Bosnien-Herzegowina

 

1. Übersicht

1.1 Landeskennzeichen
1.2 Internationale Telefon-Vorwahl
1.3 Allgemeine Informationen
1.4 Informationen zum Staatsaufbau
1.5 Einreise- und Zollbestimmungen
1.6 Währung und Geldwechsel
1.7 Gesundheit
1.8 Botschaften und Konsulate
1.9 Wichtige Telefonnummern

2. Reiseinformationen

2.1 Tourismus
2.2 Tourismus-Informationen
2.3 Links zum Thema Tourismus
2.4 Verkehr
2.5 Unterkünfte
2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken
2.7 Links: Weitere Informationen

3. Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik
3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
3.3 Weitere Informationen
3.4 Schulsystem und Bildungswesen

4. Natur und Kultur

4.1 Natur und Umwelt
4.2 Großschutzgebiete
4.3 Welterbestätten

 


1. Übersicht

 

1.1 Landeskennzeichen: BiH

 

1.2 Internationale Telefon-Vorwahl: +387

 

1.3 Allgemeine Informationen

 

Ländername: Bosnien und Herzegowina (bosnisch./kroatisch: Bosna i Hercegovina, serbisch: Босна и Херцеговина)
Fläche: 51.129 km²
Einwohner: ca. 4,028 Millionen
Hauptstadt: Sarajewo (ca. 297.512Einwohner)
Weitere wichtige Städte: Banja Luka (ca. 173.700 Einwohner), Tuzla (ca. 88.500 Einwohner), Zenica (ca. 85.600 Einwohner), Mostar (ca. 64.300 Einwohner), Prijedor (ca. 57.200 Einwohner), Bihać (ca. 39.200 Einwohner), Brčko (ca. 38.500 Einwohner), Bijeljina (ca. 37.700 Einwohner)
Religionen: Muslime (Bosniaken) (ca. 48,3 %), Serbisch-Orthodoxe (Serben) (ca. 34 %), Katholiken (Kroaten) (ca. 15,4 %)
Amtssprache: Bosnisch, Serbisch, Kroatisch, mit lateinischem (Bosnisch/Kroatisch) und kyrillischem Alphabet (Serbisch)
Währung: Konvertierbare Mark (Konvertibilna Marka – KM), vielerorts durch direkte Bindung an den Euro auch Euro akzeptiert.
Geographische Lage: Bosnien und Herzegowina liegt in Südosteuropa auf dem Balkan zwischen Serbien, Montenegro und Kroatien.

 

1.4 Informationen zum Staatsaufbau

Demokratischer Bundesstaat mit zwei starken konstitutiven Landesteilen (Entitäten): Die „Föderation von Bosnien und Herzegowina“ und die „Republika Srpska“.

 

1.5 Einreise- und Zollbestimmungen

 

Die Einreise nach Bosnien und Herzegowina ist mit einem gültigen Reisepass, Personalausweis, Kinderausweis oder Eintrag im Reisepass eines Elternteils möglich. Ein Visum wird nicht benötigt. Die Einreise von Haustieren ist problemlos. Es müssen aber sowohl der internationale Impfausweis und als auch eine amtstierärztliche Bescheinigung vorlegt werden.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 200.000 KM begrenzt. Keine Beschränkungen gibt es bei der Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen.

Ausländische Staatsangehörige müssen sich 24 Stunden nach Einreise bei der Polizei melden. In Sarajewo hat dies bei der Ausländerabteilung des Kantonalen Innenministeriums Sarajewo zu erfolgen.

Adresse: Zmaja od Bosne 9, 71000 Sarajewo, Bosna i Hercegovina
Telefon: +387 33 66 42 11
Öffnungszeiten: Mo-Fr. 8-16 Uhr /.

Bei einer Unterkunft in einem Hotel wird die polizeiliche Anmeldung von diesem übernommen.

