Kroatien

 

1. Übersicht

1.1 Landeskennzeichen
1.2 Internationale Telefon-Vorwahl
1.3 Allgemeine Informationen
1.4 Informationen zum Staatsaufbau
1.5 Einreise- und Zollbestimmungen
1.6 Währung und Geldwechsel
1.7 Gesundheit
1.8 Botschaften und Konsulate
1.9 Wichtige Telefonnummern

2. Reiseinformationen

2.1 Tourismus
2.2 Tourismus-Informationen
2.3 Links zum Thema Tourismus
2.4 Verkehr
2.5 Unterkünfte
2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken
2.7 Links: Weitere Informationen

3. Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik
3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
3.3 Weitere Informationen
3.4 Schulsystem und Bildungswesen

4. Natur und Kultur

4.1 Natur und Umwelt
4.2 Großschutzgebiete
4.3 Welterbestätten

 


1. Übersicht

 

1.1 Landeskennzeichen: HR

 

1.2 Internationale Telefon-Vorwahl: +385

 

1.3 Allgemeine Informationen

 

Ländername: Kroatien (kroatisch: Republika Hrvatska)
Fläche: 56.538 km2
Einwohner: 4,448 Millionen (2005) (89,6 % Kroaten, 4,5 % Serben, jeweils unter 0,5 % Bosniaken, Italiener, Ungarn, Albaner, Slowenen, Tschechen, Roma, Montenegriner, Slowaken und Mazedonier)
Hauptstadt: Zagreb (ca. 780.000 Einwohner)
Weitere wichtige Städte: Split (ca. 206.000 Einwohner), Rijeka (ca. 144.000 Einwohner), Osijek (ca. 115.000 Einwohner), Zadar (ca. 73.000 Einwohner)
Religionen: Katholiken (ca. 87,8 %), konfessionslos (ca. 5,2 %), Orthodoxe (ca. 4,4 %), Muslime (ca. 1,3 %), andere (ca. 1,3 %)
Amtssprache: Kroatisch, lokal auch Serbisch und Italienisch
Währung: 1 Kuna (HRK/kn) = 100 Lipa
Geographische Lage: Kroatien liegt in Südosteuropa im Westen des Balkan zwischen Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro. Es ist ein Anrainerstaat des Mittelmeeres.

 

1.4 Informationen zum Staatsaufbau

 

Parlamentarisch-demokratische Republik

 

1.5 Einreise- und Zollbestimmungen

 

Für die Einreise nach Kroatien ist ein gültiger Reisepass oder ein gültiger Personalausweis erforderlich. Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen besteht keine Visumspflicht (sofern keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird).

Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Auch wenn in der Praxis nicht immer ein Lichtbild gefordert wird, ist nach den geltenden kroatischen Vorschriften auch für Kinder ein Ausweis mit Lichtbild vorgeschrieben. Die Eintragung von Kindern in den Reisepass eines Elternteils ist zur Einreise ebenfalls ausreichend. Alleinreisende Minderjährige benötigen eine Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten.

Das Einreisedokument (Personalausweis / Pass / Kinderausweis) muss drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Nach dem kroatischen Ausländergesetz vom 01.06.2004 müssen Ausländer nachweisen können, dass sie über ausreichende Mittel verfügen. Von Reisenden ohne Visapflicht können die Grenzbehörden bei der Einreise im Einzelfall einen entsprechenden Nachweis verlangen (Tagessatz 100 Euro, bei nachgewiesener Buchung 50 Euro). Der Nachweis kann in Form von Kredit- und Bankkarten, Schecks oder anderen finanziellen Mitteln erfolgen.

 

1.6 Währung und Geldwechsel

 

Die kroatische Währung ist die Kuna (1 Kuna = 100 Lipa). Die Kuna ist eine relativ stabile Währung, der Wechselkurs bewegt sich im Bereich zwischen 7,35 und 7,4 Kuna für einen Euro. Wechselkurse im Internet unter www.oanda.com/convert/classic.

Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kuna und Münzen zu 1, 2 und 5 Kuna und 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Lipa.

Die gängigen Kreditkarten Visa, Eurocard, Mastercard, Diners Club International und American Express werden in den meisten Hotels, Restaurants und Tankstellen, teilweise auch in Geschäften, akzeptiert. Mit ihnen – und meistens auch mit der EC-Karte – ist eine Bargeldabhebung an Geldautomaten möglich. Vielerorts werden auch Euro akzeptiert. Bargeldumtausch ist in Banken (samstags und sonntags geschlossen) und in den zahlreichen Wechselstuben möglich.

1.7 Gesundheit

 
Empfohlene Impfungen

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging, Rucksacktourismus o. ä.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME) sinnvoll sein. In den Wäldern Nordkroatiens besteht eine gesteigerte Gefahr von Zeckenbissen.

In den südlichen Küstenregionen und auf den Inseln kommt die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Um eine Trichinose-Erkrankung (Wurmerkrankung) von vornherein auszuschließen, sollte nur vollständig durchgebratenes oder abgekochtes Fleisch gegessen werden.

 
Medizinische Versorgung

Die ärztliche Versorgung ist in Kroatien sehr gut und flächendeckend gewährleistet, zunehmend gibt es neben den medizinischen Zentren und Krankenhäusern auch private Ambulanzen und Praxen. Ausländische Touristen zahlen keine Arztkosten, wenn zwischen Kroatien und dem Land, aus dem sie stammen, die Konvention über den medizinischen Schutz unterschrieben wurde. Die ärztliche Behandlung ist mit einem Auslandskrankenschein einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung möglich, häufig müssen die Kosten dann aber doch bar vorgestreckt werden. Für die spätere Abrechnung in Deutschland muss es sich um einen sogenannten D/HR-111-Krankenschein nach dem deutsch-kroatischen Sozialversicherungsabkommen handeln.

Grundsätzlich empfiehlt sich auch der Abschluss einer Reise-Krankenversicherung, da der Krankenrücktransport keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist!

 

1.8 Botschaften und Konsulate

 
Botschaft der Republik Kroatien
Adresse: Ahornstraße 4, 10787 Berlin
Telefon: +49 30 2191 5514, 2362 8955 (Kons.)
Fax: +49 30 2362 8965, 2362 8967 (Kons.)
E-Mail: info@kroatische-botschaft.de
Website: de.mfa.hr/?mh=169&mv=966
Bürozeiten: Mo. - Fr. 09.00 - 13.00 Uhr und Di. 09.00 - 13.00 und 16.00 - 18.00 Uhr

 

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Adresse: Ulica grada Vukovara 64, 10000 Zagreb
Postadresse: p.p. 207, 10000 Zagreb, Hrvatska
Telefon: +385 (0)1 6300 1 – 00, - 01, - 02, - 04
Fax: +385 (0)1 6155 536
E-Mail: 3do3eo3uo3to3so3co3ho3eo3.o3bo3oo3to3so3co3ho3ao3fo3to3.o3zo3ao3go3ro3eo3bo3@o3io3no3eo3to3.o3ho3ro
Website: www.zagreb.diplo.de
Bürozeiten: Mo - Do 7.45 - 16.45 Uhr, Fr 7.45 - 13.45 Uhr
Telefonnummer für dringende Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten +385 (0)98 227 136
 

Die Adressen sämtlicher Konsulate und der Außenstellen können unter www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Kroatien.html bei Vertretungen Kroatien und Deutsche Vertretungen abgerufen werden.

 

1.9 Wichtige Telefonnummer

 
Notrufnummern:

 

Notruf: 112, Feuerwehr: 93, Polizei: 92, Rettungsdienst: 94, Pannenhilfe: 987 (01 987 aus den Mobilfunknetzen), Such- und Rettungsdienst auf See: 9155, Dekompressionskammer Pula: 052 44-780
Telefonauskunft: Allgemeine Informationen: 981, Informationen über örtliche und außerörtliche Telefonnummern: 988, Informationen über internationale Telefonnummern: 902, Wettervorhersage und Straßenzustandsbericht: 060 520 520
Landesvorwahl von Deutschland nach Kroatien: +385
Landesvorwahl von Kroatien nach Deutschland: +49
 

Nutzbarkeit deutsche Mobiltelefone

GSM 900/1800 Mobilfunknetz. Hauptanbieter die auch mit den meisten deutschen Anbietern Roaming-Verträge haben: T-Mobile Croatia – LLC (T-Mobile HR) und VIPnet d.o.o. (VIP-NET). Genauere Informationen können unter www.gsmworld.com/roaming/gsminfo/cou_hr.shtml abgerufen werden.

 

2. Reiseinformationen

2.1 Tourismus

 

Der Tourismus ist ein wichtiger Zweig der Wirtschaft Kroatiens. Das Land ist eines der beliebtesten Urlaubsreiseziele Europas und verfügt über eine langjährige Tradition im Fremdenverkehr. Mit über 8,5 Millionen ausländischen Besuchern im Jahr 2005 belegte Kroatien den achtzehnten Platz der populärsten Urlaubsziele der Welt. Das Land ist unter anderem für seine zerklüftete Küste mit den zahlreichen vorgelagerten Inseln, dem kristallklaren Meer, seine Nationalparks und seine Küche bekannt.

