreren Brackwasserseen, die durch Schwemmland voneinander getrennt und von ausgedehnten Flachwasserbereichen, Windwattflächen und Schilfzonen geprägt werden. Die Gewässer werden von rund 150 Fischarten bevölkert. Während eines Frühjahrszuges wurden mehr als 50.000 Watvögel und 25.000 Schwimmenten im Lagunensytem gezählt. Dort existieren auch wichtige Brutpopulationen weltweit vom Aussterben bedrohter Arten wie Krauskopfpelikan, Moorente oder Zwergschabe. Am 5. Juni 2000 verpflichteten sich die Regierungen Rumäniens, Bulgariens, Moldawiens und der Ukraine zum Schutz und zu der Renaturierung der Feuchtgebiete entlang der etwa 1.000 Kilometer langen unteren Donau. Dieser „Grüne Korridor“ wurde damit zum größten grenzüberschreitenden Schutzgebiet Europas.

 

Nationalpark Măcinului-Gebirge

Der
Nationalpark Măcinului-Gebirge liegt 50 km westlich des Donaudeltas und ist für seine reiche Reptilienfauna bekannt.

Nationalpark Maramures-Gebirge

Die Maramures ist wohl die ursprünglichste Region Rumäniens und wird auch als lebendiges Museum der guten alten Zeit angesehen. In dieser Region liegt auch der nach dem Donau-Delta zweitgrößte Nationalpark des Landes – der Maramures-Gebirge Nationalpark. Gleich südlich davon liegt der Rodna-Gebirge Nationalpark. Neben so viel Ländlichkeit, Tradition und Natur pur gibt es in der Maramures auch zwei Städte: Sighetu Marmatiei, die alte, und Baia Mare, die neue Hauptstadt der Maramures.

Nationalpark Piatra Craiului (Königstein)

Der Nationalpark Königstein (Piatra Craiului) in den Karpaten umfasst sowohl bewirtschaftete Flächen als auch eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete.

Im Herzen Rumäniens, umgeben von der gewaltigen und faszinierenden Gebirgslandschaft der Karpaten, liegt Transsylvanien (Siebenbürgen). Mehr als ein Drittel aller Wölfe, Bären und Luchse leben hier, im größten europäischen Schutzgebiet, das für diese Wildtiere eingerichtet wurde. Auf den Wanderungen durch den Piatra Craiului (Königsstein) Nationalpark, ein beeindruckendes Kalksteingebirge, kann man alles Wissenswerte über diese Großräuber erfahren und gezielt nach ihren Spuren suchen. Die Gegend ist auch die Heimat von seltenen Vogelarten wie Haselhuhn, Dreizehenspecht und Habichtskauz. Im imposanten „Zarnesti Canyon“ brüten Alpenseger und Mauerläufer und seltene Pflanzen wie Edelweiß, Eisenhut und verschiedene Glockenblumenarten wachsen dort. Die Region hat aber auch einige Kulturgüter zu bieten, wie die Törzburg (Schloss von Graf Dracula), Wehrkirchen aus dem Mittelalter und die Altstadt von Brasov (Kronstadt). Alle angebotenen geführten Wanderungen dauern 5 bis 6 Stunden, wobei der maximal zu überwindende Höhenunterschied 600 m beträgt.

 
Nationalpark Retezat

Die transsilvanischen Alpen im Herzen Rumäniens beherbergen den ältesten Nationalpark Rumäniens und der gesamten Karpaten, den Nationalpark Retezat. Der Park wurde 1935 gegründet und umfasst eine Fläche von 38.047 ha. Das abwechslungsreiche Landschaftsbild wird von zahlreichen über 2.000 m hohen Gipfeln, Gletscherseen, Blockfeldern, Mooren und Wasserläufen geprägt. Die reichen Waldbestände umfassen dichte Wälder aus Hainbuchen, Traubeneichen und Walnuss in den tieferen Lagen, darüber Buchen- und Mischwälder, anschließend Nadelwälder aus Zirbelkiefern bis hinauf zur Baumgrenze.

Die Flora des Gebiets umfasst mehr als 1.100 Pflanzenarten. An Tieren sind u. a. Gämsen, Murmeltiere, Luchse, Wölfe und Braunbären anzutreffen. Außerdem kommen hier noch Kolkrabe, Steinadler und Tannenhäher vor. Insgesamt brüten rund 120 Vogelarten auf dem Gebiet des Parks. Und 55 Säugetierarten wurden im Nationalpark gezählt, d. h. 26 % der Säugetierarten die auf dem Festland leben kommen im Park vor. Aber auch für seine hohe Invertebratenartenzahl ist der Nationalpark bekannt. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die Schmetterlinge ein, denn der Park wurde auch zu einer primären Schmetterlingsschutzzone erklärt.