1.6 Währung und Geldwechsel

 

Offizielles Zahlungsmittel ist seit Sommer 1998 die Konvertible Mark (KM), die 1:1 an die Deutsche Mark und dementsprechend zum D-Mark-Kurs von 1,95583 KM für einen Euro an die europäische Währung gebunden ist. Die Untereinheit der KM ist der "Konvertible Fening" (Konvertibilnih feninga). Allerdings wird vielerorts auch die Zahlung direkt in Euro akzeptiert. Der Geldumtausch ist in den größeren Orten problemlos möglich. Bankautomaten (Maestro Card) gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt. Das Bezahlen mit Kreditkarten und das Bezahlen mit Maestro Card/EC Karte ist nur in den Städten und nur in großen, modernen Geschäften und Restaurants möglich und relativ unüblich.

In den kroatisch bewohnten Grenzgebieten kann oft auch mit Kuna, in den Grenzgebieten zu Serbien mit dem Serbischen Dinar bezahlt werden.

Die KM und der Kf sind in folgenden Münzen und Scheinen im Umlauf:
  • Münzen: 5 Kf, 10 Kf, 20 Kf, 50 Kf, 1 KM, 2 KM und 5 KM
  • Scheine: 1 KM, 5 KM, 10 KM, 20 KM, 50 KM, 100 KM und 200 KM

Münzen zu 5 Kf und 5 KM sind seit dem 5. Januar 2006 in Umlauf, die 5 KM-Scheine sollen hingegen demnächst aus dem Umlauf genommen werden. Derzeit (September 2006) gibt es noch immer gültige Scheine zu 1 KM und zu 5 KM. Früher gab es außerdem noch Scheine zu 50 Fening, die 2003 aus dem Umlauf genommen wurden.

Anfangs waren auch deutsche Münzen und Scheine im Umlauf und wurden wie inländische KM verwendet.

Eine Besonderheit der bosnisch-herzegowinischen Banknoten ist, dass mit Ausnahme der 200-KM-Note jede Banknote in zwei Varianten, nämlich in einer für die Republika Srpska und in einer anderen für die Föderation erhältlich ist, jedoch gelten alle uneingeschränkt im ganzen Land.

Kreditkarten werden zunehmend in Hotels, vereinzelt auch in Restaurants und Geschäften akzeptiert, Barzahlung wird empfohlen.

Für reibungslosen Zahlungsverkehr ist es ratsam, Banknoten geringen Wertes mitzuführen. Die öffentlichen Einrichtungen (Gas-, Stromwerke, Post, etc.) akzeptieren nur Zahlungen in KM-Münzen/-Noten.

1.7 Gesundheit

 

Minen sind in Bosnien-Herzegowina leider immer noch allgegenwärtig und es wird auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen alle Bereiche komplett zu sichern und zu räumen. Deshalb sollte man sich bei den örtlichen Behörden und/oder Mitgliedern ausländischer Hilfsorganisationen, die in diesem Bereich tätig sind, kundig machen, wie groß die Gefährdung in der Region ist, die man besuchen möchte. Dementsprechend sollten dann die Aktivitäten angepasst und zurückhaltend geplant werden. So verlässt man sicherheitshalber die asphaltierten Straßen und Wege nicht und vermeidet evtl. gefährliche Touren.

 
Empfohlene Impfungen

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutzimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B.

In einigen Fällen ( z.B. Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann ein Impfschutz gegen Tollwut und Typhus, evtl. auch gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis), ebenfalls sinnvoll sein.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung) können Infektionserkrankungen (unter anderem auch Borreliose/Lymekrankheit) vermieden werden.

 
Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist mit Mitteleuropa noch nicht zu vergleichen und ist vielfach noch technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch nach europäischen Standards ausgebildete, Englisch und Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung mit Gültigkeit auch für dieses Land werden dringend empfohlen.

Eine individuelle, gut ausgestattete Reiseapotheke sollte mitgenommen werden.