Da Kroatien die Folgen des Krieges relativ schnell überwinden konnte, war es auch in der Lage sich schnell wieder als touristisches Reiseziel zu etablieren. Städte wie Rovinj oder Dubrovnik sind weltweit bekannt und wurden zügig wieder aufgebaut bzw. instandgesetzt. Kroatien lässt sich in vier historische Haupt-Landschaften einteilen:

  • Dalmatien – die zerklüftete Adria-Küste ab etwa Zadar südwärts einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes mit historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (Ragusa) und Split.
  • das Engere Kroatien oder Nordkroatien – das Gebiet von der nördlichen Adriaküste über die Hauptstadt Zagreb bis zur ungarischen Grenze; dieses gliedert sich wiederum in zahlreiche Unterlandschaften.
  • Istrien – die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste
  • Slawonien – das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Dazu werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.

Urlaubern bieten sich, neben den touristisch sehr gut erschlossenen größeren Städten, auch zahlreiche kroatische Fischerdörfchen oder Städtchen als Ziele an, die noch nicht von der Kommerzialisierung erfasst wurden.

Kroatiens Tourismus zeichnet sich vielleicht auch aus, weil er eine „übertriebene Modernisierung“ vermieden hat. Vielen gefällt Kroatien gerade deshalb so gut, weil sich das Land einen sehr eigenen Charakter bewahrt hat. Das touristische Angebot ist dennoch breit gefächert und bietet Vielen etwas: Segeln, Kreuzfahrten durch die Inselwelt, Natur- und Öko-Tourismus, Kongresstourismus, Kultur, Wallfahrtsorte, Fischer-, Tauch- und Jagdtourismus bis hin zum Urlaub auf dem Bauernhof. Für den Großteil der Küstenbewohner stellt der Tourismus einen der wichtigsten Wirtschaftszweige dar. Die Wasserqualität in Kroatien ist bis auf wenige Ausnahmen im Bereich großer Industriestandorte sehr gut. Im ADAC Strände- und Wassertest 08/2006 kam Kroatien europaweit auf den ersten Platz und wies die meisten Strände mit der „Blauen Flagge“ auf, die für besondere Sauberkeit der Strände und des Wassers steht.

Städtetouristen wird ein Besuch in der Hauptstadt Zagreb und in Varaždin, Dubrovnik und Split empfohlen. Die Städte haben den Vorteil ganzjährige Reiseziele zu sein.

Kroatien wird von vielen Reiseführern als sehr gutes Reiseland empfohlen. 2005 wurde Kroatien z. B. vom international anerkannten Verlagshaus Lonely Planet zur „Destination of the Year“ (Reiseziel des Jahres) gekürt. 2006 befand es sich immer noch auf dem ordentlichen vierten Rang dieses Verlages. Auch im Bereich des ethischen Tourismus wird Kroatien bei den guten Ländern geführt. Der gemeinnützigen Organisation Ethic Tourist aus Berkeley in Kalifornien nach, gehörte Kroatien zu den 13 besten Reisezielen für den ethischen Tourismus im Jahre 2006. Kroatien wird dabei als Land bewertet, dass einen Besuch nicht nur aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit wert ist, sondern auch wegen seiner Beziehung zur Umwelt und zur sozialen Gerechtigkeit. Die Redaktion von National Geographic Adventure äußerte im Hinblick auf den Kornati-Archipel, dass Kroatien zu den schönsten Reisezielen gehört.

 

2.2 Tourismus-Informationen

Kroatische Zentrale für Tourismus
Adresse: Rumfordstr. 7, 80469 München
Telefon: 089/223 344
Fax: 089/223 377
E-Mail: ukrurruoruarutruiruerunru-rutruoruururruirusrumruurusru@rutru-ruorunrulruirunrueru.rudruer

 

Fremdenverkehrsamt für Kroatien
Adresse: Kaiserstr. 23, 60311 Frankfurt
Telefon: 069 238 5350
Fax: 069 2385 3520
E-Mail: xkixrixoixaixtixiixeixnix-ixiixnixfixoix@ixgixmixxix.ixdixei
 

Die klassischen Touristeninformationszentralen werden in Kroatien von der kroatischen Touristengemeinschaft betrieben. Sie hat ihre Büros in den touristischen Zentren entlang der ganzen Küste. Die Arbeitszeit während der Saison ist meistens von 8 bis 21 Uhr. Die Adressen, Telefonnummern und E-Mail Adressen der lokalen Reisebüros sowie der Büros der Kroatischen Touristengemeinschaft (HTZ) im Ausland können unter www.croatia.hr/Deutsch/Home/Naslovna.aspx abgerufen werden.

 
Kroatische Touristengemeinschaft (HTZ)
Adresse: Iblerov trg 10/IV, p.p. 251, 10 000 Zagreb
Telefon:+3851 46 99 333
Fax.: +3851 45 57 827
E-Mail: ci3cn3cf3co3c@3ch3ct3cz3c.3ch3cr3

2.3 Links zum Thema Tourismus

www.croatia.hr/Deutsch/Home/Naslovna.aspx
de.wikipedia.org/wiki/Tourismus_in_Kroatien
www.mein-kroatien.info/Praktische_Reisetipps
www.mein-kroatien.info/Hauptseite
destinia.com/guide/die-welt/europa/kroatien/1-30004-30065/main/de
www.kroatien-links.de - Kroatien Urlaubsportal
www.kroatien-net.de- Informationen zu Kroatien und der Urlaubsregion Istrien
www.12-suchen.de/Regional/Europa/Kroatien – Kroatien Links
www.romwell.com/travel/advisory/europe/croatia/crocastles.shtml – Burgen und Schlösser Kroatiens
 

2.4 Verkehr

Einreise

 

1. Bahn:
Alle aktuellen Zugverbindungen kann man sich – auf Wunsch mit allen Zwischenhaltestellen – über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn anzeigen lassen (reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn). Zu beachten ist, dass dabei natürlich auch Verbindungen vorgeschlagen werden, bei denen man durch Länder reist, für die ein Visum nötig ist. Man sollte also den Zuglauf beachten. Informationen zu den entsprechenden Ländern finden Sie auf traveleast.eu jeweils unter Punkt 1.5 (Einreise- und Zollbestimmungen).

 

2. Bus:
Eurolines-Busse fahren von und nach Kroatien. Fahrplan- und Tarifinformationen sind bei der kroatischen Eurolines-Generalvertretung (Autotrans Croatia, Website: www.autotrans.hr) oder der Eurolines-Vertretung in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: gs1ge1gr1gv1gi1gc1ge1g@1gd1ge1gu1gt1gs1gc1gh1ge1g-1gt1go1gu1gr1gi1gn1gg1g.1gc1go1gm1g;1 Website: www.deutsche-touring.com) erhältlich.

 

3. Auto:
Kroatien verfügt über ein gutes, jedoch noch nicht vollständig ausgebautes, Autobahnnetz. Von der slowenischen Grenze aus gibt es eine nahtlose Autobahnverbindung bis Pula auf der istrischen Halbinsel. Von Ungarn aus führt eine Autobahn über Zagreb bis nach Rijeka. Auch die Autobahn zwischen Zagreb und Belgrad (Serbien) ist mittlerweile durchgängig befahrbar. Auf den Autobahnen wird eine Mautgebühr erhoben. Das Autobahnnetz wächst jährlich, am besten erkundigt man sich z. B. beim ADAC über den aktuellen Stand der Dinge.

Auf anderen Strecken ist man immer noch auf die Bundesstraßen angewiesen. Gerade in den Stoßzeiten kann es schon mal sehr voll werden.

Der nationale und/oder internationale Führerschein und Fahrzeugschein müssen mitgeführt werden. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern. Bei der Einreise darf kein gefüllter Reservekanister mitgeführt werden.

 

4. Schiff:
Über die Donau (Website: www.danube-river.org) ist Kroatien mit den anderen Donauländern verbunden. Passagier- und Autofähren verkehren zwischen Kroatien und Italien, Serbien, Montenegro und Albanien. Die wichtigsten Strecken sind Ancona - Split, Zadar - Ancona, Dubrovnik - Bari und Rijeka - Bari. Auf einigen Strecken verkehren auch schnelle Luftkissenfähren. Die wichtigsten kroatischen Fährlinien sind Jadrolinija (Website: www.jadrolinija.hr) und SEM Marina (Website: www.sem-marina.hr).

 

5. Flugzeug:
Kroatiens nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines(OU)(Website: www.croatiaairlines.hr) bietet mehrmals wöchentlich Flüge von zahlreichen deutschen Städten, darunter Frankfurt/M. (Flugzeit: ca. 1 Std. 20 Min), Hamburg, München und Stuttgart, aus an. Lufthansa (LH), Austrian Airlines (OS) und British Airways fliegen ebenfalls regelmäßig Zagreb, Split und Dubrovnik an.