 
Nationalpark Rodna-Gebirge/Muntii Rodnei

Das Rodna-Gebirge ist ein Hochgebirge und liegt als Teil der Ostkarpaten zwischen den Bezirken Maramures und Bistrita-Násáud. Begrenzt wird es im Westen vom Setref-Pass (817 m) und im Osten durch den Rotunda-Pass (1.271 m), dem sich das Suhard-Gebirge direkt anschließt. Während die Hanglagen auf der nördlichen Seite oft steil ansteigen, so fällt das Bergland im Süden oft über sich weit erstreckende Seitenkämme allmählich ab. Bis auf wenige weitere Ausnahmen bestimmt durchgehender Grasbewuchs den Kammverlauf des Gebirges. Im Bereich des Puzdrele führen die Wanderweg teils durch dichte Krüppelkieferbestände. Ansonsten kommen Alpenrose, Blaubeere, Bergpreiselbeere, Edelweiß, Trollblume, Gelber Enzian, Habichtskraut und Bärenklau vor. Auch Braunbären, Gämsen, Hirschen, Wildschweinen, Rehen, Wölfen, Luchsen und Adlern kann man im Nationalpark begegnen. Auf dem gesamten Kammverlauf des Rodna-Gebirges gibt es keinerlei Unterkünfte.

 

Nationalpark Semenic-Cheile Carasului (Semenic/Caras-Klamm)

Die Semenic-Berge sind ein Teil der südlichen Gruppe der Westkarpaten, deren höchste Gipfel Piatra Goznei (1.447 m) und Semenik (1445 m) sind. In ihnen befindet sich auch ein wichtiger hydrogeographischer Knotenpunkt, ,,das Wasserschloss von Banat”, wo Temesch, Nera, Barzava und ein paar weiter Flüsse entspringen.

4.3 Welterbestätten

Biosphärenreservat Donaudelta (N/1991)

Beschreibung siehe oben

Dörfer und Wehrkirchen in Transsilvanien (Siebenbürgen) (K/1993; 1999 erweitert)

Die transsilvanischen Dörfer mit ihren Wehrkirchen geben ein lebendiges Bild des Kulturlandes im südlichen Transsilvanien wieder. Die sieben zum Welterbe zählenden Ortschaften, welche von den transsilvanischen (siebenbürger) Sachsen gegründet wurden, zeichnen sich durch ein besonderes landwirtschaftliches System aus. Das spezielle Siedlungsmuster und die Organisation der familiengeführten Höfe blieben seit dem späten Mittelalter bis heute erhalten. Die Orte werden von großen verstärkten „Wehrkirchen“ dominiert, die den Baustil vom 13. bis ins 16. Jahrhundert sehr gut illustrieren.

Kloster Horezu (K/1993)

Das im Jahre 1690 in Valachien von Prinz Konstantin Brancovan gegründete Kloster Horezu ist ein Meisterwerk des Stils, der später Brancovanstil genannt wurde. Er ist deshalb besonders bemerkenswert, weil er eine geradlinige und auf Gleichgewicht bedachte Architektur („norditalienische Renaissance“) mit einer religiösen Gliederung, einer Vielzahl an sehr detaillierten Bildhauerarbeiten, Votivporträts und einer reichen gemalten Dekoration („byzantinischer Prunk“) kombiniert. Diese Dekoration erinnert noch heute daran, dass die Kunstakademie von Horezu im 18. Jahrhundert in der ganzen Gegend sehr berühmt war.

Bemalte Kirchen in der nördlichen Moldau (K/1993)

Die Klöster Nordmoldawiens sind als geistige Bollwerke gegen den vorrückenden Islam gebaut worden. Nach dem Fall Konstantinopels an die Türken, Mitte des 15. Jahrhunderts, sah sich Rumänien als letzte christliche Bastion des Abendlandes. Der Kampf gegen die irdischen Feinde, gegen Türken, Tartaren und Sarazenen war für die Moldawier wie jener Kampf, den der Gläubige gegen den Teufel zu kämpfen hat. Der ganze Kosmos ist in diesen Kampf einbezogen. Aus diesem Glauben heraus wurden damals die schönsten Klöster Moldawiens erbaut. Sieben von ihnen zählen zum Weltkulturerbe, darunter Humor, Voronet, Sucevita und Moldovita. Um die Fülle des Glaubens darzustellen, wurden die Klosterkirchen nicht nur innen bemalt, sondern auch außen. Es gibt keinen Zentimeter Wand, der unbemalt ist. Das war damals neu und einzigartig. Einzigartig ist auch die Art, wie die Bilder komponiert wurden, wie Architektur und Fresko eine innere Einheit bilden. Um die Farben wetterfest zu machen, wurden sie mit Kasein angemischt. Ihre Leuchtkraft hat bis heute nicht nachgelassen. Die Fresken außen verweisen auf die Bilderwelt im Innern. Innen und Außen werden so eins. Die Bilder sind flächig gemalt, geradezu ikonographisch. Denn nach orthodoxer Tradition kann nur das zweidimensionale Bild den Blick für die Ewigkeit weiten. Die heiligen Frauen und Männer auf den Wänden schauen aus dieser Ewigkeit den Besucher an. Sie atmen Ruhe, ihre Gesten sind knapp und streng, dennoch durchzieht eine innere Bewegung diese ganze Schar der Heiligen, Engel, Mönche, Bischöfe und Apostel, die die Wände bevölkern.