1.8 Botschaften und Konsulate

 
Botschaft von Bosnien und Herzegowina
Adresse: Ibsenstraße 14, 10439 Berlin, Deutschland
Telefon: 030-81 4 7 12 10
Fax: 030-81 4 7 12 11
E-Mail: dmodaodiodlod@odbodoodtodsodcodhodaodfodtodbodhod.oddodeo
Website: www.botschaftbh.de
Öffnungszeiten: Mo –Fr 09.00–17.00 Uhr

 

 

 

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ortsanschrift: Ulica Buka 11- 13, 71000 Sarajewo, Bosna i Hercegovina
Postanschrift: PP488, 71000 Sarajewo, Bosna i Hercegovina
Telefon: +387 33 27 50 00
Fax: +387 33 65 29 78
E-Mail: i7n7f7o7@7s7a7r7a7j7e7w7o7.7d7i7p7l7o7.7d7e7
Website: www.sarajewo.diplo.de
Außerhalb der Dienstzeiten (Mo- Do 7.45 bis 16.45 Uhr, Fr 7.45 bis 13.30 Uhr) steht eine Telefonnummer für Notfälle zur Verfügung: +387 61 13 00 32
 

Die Adressen sämtlicher Konsulate und der Außenstellen können unter www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/BosnienUndHerzegowina.html bei Vertretungen Bosnien und Herzegowina und Deutsche Vertretungen abgerufen werden

1.9 Wichtige Telefonnummern

 

 

 

Notrufnummern:

 

 

 

Polizei: 92, Unfallrettung: 94
Telefonauskunft: (00387) (33)988
Landesvorwahl von Deutschland nach Bosnien und Herzegowina: +387
Landesvorwahl von Bosnien und Herzegowina nach Deutschland: +49
 

Nutzbarkeit deutscher Mobiltelefone

GSM 900 Mobilfunknetz. Die Hauptanbieter sind BH Telecom, Joint Stock Company, Sarajevo (GSMBIH); HT Mobile Communications Ltd Mostar (ERONET) und RS Telecommunications JSC Banja Luka (MOBILNA SRPSKE), es bestehen weitestgehend Roaming - Verträge mit deutschen Anbietern, genauere Informationen: www.gsmworld.com/roaming/gsminfo/cou_ba.shtml

 

2. Reiseinformationen

 

2.1 Tourismus

 

Es gibt Tourismus in Bosnien-Herzegowina, allerdings ist dieser meist noch lokal beschränkt und wird nur langsam wieder aufgebaut.

Was dabei besonders auffällt: „Auf dem Land“ gibt es noch relativ wenige touristische Angebote, was sicher auch in der immer noch bestehenden Gefahr durch Minen begründet liegt. Außerdem sieht man noch viele Spuren des Krieges, wie ausgebrannte Häuser und Einschlaglöcher. Zudem sind die Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Land noch spärlich und häufig auf keinem hohen Standard.

Der komplette Gegensatz sind die Touristenmetropolen wie Sarajewo und Mostar. Hier ist vieles wieder aufgebaut, vieles ist neu, es ist relativ sauber und die Menschen sind auf Touristen eingestellt. Für Umwelt- und Sportfans gibt es dennoch auch außerhalb von Sarajewo und Mostar einige Angebote. Wintersportbegeisterte werden sich in den Skigebieten rund um Sarajewo (Jahorina und Bjelašnica z. B.) gut aufgehoben fühlen. Freunde des Wassersports können bei diversen Unternehmen auf den Flüssen Neretva, Una und Tara Raftingtouren buchen. Auch Extremsportler kommen auf Ihre Kosten, hier nur ein paar Möglichkeiten: Ein Drachenflug vom Gipfel des Visocica über die Rakitnica-Schlucht, mit dem Kajak die reißende Tara hinunterfahren, oder mit dem Mountainbike quer durch das Hochland des Prenj – dem bosnischen Himalaja – fahren.

Geführte Wandertouren an Flüssen und Seen und durch die Bergregionen können einen Eindruck von der unglaublichen Naturschönheit (Rakitnica-Schlucht und Krusnica-Schlucht) des ganzen Landes vermitteln. Für Naturliebhaber, Jäger und Angler stellen natürlich auch die Nationalparks und Naturreservate mit ihren Seen- und Sumpflandschaften, und auch mit dem Urwald Perucica (für den in Anspruch genommen wird, der einzige in Europa verbliebene zu sein), einen großen Anreiz für eine Reise dar. Man sollte aber auf Grund der Minengefahr nicht auf einen ortskundigen Führer verzichten (im Jahr 2004 kamen 16 Menschen durch Minen ums Leben, weit mehr wurden verletzt).