 

Die internationalen Flughäfen:
Der Flughafen Pleso International(ZAG) bei Zagreb (Website: www.zagreb-airport.hr) liegt 17 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit ca. 20 Minuten). Es bestehen regelmäßige Busverbindungen (07.00-20.00 Uhr, danach Abfahrt nach jedem Landungsflug, Fahrzeit 25 Min.) zum Stadtzentrum. Außerdem stehen Taxis (Fahrzeit 20 Min.) zur Verfügung. Flughafeneinrichtungen: Hotel-Reservierung, Banken, Restaurants/Bars, Cafeteria, Geschäfte einschl. Duty-free-Shop, Gepäckaufbewahrung (24 Std. geöffnet), Erste-Hilfe-Einrichtungen (24 Std. geöffnet), Tourist-Info-Schalter, Postamt (07.00-19.00 Uhr), Mietwagenschalter (u.a. Hertz, Avisund Europcar).
Der Flughafen Dubrovnik (DBV) (Website: www.airport-dubrovnik.hr) liegt 18 km südöstlich der Stadt. Es gibt eine Flughafenbusverbindung ins Stadtzentrum (Fahrzeit 20 Min.) nach Dubrovnik. Flughafeneinrichtungen: Bank/Wechselstube (08.00-19.00 Uhr), Bar, Restaurant, Duty-free-Shop, Geschäfte, Postamt (07.00-13.00 Uhr), Tourist-Information, Erste-Hilfe-Einrichtungen (24 Std. geöffnet), Mietwagenschalter.
Der Flughafen Split (SPU) (Website: www.split-airport.hr) liegt 25 km nordwestlich der Stadt. Ein Flughafenbus fährt alle 20 Min. zum Stadtzentrum (Fahrzeit 40 Min.). Flughafeneinrichtungen: Bank/Wechselstube, Postamt, Touristen-Information, Mietwagenschalter, Duty-free-Shop und Bar/Restaurant (07.00-19.00 Uhr).
Der Flughafen Pula (PUY) (Website: www.airport-pula.com/en/home) liegt 8 km nordwestlich der Stadt. Es besteht eine Busverbindung zum Stadtzentrum (Fahrzeit 15 Min.). Flughafeneinrichtungen: Bank/Wechselstube, Mietwagenschalter, Duty-free-Shop, Bar/Restaurant.
Ein weiterer internationaler Flughafen, der Flughafen Rijeka (RJK), befindet sich in Rijeka.
 

Fortbewegung innerhalb des Landes

Das Bahnnetz verbindet alle größeren kroatischen Städte, mit Ausnahme von Dubrovnik. Besonders der Nordosten Kroatiens ist gut durch den Bahnverkehr erschlossen (Website: www.hznet.hr, auch auf Englisch und Deutsch). Die Fernbusverbindungen zwischen den größeren Städten (Städtelinien) fahren häufig, ebenso die Regionalbusse. Der größte Autobus-Terminal in Kroatien befindet sich in Zagreb. Informationen über die genauen Fahrpläne und Preise sind bei Autobusni Kolodvor(Website: www.akz.hr) erhältlich.

Es gibt auch regelmäßige Fährverbindungen zwischen allen Häfen und vom Festland zu den Inseln. Passagier- und Autofähren verkehren zwischen Rijeka, Zadar, Split und Dubrovnik. Die größte kroatische Personenschifffahrtsgesellschaft Jadrolinija(Website: www.jadrolinija.hr) unterhält die meisten internationalen und nationalen Fähr-, Schiff- und Schnellschiffslinien. Die Fährgesellschaft Losinjska Plovidba (Website: www.losinjplov.hr) bietet Autofährüberfahrten auf den folgenden Strecken an: Pula - Zadar, Brestova - Porozina, Pula - Losinj und Valbiska - Merag.

Da Kroatien mittlerweile über ein, zwar noch nicht vollständig ausgebautes, aber gutes Autobahnnetz verfügt, kann man das Land auch recht gut mit dem Auto bereisen. Autofahrer können durchgängig ab der slowenischen Grenze auf der Autobahn bis nach Rijeka in die Kvarner Bucht fahren. Von der slowenischen Grenze aus gibt es außerdem eine nahtlose Autobahnverbindung (A 9) bis kurz vor Pula auf der istrischen Halbinsel. Neu sind außerdem die Autobahnen ab der ungarischen Grenze über Zagreb nach Rijeka sowie die Verbindung von Zagreb bis kurz vor Sibenik in Mitteldalmatien. Auf der neuen Küstenautobahn A 1 hat man freie Fahrt von Zagreb bis Split. Die Autobahn A 3 von Zagreb nach Belgrad ist mittlerweile durchgängig befahrbar; der Teilabschnitt zwischen Zupanja und dem kroatisch-serbischen Grenzübergang Lipovac wurde freigegeben. Auf der Autobahn A 7 besteht inzwischen eine durchgehende Autobahnverbindung von Rupa bis zur Hafenstadt Opatija. Auf den Autobahnen wird eine Mautgebühr erhoben. Das Autobahnnetz wächst jährlich, am besten erkundigt man sich z. B. beim ADAC über den aktuellen Stand der Dinge.

Auf anderen Strecken ist man immer noch auf die Bundesstraßen angewiesen. Gerade in den Stoßzeiten kann es auf denen schon mal sehr voll werden.

Auch bei Fahrten am Tag muss am Fahrzeug das Abblendlicht (nicht Standlicht) eingeschaltet sein. Seit 1. Januar 2006 sind Fahrer von Kraftfahrzeugen und alle weiteren Autoinsassen verpflichtet, eine Warnweste anzulegen, wenn sie ihren Wagen nach einem Unfall oder einer Panne auf Landstraßen oder Autobahnen verlassen. Die Warnwesten müssen das Kontrollzeichen EN471 tragen. Warnwestenpflicht gilt auch für Motorradfahrer. Grundsätzlich ist bei der Einreise ein Ersatzlampenset mit allen Glühbirnen mitzuführen. Während eines Überholvorgangs muss der Blinker ständig eingeschaltet bleiben. Beim Abschleppen müssen beide Fahrzeuge ein Warndreieck führen: Das abschleppende Fahrzeug an der Windschutzscheibe, das geschleppte Fahrzeug am Heck.

Schulbusse dürfen nicht passiert werden, wenn diese anhalten, um Kinder ein- und aussteigen zu lassen. Es werden regelmäßig Radarkontrollen durchgeführt.

Das Telefonieren während der Fahrt ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Das Mitführen der Internationalen Grünen Versicherungskarte ist vorgeschrieben.

2.5 Unterkünfte

 

In Kroatien gibt es, der großen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus entsprechend, ein riesiges Angebot von Unterkünften. Und es gibt für jeden Anspruch, Geldbeutel und Urlaubstyp unzählige Möglichkeiten. Eine kleine Besonderheit der Unterbringung in Kroatien ist die Übernachtungsmöglichkeit in Leuchttürmen. In insgesamt 11 Leuchttürmen, die sich auf verschiedenen Inseln und an der Küste befinden, können Ferienwohnungen gemietet werden. Ansonsten existiert das komplette Hotelspektrum und es gibt unzählige kleine Pensionen. Die Hotels werden wie folgt vom Tourismusministerium in vier Kategorien eingeteilt: 4-Sterne L = Luxus; 4-Sterne A =Deluxe; 3-Sterne B =Erstklassig; 2-Sterne C =Einfach/Budget.

Des Weiteren bieten in den Orten Privatpersonen Zimmer und Apartments an, die teilweise für wenig Geld eine sehr schöne Unterbringung bieten. Außerdem hat man auf diesem Wege direkten Kontakt mit der sehr gastfreundlichen Bevölkerung und bekommt vielleicht so auch den einen oder anderen Geheimtipp.

Bisher gibt es nur 5 Jugendherbergen in Kroatien, diese sind in Pula, auf der Insel Krk, in Zadar, Dubrovnik und Zagreb. Da diese sehr beliebt sind, empfiehlt es sich, vor allem für die Hauptsaison, im Voraus zu buchen. Um die Jugendherbergen nutzen zu können, ist ein Jugendherbergsausweis erforderlich. Buchungen können über die Croatian Youth Hostel Association vorgenommen werden.

HFHS - Croatian Youth Hostel Association – Zentralbüro
Adresse: Cyha Savska 5/1, 10 000 Zagreb
Telefon: 01/ 48 29 294, 48 29 296
Fax: 01/ 48 29 297
E-Mail: ki4kn4kf4ko4k@4kh4kf4kh4ks4k.4kh4kr4

 
Regionalbüros:

Travel Section Zagreb
Adresse: Dežmanova 9, 10 000 Zagreb
Telefon: 01/ 48 47 474
Fax: 01/ 48 47 472
E-Mail: ztuzruzauzvuzeuzluzsuzeuzcuztuziuzouznuz@uzhuzfuzhuzsuz.uzhuzru

 
Regionalbüro Rijeka
Adresse: Korzo 22, 51 000 Rijeka
Fax: 051/ 33 71 16

 

Regionalbüro Split
Adresse: Domilijina 8, 21 000 Split
Fax: 021/ 39 59 72
E-Mail: cshcphclhcihcthc@hchhcfhchhcshc.hchhcrh

 

Regionalbüro Osijek
Adresse: P. Pejacevica 2, 31 000 Osijek
Telefon: 031/ 36 90 33
E-Mail: 6o06s06i06j06e06k06@06h06f06h06s06.06h06r0
 

Eine in Kroatien sehr beliebte und zumindest im Sommer auch empfehlenswerte Art der Unterbringung ist das Campen. Es gibt rund 280 Campingplätze in Kroatien, die zum größten Teil an der Adriaküste und auf den Inseln liegen, besonders in Istrien und der Kvarner Bucht. Einige Campingplätze verfügen auch über Segelanleger.