Festungsanlagen der Daker in den Bergen von Orastie (Broos) (K/1999)

Auf dem Kirchplatz in Orastie steht eine kraftvolle Skulptur, die Burebista, den König der Daker darstellen soll. Die Daker (ein Stamm der Thraker) besiedelten Transsilvanien viele Jahrhunderte lang, bis die Römer sie im Kampf (106 n. Chr.) besiegten und das Gebiet zu einer römischen Provinz erklärten.
In den Bergen südlich der Stadt, den Orastie-Bergen, lag inmitten der wunderschönen Landschaft das Zentrum des Dakerreiches, die Hauptstadt Sarmizegetusa, sowie viele weitere Festungen, welche den Zugang zur Hauptstadt versperren sollten.

Die Römer zerstörten unter Kaiser Trajan (89-117 n. Chr.), der diesen Feldzug persönlich leitete, die Hauptstadt der Daker und ihre Festungen und siedelten die Bewohner um. Doch einige beeindruckende Reste von Sarmizegetusa und einzelnen Festungen sind erhalten geblieben oder in den letzten Jahrzehnten wieder ausgegraben worden.
Diese Reste des untergegangenen Volkes wurden als derart bedeutsam eingestuft, dass die UNESCO sie 1999 zum Weltkulturerbe erklärte.

Holzkirchen von Maramures (Marmarosch) (K/1999)

Außer Steinkirchen waren in der Maramuresch seit den ältesten Zeiten Holzbauten weit verbreitet; bis heute sind zahlreiche Holzkirchen, wahre Meisterwerke ihrer Bauart, erhalten. Die Maramurescher Holzkirchen, die hauptsächlich aus dem 17.-18. Jahrhundert stammen, spiegeln jahrhundertealte Bautypen wider. Der Grundriss der Maramurescher Holzkirchen verrät die konzeptionelle Einheit eines Bauplans der in der gesamten mittelalterlichen Architektur Rumäniens verwendet wurde. Das wichtigste Element des Aufrisses ist der in die Höhe strebende Glockenturm. Die Maramurescher Kirchen beeindrucken durch ihre ungewöhnlichen Dimensionen, die ausgeglichenen Proportionen und die Schlichtheit der dekorativen Elemente. Die Innenausstattung der Maramurescher Kirchen ist vom Gesichtspunkt der Überlieferung uralter Fertigkeiten und früher ikonographischer Vorlagen außerordentlich interessant. Die Maramurescher Maler haben die Innenwände vollständig mit unzähligen Szenen und Bildern bedeckt, die einen mächtigen, reizvollen und abwechslungsreichen Teppich weben, der durch die Ursprünglichkeit seiner Ausführung besticht. Zahlreiche, oft sehr alte Ikonen vervollständigen diesen künstlerischen Schatz.

Die Maramurescher Kirchen liegen entlang der Flusstäler der Mara, Cosau, Iza und Viseu.

Historisches Zentrum von Sighisoara (Schäßburg) (K/1999)

In Transsilvanien messen die Uhren nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit, sagt ein rumänisches Sprichwort. Wer sich den Weg durch dieses Land bahnt, über Schlaglöcher hinweg und vorbei an Ochsenkarren, hat bisweilen tatsächlich das Gefühl, dass die Zeit hier stehen geblieben ist. Irgendwo im Mittelalter.
In Sighisoara, einem kleinen Städtchen im Tal der Kokel, ist fast alles noch so, wie es um 1200 war, als sich vor allem Siedler hier niederließen. Die von ihnen gebaute Burganlage mit sieben Wehrtürmen und rund 150 Wohnhäusern ist das einzig erhaltene Ensemble dieser Art in Transsilvanien, zu Deutsch Siebenbürgen.

Was unzählige Kriege, Verwüstungen und Plünderungen im Laufe der Geschichte nicht geschafft haben, wäre einer abrisswütigen Diktatur beinahe gelungen. Bevor diese endete, wollten die Anhänger Ceaucescus die geschichtsträchtige Stadt abreißen. Sie schafften es zum Glück nicht mehr. Das Regime ging zu Bruch aber Sighisoara blieb.
Heute ist es der Zeitgeist, der dem Städtchen zu Leibe rückt. Ausländische Investoren haben die Stadt als Ziel für den Tourismus entdeckt und beginnen an manchen Stellen, die morbide Schönheit Sighisoaras wegzusanieren. Noch erkennt man ihr altes Gesicht, noch spricht es Bände. Jedenfalls für die, die hinsehen können und wollen.