Dann gibt es noch den katholischen Pilgerort Međugorje (der von der katholischen Kirche bisher offiziell nur als "Gebetsstätte" anerkannt ist), in dessen Nähe einigen Jugendlichen in den 80er Jahren des 20. Jh. die Jungfrau Maria gleich mehrmals erschienen sein soll. Das Dorf ist mittlerweile komplett auf den Pilgerstrom eingerichtet, es gibt Hotels, Restaurants und viele, viele Souvenirläden. Generell gibt es über das ganze Land verteilt viele kleine und große Kulturdenkmäler der vier in Bosnien-Herzegowina vertretenen Religionen (Islam, Judentum sowie orthodoxes und katholisches Christentum) zu sehen.

Die Küstenregion um Neum ist mit nur knapp über 21 km Länge verhältnismäßig klein, dennoch kann man hier einen schönen Strandurlaub (270 Sonnentage im Jahr) an der Adria verbringen. Des Weiteren liegen Mostar und die kroatische Stadt Dubrovnik (beides Weltkuturerbe-Städte) nicht weit entfernt.

Abschließend ein paar Worte zu den beiden größten Städten in Bosnien-Herzegowina:

Sarajevo – die Hauptstadt des Landes

In Sarajevo befinden sich mehrere Theater, Museen und Kultureinrichtungen. In der Stadt finden jährlich verschiedene wichtige Kulturveranstaltungen statt: das Sarajevo Film Festival, das Jazz-Festival, "Baščaršijske noći", das Kulturfestival "MESS" und "Sarajevska Zima" (Sarajever Winter).

Sarajevo hat eine sehr schöne, orientalisch geprägte Altstadt (mehrere Moscheen, Baščaršija-Platz). Die Altstadt wurde nach dem Krieg wiederaufgebaut. Viele schöne Bauwerke laden zu einem ausgedehnten Stadtspaziergang ein.

Sarajevo ist Sitz eines Oberhaupts der bosnisch-herzegowinischen Muslime, eines Metropoliten der serbisch-orthodoxen Kirche und eines Erzbischofs der römisch-katholischen Kirche. In Sarajevo gibt es eine Vielzahl verschiedener Religionen. In der Stadt findet man Moscheen, Kirchen und Synagogen nicht weit voneinander entfernt. Deswegen wird die Stadt gelegentlich auch Klein-Jerusalem oder Europäisches Jerusalem genannt.

Banja Luka

Banja Luka ist die zweitgrößte Stadt Bosnien-Herzegowinas. Sie ist von Bergen und Hügeln umgeben, und der kalte, klare Bergfluss „Vrbas“ fließt von dort ausgehend einmal quer durch das Stadtzentrum. Die Stadt ist durchsetzt mit Parks und Alleen, die sie zu einem attraktiven, gesunden und interessanten Reiseziel machen.

Durch ihre Lage an den neuen Verkehrswegen des Westens und Ostens zum und durch den Balkan ist sie zu einem wichtigen Geschäfts-, Bildungs-, Kunst- und Kulturzentrum der Region geworden.

 

2.2 Tourismus-Informationen

 

Tourism Association of Bosnia-Herzegovina – Tourismusverband Bosnien-Herzegowina
Adresse: Branilaca Sarajeva 21/4, 71000 Sarajewo, Bosnien und Herzegowina
Telefon: 00387-33-252900
Fax: 00387-33-252901
E-Mail: 0t80o80u80r80i80n80f80o80@80b80i80h80.80n80e80t80.80b80a8 oder dtddodduddrdd.ddoddfddfdd@ddbddiddhdd.ddnddeddtdd.ddbddad
Website: www.bhtourism.ba

Ob es in weiteren Städten Touristen–Informations–Büros gibt, muss/sollte man vor Ort erfragen. Bisher wurden keine weiteren Adressen gefunden, aber da sich das Land entwickelt, könnte sich das kurzfristig ändern.