Weitere Informationen sind bei der Croatian Camping Union erhältlich.

 
Croatian Camping Union
Adresse: Pionierska 1, 52440 Porec
Telefon: (052) 45 13 24
Fax: (052) 45 12 79
E-Mail: 4cm4cm4um4@m4cm4am4mm4pm4im4nm4gm4.m4hm4rm
Website: www.camping.hr

Das Übernachten außerhalb von gekennzeichneten Campingplätzen ist nicht gestattet.

Im Internet findet man unter den Adressen www.mein-kroatien.info/Camping und www.mein-kroatien.info/Hotels sehr umfangreiche Listen von Campingplätzen und Hotels.

2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken

 
Einkaufsmöglichkeiten

Die Geschäfte in Kroatien sind in der Woche von 8 bis 20 Uhr durchgehend geöffnet, samstags von 8 bis 14 oder 15 Uhr. Eine kleinere Anzahl von Geschäften ist von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 20 Uhr, manche bis 22 Uhr und, vor allem im Sommer, auch sonntags geöffnet. In größeren Städten habe manche Geschäfte sogar rund um die Uhr geöffnet.

Betriebe und der öffentliche Dienst arbeiten überwiegend von Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:30 Uhr. Die Postämter in Kroatien sind von 7 bis 19 Uhr wochentags und samstags bis 13 Uhr geöffnet. Die diensthabenden Postämter in größeren Städten und Touristikzentren sind im Sommer auch bis 22 Uhr geöffnet. Briefmarken werden in Postämtern und an Zeitungsständen verkauft. In Telefonzellen in Kroatien werden ausschließlich Telefonkarten verwendet, die in Postämtern, an Zeitungsständen, in Hotels u.a. gekauft werden können.

In Kroatien ist das Preisniveau, nachdem es in den letzten fünf Jahren stark angezogen hat, mittlerweile relativ stabil. Natürlich gibt es immer noch eine inflationsbedingte Preissteigerung, diese bewegt sich jedoch in einem natürlichen Maßstab. Viele einheimische Produkte kann man immer noch zu günstigen Preisen erhalten. Dabei sind kleinere Läden meist zu bevorzugen. In Kroatien bedeutet Supermarkt nicht immer auch „günstig“! Die Preise sind im Hinterland meist ein Drittel bis zur Hälfte billiger als in Deutschland. An der Küste und insbesondere auf den Inseln sind die Preise fast auf deutschem Niveau. Gerade in den vielen kleinen Shops wird häufig auch hochwertige Bekleidung, Schmuckusw. zu günstigen Konditionen angeboten. Dort kann man mit etwas Glück wirkliche Schnäppchen machen. Aber natürlich lohnt auch hier immer der Vergleich zwischen den Bewerbern.

Traditionelle Handarbeiten wie Stickereien, Holzschnitzereien und Töpferwaren, Kristall, Lederwaren und Porzellan findet man beinahe immer und überall. Wer sich für solche Waren interessiert, muss einfach nur die Augen ein wenig offen halten und auch mal in kleinere Seitenstraßen gehen. Für Freunde der Handarbeit ist gerade die kroatische Spitze, insbesondere die der Insel Pag, ein lohnenswertes Mitbringsel. Besuchern wird die Umsatzsteuer innerhalb eines Jahres zurückerstattet, falls der Wert der eingekauften Waren 500 Kn übersteigt.

Ansonsten stehen an fast jeder Landstraße Händler und verkaufen in kleinen Buden Lebensmittel aus eigenem Anbau. Besonders erwähnenswert sind dabei das sehr aromatische Obst und Gemüse und der Schafkäse sowie die Weine aus eigener Kelterung. Dabei sollte man sich nicht von der teilweise etwas abschreckenden Präsentation, die Weine sind zum Teil in PET-Flaschen abgefüllt, abschrecken lassen, denn die Qualität ist für 1 bis 2 Euro wirklich sehr gut.

 
Kroatische Gastronomie

Die Küche Kroatiens wird aufgrund ihrer Vielfältigkeit und Heterogenität oft „Küche der Regionen“ genannt. Ihre Ursprünge reichen bis in vorslawische Zeiten zurück. Die deutlichsten Unterschiede sowohl in der Auswahl der Zutaten als auch in der Zubereitungsweise bestehen zwischen dem kontinentalen Teil Kroatiens und der Küstenregion. Die Küche des Binnenlandes ist vor allem durch ihre Kontakte mit anderen, heute bekannteren Küchen charakterisiert: der ungarischen, Wiener und türkischen Küche. In Zentralkroatien und Istrien sind deshalb die hausgemachten Nudeln, z. B. Makkaroni mit Fleischsauce oder Gnocchi mit Wild und Krafi, mit Käse gefüllte Ravioli, Manistra oder Bobica,Bohnen mit Maissuppe, zu empfehlen. In Slavonien gibt es durch die Nähe zu Ungarn traditionell gutes Gulasch. Warmes Burek und Lamm am Spieß sind Spezialitäten, die von den Bosniaken eingeführt wurden. Die Küche der Küstenregion auf der anderen Seite zeichnet sich durch die Einflüsse sowohl der griechischen, römischen und illyrischen als auch der modernen Küche des Mittelmeerraumes, insbesondere der französischen und italienischen, aus. Dabei spielt natürlich das reichhaltiges Angebot an Meeresfrüchten, u. a. Krabben, Prstaci (Muscheln) und Brodet (Eintopf aus verschiedenen Fischen mit Reis) eine zentrale Rolle in der Küche der Küstenregion.

Dabei gilt es eine kleine Faustregel zu beachten. Je weiter weg von der Küste, desto uriger und preiswerter sind die Lokale. Allerdings ist Essengehen auch direkt an der Küste preislich immer noch gut 10% bis 30% günstiger als in Deutschland.

Viele traditionelle kroatische Feste sind auf besondere Weise mit Kochen und Essen verbunden. Hierbei kann es sich um Feste handeln, die in Bezug zu harter körperlicher Arbeit stehen (Getreideernte, Weinlese, Weintaufe, Fertigstellung eines Hauses), religiöse Feste (größtenteils katholische Feste – Weihnachten, Ostern, Prozessionen, Feiern zu Ehren lokaler Schutzheiliger) oder um bedeutende Momente im Leben des Einzelnen wie etwa Taufen, Hochzeiten, Geburtstage, Namenstage oder Begräbnisse. Manche dieser Feste sind von eher öffentlichem Charakter, wie z.B. der Sankt Martinstag, der gerne in Weinkellern und Restaurants gefeiert wird, andere sind fast ausschließlich Familienfeiern (Hochzeiten, Taufen, Weihnachten, Neujahrstag und Ostern).

Zu jedem Feiertag gehört ein typisches Gericht. Schweinefleisch-Kartoffeleintopf wird auf Wallfahrten und Kirchweihen gegessen, an Karfreitag und an Heiligabend wird getrockneter Kabeljau zubereitet, Schweinefleisch gibt es am Neujahrstag und Krapfen sind ein untrennbarer Bestandteil des Karnevals (im Süden des Landes werden sie ein wenig anders zubereitet und heißen hrostule). Zu Ostern werden Schinken und gekochte Eier mit grünem Gemüse serviert, das Dessert besteht aus traditionellen Kuchen, z.B. pinca. Kulen (gepfefferte Wurstspezialität) gibt es zur Ernte, Gans zum Sankt Martinstag, Truthahn und anderes Geflügel sowie Sarma (mit Hackfleisch gefüllte Kohlblätter) werden zu Weihnachten zubereitet. Zu Hochzeiten gibt es eine Vielzahl verschiedener Gerichte mit Dutzenden von Kuchen- und Plätzchensorten (breskvice, Gewürzkuchen, Krapfen, etc.).

Allgemein beliebte Gerichte zu allen Gelegenheiten sind am Spieß gegrilltes Lamm, Spanferkel, gegrillter Fisch, verschiedene Calamarigerichte, Gerichte vom Rost wie raznjici und cevapcici, luftgetrockneter Schinken (Prosciutto) oder geräucherter Schinken, Schafskäse, Frischkäse mit saurer Sahne, Fischeintopf und Wildgerichte.