 

2.3 Links zum Thema Tourismus

 

www.bhtourism.ba/ger/default.wbsp: Die offizielle Tourismus-Webseite von Bosnien und Herzegowina
www.botschaftbh.de/deu/index.htm: Eine Website der Botschaft mit umfassenden Informationen über Bosnien-Herzegowina
www.srpa.de/columbus/columbus.php: Reiseführer, bei Länder Bosnien-Herzegowina eingeben

 

2.4 Verkehr

Einreise

 

 

 

1. Bahn:
Alle aktuellen Zugverbindungen kann man sich auf Wunsch mit allen Zwischenhaltestellen über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn anzeigen lassen (reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn). Zu beachten ist, dass dabei natürlich auch Verbindungen vorgeschlagen werden, bei denen man durch Länder reist, für die ein Visum nötig ist. Man sollte also den Zuglauf beachten. Informationen zu den entsprechenden Ländern finden Sie auf traveleast.eu jeweils unter Punkt 1.5 (Einreise- und Zollbestimmungen).

 

 

 

2. Bus:
Regelmäßige Busverbindungen gibt es von und nach Sarajevo in und aus mehreren mittel- und osteuropäische Städten.
Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Bosnien-Herzegowina.
Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich bei der bosnischen Eurolines-Generalvertretung (Centrotrans Bus, Internet: www.www.centrotrans.com) oder der Eurolines-Vertretung in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M., Telefon: (069) 79 03 50, Fax: (069) 790 32 19, E-Mail: service@deutsche-touring.com, Website: www.deutsche-touring.com)

 

 

 

3. Auto:
Über Kroatien ist die Einreise mit dem Auto möglich. Sowohl der internationale Führerschein, als auch die grüne Versicherungskarte müssen vorgelegt werden.
Viele Straßen sind immer noch in schlechtem Zustand. Aufgrund der Landminengefahr ist es ratsam grundsätzlich nur Hauptverkehrsstraßen zu benutzen. Von Nachtfahrten wird wegen der ungenügenden Straßenmarkierung und des schlechten Straßenzustands abgeraten.
Die ADAC-Auslands-Notrufstation in Zagreb (Telefon: (+385)((0)1) 363 66 66, 363 60 00. Website: www.adac.de) ist auch für Bosnien-Herzegowina zuständig.

 

 

 

4. Flugzeug:
Die nationale Fluggesellschaft Air Bosna (JA) bietet regelmäßige Flüge von Düsseldorf, Berlin, Belgrad, Frankfurt, München, Stuttgart, Stockholm, Istanbul und Wien an.
Andere Fluglinien, die den internationalen Flughafen Sarajevo anfliegen, sind: Swiss, Austrian Airlines, Adria Airways, Lufthansa, Croatia Airlines, Malev Hungarian Airlines und Turkish Airlines.
Der internationaler Flughafen Sarajevo (SJJ) liegt 10 km südlich von Sarajevo. Busse ins Stadtzentrum verkehren von 06.00-22.00 Uhr. Die Fahrten dauern rund 30 Minuten.
Mostar (OMO) und Banja Luka (BNX) (Website: www.bhdca.gov.ba/airport/airpbk.htm) fungieren ebenfalls als internationale Flughäfen.
 

Fortbewegung innerhalb des Landes

Es gibt zwei Bahngesellschaften: Einerseits die Bahngesellschaft der Föderation Bosnien und Herzegowina (Željeznice Federacije Bosne i Hercegovine) und andererseits die der Republika Srpska (Željeznice Republike Srpske). Es gibt grundsätzlich drei Bahnstrecken:

  • "Unska", im Unatal verlaufende Strecke zwischen der Stadt Sisak und der Stadt Split und dessen Adriahafen, über Bosanski Novi, Bihać und Knin.
  • Eine Verbindung vom Hafen in Ploče mit den Eisenbahnen in Ostkroatien, zwischen Slavonski Brod und Vinkovci, über Mostar, Sarajevo und Doboj verlaufend.
  • Eine Strecke beginnend in Bos, die die vorhergehenden zwei mit einander verbindet. Novi, über Banja Luka und Doboj, mit einem Ausläufer, der bis nach Tuzla und Brčko reicht.

Busse verkehren im ganzen Land und verbinden die Städte auch mit kleineren Gemeinden. Über die Fahrpläne und Ticketpreise muss man sich vor Ort informieren, da diese saisonal unterschiedlich sein können und, wie so vieles in diesem Land, sich alles im Aufbau und Fluss befindet.