Obst und Gemüse kann man direkt an den Landstraßen vom Erzeuger oder auf den vielen kleinen Märkten auch in den Urlaubsorten kaufen. Importware ist recht teuer und das einheimische Obst und Gemüse schmeckt meist auch besser, allerdings gibt es hiervon halt nicht immer alles. Das Feilschen um Preise ist nur in begrenztem Umfang möglich, wird aber immer wieder beobachtet. Die Bauern bieten hier auch andere Produkte an. So bekommet man häufig selbst produzierten Wein und Schnaps, sowie Schinken und Käse. Die Produkte sollte man ruhig mal probieren, um sich ein eigenes Bild zu machen. Als besonders empfehlenswert gelten der Schafskäse und der dalmatinische luftgetrocknete Schinken. Auch der kroatische Wein hat seinen Reiz und es gibt viele verschiedene Geschmacksrichtungen, vom trockenen schweren Landwein bis zum Dessertwein ist eigentlich für jeden Geschmack etwas zu finden.

2.7 Links: Weitere Informationen

 

www.kroadria.de/ - Alles rund um den Urlaub und die Reise
www.croatia.hr/Deutsch/Home/Naslovna.aspx - kroatische Tourismuszentrale
www.auswaertiges-amt.de - Das Auswärtige Amt
www.wetteronline.de - Reisewetter
www.waehrungsrechner.de
www.viamichelin.de - Reiseroutenplanung
www.bahn.de - Deutsche Bahn
www.croatien.de/ - Urlaubsangebote und Immobilien

 

3. Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik

 

Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung betreiben jeweils ein Büro in Zagreb und geben an mit (politischen) Jugendorganisationen zusammen zu arbeiten, ohne Adressen oder Namen anzugeben.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung schreibt:
„Ausgehend vom Oberziel der Stabilisierung demokratischer Strukturen stehen folgende Tätigkeitssektoren im Mittelpunkt der Planung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Zagreb: Heranführung an europäische und transatlantische Strukturen, Unterstützung der ökonomischen Entwicklung, Kommunale Selbstverwaltung, Zusammenarbeit mit politischen Parteien, insbesondere deren Jugendorganisationen, Stipendienprogramm, Weiterentwicklung des Mediensektors, Kooperation mit Universitäten, Wissenschaft und Religionsgemeinschaften."

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, Zagreb schreibt:
Entwicklung einer aktiven und pluralistischen Gesellschaft durch Unterstützung von Organisationen: Die Förderung der Zivilgesellschaft ist eine der wichtigsten Aufgaben Kroatiens. Der Schwerpunkt der FES in diesem Bereich liegt daher auf der Stärkung von Fraueninitiativen, auf der Unterstützung des Engagements von Jugendlichen und der Förderung der Medienfreiheit.
 

3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

 

Bis zu welchem Alter gilt man als Kind bzw. Jugendlicher?

Kind: Obwohl einzelne Gesetze den Begriff Kind unterschiedlich definieren (im Strafrecht bis zum 14. Lebensjahr, im Arbeitsgesetz bis zum 15., das Gesetz vom Jugendgericht bis zum 16. Lebensjahr), werden in Kroatien, gemäß der EU-Konvention zu den Rechten der Kinder, Personen im Alter von 0 bis 18 Jahren als Kind bezeichnet.
Jugendliche: Das einzige Dokument, das sich auf die Jugendlichen bezieht, ist in Kroatien das nationale Programm der Wirkung auf Jugendliche. Es definiert jede Person im Alter von 15 bis 29 Jahren als Jugendliche.

Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt an öffentlichen Plätzen (Straßen, Parks) ohne Begleitung Erwachsener gestattet?

Ab welchem Alter?

Die Eltern sind verpflichtet, Kindern unter 16 Jahren nicht zu gestatten, sich an öffentlichen Orten ohne Begleitung von Erwachsenen nachts (zwischen 23.00 und 5.00 Uhr) aufzuhalten. Zu einer anderen Tageszeit ist der Aufenthalt von Kindern an den genannten Plätzen erlaubt.

Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt an jugendgefährdenden Orten (z. B. Orte, an denen sich Prostituierte aufhalten) gestattet?

Welche Orte gelten als jugendgefährdend?

Die Eltern haben gemäß dem Alter und der Reife des Kindes im Allgemeinen die Verpflichtung und Sorge um das seelische, körperliche und geistige Wohl des Kindes (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres). Eine Verordnung über jugendgefährdende Orte existiert nicht im gesetzlichen Sinne. Es ist auch nicht verboten, sich an solchen Orten aufzuhalten (ausgenommen, wenn es sich um den Verstoß gegen das Gesetz zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung handelt).

Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt in Gaststätten, Restaurants gestattet?

Ab welchem Alter?

Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt in Gaststätten, Restaurants in Begleitung Erwachsener gestattet?

Ab welchem Alter?

Soweit die Verordnung zur Verpflichtung zur Begleitung von Kindern unter 16 Jahren zwischen 23.00 und 5.00 Uhr respektiert wird, ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt in Gaststätten und Restaurants gestattet.

Ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt in Nachtbars, Nachtklubs oder vergleichbaren Vergnügungsorten gestattet?

Ab welchem Alter?

Kindern und Personen unter 18 Jahren ist der Aufenthalt in öffentlichen Spielhallen oder ähnlichen vorwiegend dem Spielbetrieb dienenden Räumen nicht gestattet.

Ist Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit bei Tanzveranstaltungen gestattet?

Ab welchem Alter?

Ist Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit bei Tanzveranstaltungen in Begleitung Erwachsener gestattet?

Ab welchem Alter?

Derartige Regelungen sind in der Gesetzgebung der Republik Kroatien nicht vorhanden. Soweit die Verordnung zur Verpflichtung zur Begleitung von Kindern unter 16 Jahren zwischen 23.00 und 05.00 Uhr respektiert wird, ist Kindern und Jugendlichen der Aufenthalt auf Tanzveranstaltungen gestattet.

Ist Kindern und Jugendlichen der Genuss von Branntwein oder ähnlichen hochprozentigen Getränken gestattet?

Ab welchem Alter? Ist die Abgabe eingeschränkt?

Ist der Genuss anderer alkoholischer Getränke (Wein, Bier etc.) Kinder und Jugendlichen gestattet?

Ab welchem Alter? Ist die Abgabe eingeschränkt?

Gemäß dem Gaststättengesetz ist dem Gastwirt der Ausschank von alkoholhaltigen Getränken an Personen unter 18 Jahren nicht gestattet. Gemäß dem Gesetz zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung wird der Ausschank von Alkohol an Minderjährige unter 16 Jahren als Verstoß gegen das Gesetz definiert.

Welche Beschränkungen gibt es beim Besuch öffentlicher Filmveranstaltungen?

Welche Altersabstufungen gibt es?

Derartige Verordnungen sind in der Gesetzgebung der Republik Kroatien nicht vorhanden.

Ist Kindern und Jugendlichen das Rauchen in der Öffentlichkeit gestattet?

Ab welchem Alter?

Der Verkauf von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren ist verboten. Zum Rauchen an öffentlichen Plätzen existieren allgemeine Verordnungen des Gesetzes zur Beschränkung des Verbrauchs von Tabakwaren. Somit ist das Rauchen in allen Gesundheitseinrichtungen, in allen Erziehungs- und Schuleinrichtungen und in Konditoreien verboten. An den restlichen öffentlichen Plätzen ist das Rauchen nur dann gestattet, wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird (Raucherecken).

Ist Kindern und Jugendlichen der Besuch öffentlicher Spielhallen gestattet?

Ab welchem Alter?

Kindern und Personen unter 18 Jahren ist der Besuch in öffentlichen Spielhallen oder ähnlichen vorwiegend dem Spielbetrieb dienenden Räumen nicht gestattet.

Welche Beschränkungen gibt es, wenn ausländische Jugendliche kurzzeitig gegen Bezahlung arbeiten wollen, um ihre Reisekasse aufzubessern?

Die Beschäftigung von Ausländern ist in dem dafür bestimmten Gesetz festgehalten. Darin sind die Verpflichtung zur vorhergehenden Ausstellung einer Arbeitserlaubnis auf Forderung des Arbeitgebers oder des Ausländers (die persönliche Arbeitserlaubnis) sowie die Art und die Voraussetzungen der Ausstellung der Erlaubnis niedergeschrieben.

Ab welchem Alter ist es ihnen gestattet zu arbeiten?

Es ist nicht erlaubt, Personen bis zum 15. Lebensjahr zu beschäftigen. Für Minderjährige über 15 Jahren ist für eine Beschäftigung die Erlaubnis der Eltern oder der personensorgeberechtigten Person nötig.

An welche Einrichtungen können sich Kinder und Jugendliche bei auftretenden Problemen in Ihrem Land wenden?

Es sind keine speziellen Institutionen für die Beratung oder Information von Kindern und Jugendlichen vorhanden. Abhängig von der Art und Weise der Schwierigkeiten können sich alle Einwohner und Ausländer an die folgenden zuständigen Institutionen wenden und Hilfe oder Rat bekommen:

  • Fürsorgezentren am Aufenthaltsort
  • Innenministerium – Polizeidirektion am Aufenthaltsort
  • Gesundheitsbehörden
  • Telefonberatungen bei psychischen Problemen

Welche Bestimmungen gibt es bezüglich des Mitführens von Messern, Kampfgeräten (Pfeil und Bogen, Degen etc.) und Waffen?

Welche Altersbeschränkungen gibt es?

Im Waffengesetz ist das Verfahren zur Ausstellung einer Erlaubnis für die Aufbewahrung und den Besitz von Waffen (Feuer-, Luft-, Gas-, Explosionswaffen, Waffen mit einem Bogen und kalten Waffen) festgelegt. Personen unter 18 Jahren kann keine Erlaubnis zum Waffenbesitz ausgestellt werden.

Welche Bestimmungen gibt es bezüglich sexueller Kontakte zu Jugendlichen?

Welche Altersbeschränkungen gibt es?

Strafrechtlich ist eine Geschlechtsbeziehung mit Kindern unter 14 Jahren verboten sowie der Geschlechtsverkehr mit Kindern (bis 14 Jahren) und Minderjährigen (bis 18 Jahren) seitens einer Person, der das Kind zur Beaufsichtigung, Erziehung oder Ausbildung anvertraut ist. Es ist verboten, unsittliche Handlungen oder Wolllüste an Kindern (bis 14 Jahren) und Jugendlichen (bis 18 Jahren) zu befriedigen, Kinder und Jugendliche zu pornographischen Zwecken zu benutzen oder mit Pornographie in Kontakt zu bringen.
Quelle : Botschaft der Republik Kroatien (5/2004)

 

3.3 Weitere Informationen

 

Es sind keine weiteren Informationen verfügbar.

 

3.4 Schulsystem und Bildungswesen

Nach der Unabhängigkeit wurde das kroatische Schulsystem nach westlichem Vorbild reformiert und Privatschulen sind heute auf allen Stufen des Bildungswesens zugelassen. Aus dem jugoslawischen Schulsystem wurde allerdings die achtjährige Einheitsschule übernommen, in die die Kinder – je nach Entscheidung der Eltern – mit Vollendung des sechsten oder siebten Lebensjahrs eintreten. Unterteilt ist die Einheitsschule in zwei jeweils vierjährige Abschnitte: die Primarschule und die Sekundarschule. Beides sind kostenlose Halbtagsschulen, mit deren Besuch die achtjährige Schulpflicht erfüllt wird. Das Schuljahr ist in Trimester unterteilt. Zwischen den Trimestern finden Zwischenprüfungen statt, die für die Versetzung ausschlaggebend sind.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Sekundarschule haben die Schüler die Möglichkeit, ein Gymnasium, eine Berufsschule oder eine Kunstschule zu besuchen. Die Aufnahme hängt in allen Fällen vom Bestehen einer Aufnahmeprüfung ab. Während die vierjährigen Gymnasien, die in vier Profilen angeboten werden (allgemein, neusprachlich, altsprachlich und naturwissenschaftlich), zum Erwerb der Reifeprüfung führen, kann an den Kunstschulen, die sich in Musik-, Ballett- sowie Kunst- und Designschulen unterteilen, eine fachgebundene Hochschulreife in Verbindung mit einer beruflichen Qualifikation erworben werden. Die Schüler der Berufsschulen, die es in drei- und vierjähriger Form gibt, werden in verschiedenen Berufen ausgebildet. In den vierjährigen Kursen können sie sich auch auf eine Teilnahme an der Reifeprüfung vorbereiten.

In Kroatien setzen nur wenig mehr als drei Viertel der Schüler eines Jahrgangs ihre Schulbildung nach dem Ende der Pflichtschule fort. Während sich knapp 20 Prozent in Gymnasien einschreiben, besuchen 57 Prozent eine Berufsschule, die bis heute die bedeutenste Möglichkeit bietet, eine berufliche Qualifikation zu erwerben. 1995 wurde versucht die staatliche Vollzeitberufsschule durch ein duales Ausbildungssystem zu ergänzen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Anfang der 90er Jahre erschwerten jedoch den Aufbau des dualen Systems. Heute gibt es mittlerweile für mehr als 55 Berufe eine duale Ausbildung. Während die vierjährigen Berufsschulen auf den Besuch der Fachhochschulen vorbereiten und daher einen relativ hohen Anteil an allgemein bildenden Fächern haben, erhalten die Schüler der dreijährigen Berufsschulen eine Ausbildung, die unmittelbar für den Arbeitsmarkt qualifiziert, u.a. in den Bereichen Landwirtschaft, Wirtschaft, Handel, Touristik, Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Elektrotechnik und Chemie.

Im Hochschulbereich gibt es neben fünf Universitäten mehrere Kunsthochschulen, Fachhochschulen und Lehrerseminare. Voraussetzung für den Besuch einer Hochschule bzw. Fachhochschule ist die Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife. Wegen des starken Andrangs sind die Universitäten in den letzten Jahren dazu übergegangen, einen Numerus Clausus einzuführen. Das Studium an einer Universität dauert im Allgemeinen vier bis sechs Jahre und führt zu einem Abschluss, der mit dem einer westeuropäischen Universität vergleichbar ist. Nach dem erfolgreichen Besuch einer Fachhochschule, deren Studiengang zwischen einem und vier Jahren dauern kann, erhalten die Studenten ein berufliches Diplom.

 

4. Natur und Kultur

 

4.1 Natur und Umwelt

 

Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Landschaftszonen einteilen. Diese Einteilung spiegelt sich auch in der Kultur und Lebensweise der Menschen wieder.

Die pannonische Tiefebene, welches überwiegend aus Flachland, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen besteht, wird über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Die Landschaftszone lässt sich untergliedern in Nordkroatien und Slawonien. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze, das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demographisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet und das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch auch Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Zu diesem werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.

Die zweite Landschaftszone, die dinarische Gebirgsregion (auch Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland genannt) wird von Mittel- und auch einzelnen Hochgebirgen geprägt, welche die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch komplett abflusslos sind. Hier herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem längs der Küste laufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien, sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Dalmatinska Zagora, Biokovo-Gebirge).

Die adriatische Küstenregion wird zu großen Teilen von verkarsteten Flächen mit Mittelmeerklima beherrscht und ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die Breite des mediterranen Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo-Gebirges) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in die historischen Regionen Istrien (die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste), das Kroatische Küstenland oder Hrvatsko Primorje um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht sowie Dalmatien (die zerklüftete Adria-Küste etwa ab Zadar südwärts, einschließlich der vorgelagerten Inseln, des gebirgigen Hinterlandes und der historisch bedeutsamen Städten Dubrovnik (Ragusa) und Split).

In Kroatien werden allerdings meist nur zwei Klimazonen unterschieden. Im Landesinneren überwiegt gemäßigtes kontinentales Klima, teilweise auch Gebirgsklima, während im Küstengebiet angenehmes mediterranes Klima mit vielen sonnigen Tagen herrscht: trocken und heiß im Sommer, mild und feucht im Winter. Durchschnittliche Temperatur im Landesinneren: Januar 1 bis 3°C, August 22 bis 26°C, durchschnittliche Temperatur an der Küste: Januar 5 bis 10°C, August 26 bis 30°C. Die mittlere Wassertemperatur liegt im Winter bei 12°C, im Sommer bei 25°C.

Die Wasserqualität des Adriatischen Meeres ist laut ADAC Strände- und Wassertest 08/2006 in Kroatien sehr gut. Die Ergebnisse, die durch die ständige Kontrolle der Meerwasserqualität an mehr als 800 Stränden erhalten wurden, entsprechen den strengsten Kriterien.

Außer der Sauberkeit des Meerwassers ist die biologische und landschaftliche Vielfalt ein besonderes Merkmal des Küstenlandes, was sich neben der generell großen Anzahl an Pflanzen- und Tierarten gerade aus der Zahl der endemischen Arten (das sind Arten die nur in einem bestimmten Gebiet vorkommen) schließen lässt (z. B. der Grottenolm – Proteus anguinus). Um diesen Naturreichtum zu bewahren und zu beschützen, wurde eine Liste der endemischen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, das sogenannte Rote Buch, verfasst.

Ein besonderes Öko-Projekt ist die „Öko-Siedlung (Zelena laguna)“ in Porec, wo man der Umwelt besondere Aufmerksamkeit zukommen lässt. Es gibt eine ganze Reihe ökologisch nachhaltiger Projekte in Kroatien. Man hat festgestellt, dass man auch auf diesem Wege ein Land touristisch attraktiv machen kann.

 

4.2 Großschutzgebiete

Die Republik Kroatien verfügt im Verhältnis zu ihrer Gesamtfläche über eine große Anzahl von gesetzlich geschützten Gebieten: 8 Nationalparks, 10 Naturparks und 2 strenge Naturreservate, fast 100 Sonderreservate, 19 Waldparks, 28 geschützte Landschaften und 72 Naturdenkmäler.