Wenn man mit dem Pkw unterwegs ist sollte man folgendes beachten:
Die Höchstgeschwindigkeiten liegen innerorts bei 60km/h, außerorts bei 80 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5‰. Abweichend von den deutschen Verkehrsbestimmungen müssen (!) Autofahrer ein Abschleppseil im Wagen mitführen.

 

2.5 Unterkünfte

 

Es gibt eine Reihe von nationalen und internationalen Hotels, insbesondere in Sarajevo und den größeren Städten. Andere Unterkunftsmöglichkeiten wie Pensionen stehen ebenfalls zur Verfügung. Allerdings drängen sie sich einem nicht unbedingt auf. Teilweise muss man sogar nach ihnen suchen.

Dafür haben sich auch in kleineren Städten das Angebot und die Einrichtungen in den letzten Jahren verbessert, Hotels und andere Unterkunftsmöglichkeiten finden sich nun fast in allen Teilen des Landes. Große Unterschiede gibt es in der Qualität und den Preisen. Von der schlechten Absteige ohne fließend Wasser bis zum luxuriösen Hotel ist alles vorhanden. Ab 10 Euro sollte man eine Übernachtungsmöglichkeit finden können, mit allzu großem Luxus ist dann allerdings nicht zu rechnen. In der Föderation kann es auch schon mal vorkommen, dass man ein stilles Örtchen aufsucht und stattdessen zwei Griffe an der Wand und ein Loch im Boden vorfindet.

 

2.6 Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken

 
Einkaufsmöglichkeiten

Die Meinungen über die Einkaufsmöglichkeiten und das Preisniveau in Bosnien-Herzegowina gehen auseinander. Nachfolgend zwei konträre Beispiele:
Jemand schrieb (sinngemäß) über Bihać: „Es gibt unzählige Cafés, das Kino ist auch neu und man findet Boutiquen ohne Ende! Alles superbillig für uns aus Deutschland!“ Stand 2007

In einem anderen Erfahrungsbericht war sinngemäß zu lesen: „In den Supermärkten, die den deutschen recht ähnlich sind, gibt es eigentlich alles zu kaufen, was es in Deutschland auch gibt. Da sehr viel importiert werden muss, kennt man auch die Namen der Produkte: „Haribo“, „Ariel“, „Tempo“, „Nivea“, „Milka“ und „Coca-Cola“. Diese Produkte sind des Importes wegen relativ teuer (Stand 2003).

Zumindest in den größeren Städten kann man wohl mittlerweile auch ganz ordentlich shoppen gehen. Und die meisten Quellen waren auch der Meinung, dass das Preisniveau in Bosnien-Herzegowina (mal deutlich, mal nur ein wenig) unter dem deutschen liege. Wobei es regionale Preisunterschiede von bis zu 150 % geben kann. Dabei gilt fast immer die Faustregel, je größer die Stadt, desto höher der Preis.

Aber man kann in Bosnien-Herzegowina auch den Einkauf bzw. Markt der ganz anderen Art erleben (sinngemäß und teilweise wörtlich aus einem Reisebericht übernommen):
„Den „Arizona Market“. Er befindet sich in der Nähe von Bijelina bzw. Brčko und erstreckt sich einige Kilometer lange neben der Straße. Der „Markt“ besteht aus Bretterbuden, Metallverschlägen und einigen gemauerten Bauten; er zählt über 2000 Geschäfte, einige Cafés und irgendwann früher gab es hier auch Nachtclubs; einmal in der Woche gibt es einen gesonderten Vieh-Markt. Parken kann man an ausgewiesenen Parkplätzen, die allerdings Gebühr kosten. Angesichts der Tatsache, dass man auf dem Markt auch gebrauchte Autos kaufen kann, ist es eine Überlegung wert, wo man sein Auto abstellt.

Das ganze "Konstrukt" umweht ein Hauch von Abenteuer. Zu kaufen gibt es hier angeblich alles. Lebensmittel in Großpackungen, Autos, Möbel, Motorsägen, Heizöfen, Kleidung, (illegal) gebrannte CDs und DVDs. Zwischendurch immer mal wieder ein Čevapi -Stand, mit dem obligatorischen Geruch von angebranntem Fett.