Nationalpark Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch Plitvička jezera) liegt im hügeligen Karstgebiet Kroatiens. Er befindet sich im nördlichen Teil der Region Lika (Gespanschaft Lika-Senj) und wurde 1949 gegründet. Der Nationalpark liegt direkt an der Nationalstraße 1 zwischen Karlovac und Zadar, nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina und umfasst eine Fläche von 29.500 ha. Im ältesten Nationalpark Kroatiens herrscht Gebirgsklima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 8 bis 10 °C und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 1200 bis 1400 mm.

Die Plitvicer Seen sind ein Komplex aus etwa 16 miteinander verbundenen Seen, die sich entlang des Flussverlaufes der Korana gebildet haben und ein in der Welt einzigartiges Naturphänomen darstellen, das 1979 als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt wurde.

Die Plitvicer Seen liegen in einem sehr dünn besiedelten Teil Kroatiens. Daher sind die dortigen Naturphänomene und -schönheiten im und rund um den Nationalpark besonders gut erhalten. Die Gemeinde, zu der der Nationalpark zählt, heißt ebenso wie die Seen selbst Plitvička Jezera.

Die Wassertemperatur der Seen Prošćansko jezero und Kozjak steigt im Sommer bis auf 24 °C an. Schnee fällt von November bis Ende März; die Seen liegen im Dezember und Januar meist unter einer Eisschicht.

In den teilweise urwaldähnlichen Buchen- und Tannenwäldern rund um die Seen haben zahlreiche, anderenorts seltene Tierarten, wie zum Beispiel der Braunbär, überlebt. Dieses Gebiet ist eines der letzten Europas, in dem noch heute eine Vielzahl an wildlebenden Bären und Wölfen zu finden ist.

International bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Winnetou-Filme. Die See- und Wasserfallaufnahmen wurden in diesem Nationalpark gedreht.

Der Eintritt in den Nationalpark ist gebührenpflichtig.

 
Nationalpark Plitvicer Seen
Adresse: Nationalpark Plitvicer Seen, 53231 Plitvicka jezera
Telefon: +385 53 751 015
Fax: +385 53 751 013
E-Mail: iisinsifsiosi@sinsipsi-sipsilsiisitsivsiisicsiesi.sicsiosims
Website: www.np-plitvice.com
 

Nationalpark Paklenica

Der Nationalpark Paklenica ist ein Nationalpark im Velebit-Gebirgsmassiv nördlich der Stadt Zadar an der kroatischen Adria. Er wurde bereits im Jahre 1949 zum Nationalpark erklärt. Raue und steile Karstfelsen in brennender Sommersonne – so erklärt sich wohl der Name Paklenica. Im Kroatischen bedeutet Pakao nämlich Hölle, somit ist Paklenica also eine kleine Hölle. Faszinierende und abenteuerliche Wanderwege inmitten von Gesteinsformationen und zahlreichen versteckten Höhlen zeichnen den 9.600 ha großen Nationalpark aus. Er bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und geschützte Tierarten wie Braunbären, Luchse, Schlangenadler und Gänsegeier. Daneben leben auch zahlreiche Reptilien im Velebit und auch giftige Hornvipern und Kreuzottern kommen im Karst Kroatiens relativ häufig vor.

Der Nationalpark bietet ein großes Klettergebiet mit über 400 Routen in allen Schwierigkeitsgraden.

 
Nationalpark Paklenica
Adresse: Jadranska cesta bb, 23244 Starigrad Paklenica
Telefon: +385 23 369 155
Fax: +385 23 369 202
E-Mail: 9ng9pg9-g9pg9ag9kg9lg9eg9ng9ig9cg9ag9@g9zg9dg9.g9tg9eg9lg9.g9hg9rg
Website: www.paklenica.hr

Nationalpark
Risnjak

Der 3.200 ha große Nationalpark Risnjak (Ris heißt auf kroatisch Luchs) wurde 1959 zum Nationalpark erklärt und befindet sich im Westteil des Gebirgslandes des Gorski kotar im Nordwesten Kroatiens. Der höchste Gipfel ist mit 1.528 m der 15 km von der Küste entfernte Veliki Risnjak. Vom Gipfel bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Kvarner Bucht, den Naturpark Učka und die vorgelagerten Inseln.

In diesem bewaldeten Gebirgsmassiv leben in freier Wildbahn Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler und andere geschützte Tierarten.

 

Nationalpark Mljet

Der 5.375 ha große Nationalpark Mljet bildet den Westteil der Insel Mljet in Süddalmatien und wurde 1960 gegründet. Mit einem Waldanteil von 90 % ist Mljet eine der am stärksten bewaldeten Inseln im Mittelmeer. In den Wäldern des Nationalparks leben auch heute noch Mungos, eine eigentlich fremde Tierart für diese Region. Sie wurden 1909 auf der Insel freigesetzt, um die dortigen Giftschlangen auszurotten. In der Nähe der Insel wurden auch Mittelmeer-Mönchsrobben gesichtet, die zu den am stärksten gefährdeten Säugetierarten der Welt zählen.

 

Nationalpark Kornaten

Der Nationalpark Kornaten (oder auch Nationalpark Kornati genannt) besteht aus einer Vielzahl von kleinen Inseln und Riffen. Der Nationalpark liegt vor der norddalmatischen Küste. Mit einer Gesamtfläche von insgesamt 70 km² und 89 Inseln ist er der größte Nationalpark Kroatiens und ein Eldorado für Segler, Taucher und Individualisten. Viele bezeichnen den Nationalpark Kornaten auch als „Robinson-Paradies“, da die meisten Inseln praktisch unbewohnt sind.

Der Nationalpark Kornaten umfasst eine Gesamtfläche von ca. 220 km² Meeresoberfläche. Die Küstenlinie der Inseln beträgt insgesamt 238 km. Der Nationalpark Kornaten hat eine Länge von etwa 35 km und eine Breite von ca. 13 km. Der Name Kornati leitet sich von der Hauptinsel der Gruppe ab – Kornat bedeutet auf kroatisch Krönung.

Die Vegetation auf den Inseln ist größtenteils spärlich. Die Inseln bestehen aus Kalkstein, sind entweder wenig bewachsen (Macchia) oder kahl. Es gibt weder Wasserläufe noch Quellen.

Taucher können sich an dem zugänglichen Teil der Unterwasserwelt und Höhlen erfreuen. Einige Teile des Nationalparks um die Insel Purara sind aus Gründen des Naturschutzes gesperrt. Mehr als 300 besondere Meerestierarten haben in der Kornaten-Gegend ihr Zuhause, unter anderem Muränen, Haie, Tintenfische, Brassen, Schalentiere und Korallen.

 

Nationalpark Krka

Der 1985 gegründete Nationalpark Krka umfasst auf einer Fläche von 10.900 ha den 2 km langen Flussabschnitt der Krka zwischen Knin und Skradin sowie den Unterlauf des Nebenflusses Čikola. Im Nationalpark leben insgesamt etwa 860 Pflanzenarten, außerdem etwa 222 Tierarten. In ihm leben 18 Fischarten, zahlreiche Amphibien, Reptilien, Insektenarten und außerdem liegt eine der größten Fledermauskolonien Europas auf seinem Gebiet.

Der namensgebende Fluss Krka hat neben vielen kleinen, acht große Wasserfälle, wovon sich sieben im Gebiet des Krka-Nationalparks befinden. Der Skradinski buk gilt als der schönste Abschnitt des Nationalparks. Die Wasserfälle, Seen und Stromschnellen dieser letzten und längsten Travertinbarriere des Flussverlaufs können auf einem Pfad erkundet werden.

Die Quelle der Krka befindet sich beim Topoljski buk-Wasserfall (22 m), der nicht mehr Teil des Nationalparks, jedoch auch eine gesetzlich geschützte Gegend ist.

Im Mittellauf der Krka wurden deren Ufer im Gebiet des Nationalparks großflächig aufgeforstet. Zwischen Roški slap und Skradinski buk liegt inmitten des gleichnamigen Sees die Insel Visovac, auf der sich ein Franziskanerkloster befindet.

An den Wasserfällen der Krka (Skradinski buk, Roški slap und an den Schleierfällen oberhalb der Roški-Fälle) und in der Schlucht des Flusses wurden Teile der Winnetou-Filme gedreht.

 

Nationalpark Nördlicher Velebit

Der Nationalpark Nördlicher Velebit (kroatisch: Nacionalni park Sjeverni Velebit) wurde im Jahr 1999 zum Nationalpark erklärt und befindet sich im nördlichen Teil des Velebit-Gebirgsmassives in der Nähe der Stadt Senj an der kroatischen Adria. Seine Fläche beträgt 10.900 ha. Der Nationalpark bietet herrliche Aussichtspunkte, hohe Kletterfelsen und zahlreiche Höhlen. Im Jahr 1992 wurde dort die Lukas-Grotte, die bisher tiefste bekannte Höhle in Südosteuropa und mit 1.392 m auch eine der tiefsten der Welt, entdeckt. Die Region mit ihren großartigen Karstformationen ist ein lohnendes Ziel für Bergwanderer (Premužićeva staza), Bergsteiger (Hajdučki i Rožanski kukovi), Höhlenforscher (Lukina Jama), Botaniker (Botanischer Garten am Zavižan) und Naturliebhaber allgemein. Der Nationalpark gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat „Velebit Mountain“.

 

Nationalpark Brijuni

Der 3.390 ha große Nationalpark Brijuni wurde im Jahr 1983 gegründet und umfasst den gleichnamigen Archipel vor der Küste der Stadt Pula in Kroatien. Der Nationalpark besteht aus vierzehn üppig bewachsenen Inseln und dem umgebenden Meer. Die größte Insel ist mit einer Fläche von 107 Hektar die Insel Veli Brijun. Auf Brijuni befindet sich ein weitläufiges Tiergehege mit vielen exotischen Tieren, unter anderem einem Elefanten. Auf den Inseln befinden sich die Ruinen Verige und Kastrum aus römischer Zeit. Erste archäologische Spuren deuten auf eine Besiedlung um etwa 3000 v. Chr. Hin, an manchen Strandabschnitten kann man sogar die Fußabdrücke von Dinosauriern bestaunen. Die Inselgruppe Brijuni kann man über eine Schiffsverbindung von Fažana oder Pula aus erreichen. Das Anlanden mit einem Boot ist generell nicht erlaubt. Im Jahr 1893 kaufte der österreichische Industrielle Paul Kupelwieser die Inseln und machte sie bewohnbar. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg waren sie ein Treffpunkt für die damalige Aristokratie. Im Zeitraum von 1947 bis zu seinem Tod wurden die Inseln zur Residenz des damaligen Staats- und Parteichefs Tito und waren somit Sperrgebiet.

 

4.3 Welterbestätten

 

Altstadt von Dubrovnik (K/1979; 1994 erweitert)

Dubrovnik gilt als eine der schönsten Städte des gesamten Mittelmeerraumes und Kroatiens und ist somit ein Zentrum des Fremdenverkehrs. Die Altstadt ist autofrei.

Die Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang sowie bis zu sechs Meter breit und (gegen eine Gebühr) komplett begehbar. Sie sind das besterhaltenste Fortifikationssystem in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im siebten Jahrhundert.

Hier seien vor allem die Hauptpromenade, der Stradun, der Fürsten-Palast, die St.-Vlaho (Blasius)-Kirche, die Kathedrale, drei große Klöster, das Zollhaus und das Rathaus hervorgehoben. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Dubrovnik ist die Rolandsäule. Seit dem Jahr 1317 befindet sich im Franziskanerkloster der Stadt die älteste Apotheke Europas. Außerdem gibt es in Dubrovnik eines der ältesten kommunalen Theater Europas, in dem immer noch Aufführungen stattfinden.

Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split (K/1979)

Split ist die größte und wichtigste Stadt Dalmatiens, ohne je dessen Hauptstadt gewesen zu sein. In venezianischer und österreichischer Zeit war das Zadar und heute gibt es keine Verwaltungseinheit Dalmatien mehr.

Das Herz der Stadt bildet die Altstadt, die an der Südküste der Halbinsel von Split gelegen ist. Ein großer Teil der Altstadt wird vom Diokletianspalast eingenommen, von dem aus sich die Stadt entwickelt hat. In der Altstadt liegt die Kathedrale Sveti Duje (heiliger Duje). Sie diente in früherer Zeit als Mausoleum des Kaisers Diokletian. Von ihrem Turm aus genießt man einen guten Blick über die Stadt. Die Podrumi (übersetzt die „Keller“) sind ein zum Teil sehr hohes Gangnetzwerk unter dem Diokletianspalast. Ans Tageslicht gelangt man wieder am Peristyl, einem beeindruckenden Säulenhof.

Der römische Kaiser Diokletian verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in einem riesigen Palast, den er in der Nähe seines Geburtsortes Aspalthos in Dalmatien um etwa 295-305 n. Chr. bauen ließ. Der Palast von Spalato zeichnete sich durch seine außergewöhnlich strategische Lage in der Mitte des Römischen Reiches zwischen Ost und West aus.

Beim Palast handelte es sich um ein zusammengesetztes Bauwerk aus römischer Villen- und Palastarchitektur, Militär- und Stadtarchitektur sowie Sakralarchitektur. Der im Grundriss rechteckig erbaute Palast nahm eine Fläche von ca. 30 000 m² ein (ca. 215 x 180 Meter). Nach außen grenzte sich der Bau durch starke Mauern mit viereckigen Ecktürmen und zusätzlich vorspringen Türmen an den Fassaden, außer an der zum Meer gewandten Südfassade, deutlich ab. Im Inneren des Palastes ergab sich durch die Anlage einer Querstraße (Decumanus) und einer Längsstraße (Cardo) eine grobe Inneneinteilung in je zwei Hälften im nördlichen und südlichen Bereich. In den nördlichen Bereichen fanden sich bei archäologischen Grabungen Reste zweier großer Gebäude mit rechteckigen Grundrissen, dessen Funktionen bisher nicht gänzlich geklärt werden konnten. Vielleicht können jene Bauten sogar als militärische Einrichtungen angesehen werden. Im südlichen Bereich des Palastes befanden sich links und rechts eines mittigen Peristyls größere Höfe mit Kultdenkmälern (drei Tempel und das Diokletianmausoleum); im südlicheren Viertel erhielten sich Reste der kaiserlichen Wohnung mit vielen unterschiedlichen Raumformen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die ursprüngliche Architektur geändert, doch die Einwohner dieser Stadt, die später Spalato, dann Split genannt wurden, wussten die Struktur des Palastes unter der byzantinischen, venezianischen und österreichisch-ungarischen Herrschaft zu nutzen und sie dabei so wenig wie möglich zu beschädigen. Das Peristyl des Palastes, das Diokletianmausoleum, der Jupiter-Tempel, die Säulengänge auf der Straße, die frühkroatische Kirche, die romanischen Häuser, das Tor von Andrija Buvina und die architektonischen Bauwerke von Juraj Dalmatinac sind im gut erhaltenen Zustand.

Nationalpark Plitvicer Seen (N/1979; 2000 erweitert)

Beschreibung siehe oben

Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec (K/1997)

Die Euphrasius-Basilika oder Euphrasiana, eine dreischiffige Basilika, wurde unter Bischof Euphrasius im späten sechsten Jahrhundert erbaut. Ihr angegliedert ist die vorbyzantinische Taufkapelle sowie das Bischofspalais. Besonders bemerkenswert sind die zum Teil gut erhaltenen Mosaiken in der Apsis.

Der Trg Marafor (Forumsplatz), ein kleiner Platz mit Resten römischer Tempel und die ursprüngliche römische Bepflasterung blieben erhalten.

Das Kanonikerhaus sowie das Haus der zwei Heiligen sind glänzende Beispiele später romanischer Architektur.

Einige gotische Bauwerke befinden sich entlang der Decumata. Aus dem 16. Jahrhundert sind vor allem die beiden Palais Polezini und Sinčič hervorzuheben. Im letzteren befindet sich das Heimatmuseum der Poreština, das eine gute prähistorische- und Antikensammlung aufweist und einige ethnographische Informationen zu Stadt und Landschaft bietet.

Ein letzter Rest der alten Befestigung findet sich im Runden Turm aus dem späten 15. Jahrhundert, der ehemals den östlichen Eingang der früher rundum stark befestigten Stadt bewachte.

Historische Stadt Trogir (K/1997)

Die romanische Stadt Trogir stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar, sondern in ganz Osteuropa. In dem mittelalterlichen, von Mauern umgebenen Stadtkern, befinden sich ein erhaltenes Schloss, ein Turm, etwa zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barocks.

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen:

  • die St.-Laurentius-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Das westliche Hauptportal ist ein Meisterwerk von Radovan und das wichtigste Werk im romanisch-gotischen Stil in Kroatien;
  • das Stadttor und die Stadtmauer Trogirs;
  • die Festung Kamerlengo aus dem 15. Jahrhundert;
  • der Fürstenpalast aus dem 13. Jahrhundert;
  • der Groß- und Kleinpalast Cipiko aus dem 15. Jahrhundert und
  • die Stadtloggia aus dem 15. Jahrhundert

Die Stadt hat Ihren mittelalterlichen Charakter so bewahrt, dass man von einer Museumsstadt sprechen kann.

Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, die schon in griechischer Zeit durch einen Kanal vom Festland getrennt wurde. Mit der Insel Ciovo ist sie durch eine Klappbrücke verbunden.

Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik (K/2000)

Die Kathedrale des HeiligenJakob (kroat. Katedrala svetog Jakova), ist das bedeutendste Bauwerk von Šibenik in der südkroatischen Region Dalmatien.

Das Dach der Kathedrale besteht aus einem Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1431, vollendet wurde das Werk jedoch erst 1535. Die Einweihung fand schließlich 1555 statt. Beim Bau waren im Wechsel italienische und einheimische Baumeister beteiligt.

Die zu jener Zeit innovative Fertigbauweise mit Steinplatten wird dem Baumeister Juraj Dalmatinac zugeschrieben. Die Kirchenfassade mit dreiblättriger Kleeblattform des Giebels ist die älteste und einzige Kirchenfassade dieser Art in Europa.