Früher – und das sind offensichtlich keine Legenden – konnte man sogar Menschen (hauptsächlich wohl Prostituierte) dort kaufen. Auch Waffen soll man erwerben können, wahrscheinlich russischer/jugoslawischer Herkunft. Und auch Panzer sind hier angeblich schon feilgeboten worden.

Die hygienischen Zustände sind mit „katastrophal“ wahrscheinlich ganz gut getroffen. Wenn man einen Blick hinter die Hütten wagt, trifft einen der Schlag. Jede verstecktere Ecke wird zur Toilette umfunktioniert. Das kann man riechen und gelegentlich beobachten. Und schließlich wimmelt es nur so von verlausten Straßenkötern. Nur wer über eine weit überdurchschnittliche Konstitution verfügt, kann es sich leisten auf dem Markt etwas zu essen. Auch die "Fingerprobe" mancher Waren ist schon wagemutig, vor der nächsten Mahlzeit sollten die Hände gründlichst gereinigt werden.

Wenn vom "Arizona Market" die Rede ist, wird auch zugleich vom größten Schwarzhandelsmarkt in Europa die Rede sein. Bei Recherchen im Internet erfährt man aber über die Geschichte der Marktes „nichts Genaues“. Wer weiß? Wohin und ob überhaupt Steuern für die gehandelte Ware bezahlt werden, ist und bleibt wohl ein Geheimnis. [Anm. d. R., unter www.uwe-rada.de/themen/zukunft10.html, kann man ein paar weiterführende Informationen über die Entstehung und die „Struktur“ des Arizona – Markets finden]

Tatsache ist jedoch, dass die Region und die Menschen dort (der Markt bietet 10.000 Menschen Arbeit und versorgt auf die Art ca. 100.000 weitere Menschen) vom „Arizona Market“ abhängig sind.

Tatsache ist ebenfalls, dass direkt neben dem vorhandenen Areal an „Bretterverschlägen“ ein neues Gelände entsteht, aus überdachten Markthallen, mit großzügig angelegten Parkplätzen – das irgendwann denn jetzigen „wild gewachsenen“ Markt ablösen soll.“

Stand 2004

[Die sinngemäß übernommenen Erlebnisberichte stammen von der Internetseite reisen.ciao.de/Erfahrungsberichte/Bosnien_Herzegowina_Allgemeines__136211.]

 
Bosnisch-hezegowinische Gastronomie

In Bosnien-Herzegowina besteht das Essen häufig zu großen Anteilen aus Fleisch. Die Gerichte sind da sehr vielfältig. Berühmt sind die Čevapi, die großen Geschwister der Ćevapčići. Zu jeder Mahlzeit gehört Weißbrot und wird dementsprechend reichlich serviert. Als Beilagen gibt es einheimische Salate. So fehlt der Šopska oder auch der Srpska Salat (gemischter Salat mit Kraut, Tomaten und Gurken; erstgenannter enthält noch Käse) bei (fast) keinem Essen. Des Weiteren gibt es noch einen Fleisch und Kohl – Eintopf (Bosanski Lonac), der als Nationalgericht gilt.

Ansonsten ist die bosnisch-herzegowinische Küche stark von der Türkischen beeinflusst. So gibt es die verschiedensten Teigwaren. Herzhafte, wie Pida (Fleischpastete), Burek (Blätterteig, herzhaft), Zeljanica (Spinatpastete) und Sirnica (Käsepastete), aber auch die süßen Varianten wie Baklava(Nuss – und Honigpastete) und Tufahije (Apfelkuchen). Außerdem werden die Süßigkeiten Lokum (türkischer Honig) und Halva(gemahlene Nüsse in Honig) fast überall angeboten.

Zu den Speisen wird gerne Kefir getrunken. Aber auch türkischer Kaffee und Salep (ein Tee) erfreuen sich großer Beliebtheit.

Als einheimischen Schnaps gibt es Rakija zu trinken, wobei man immer im Hinterkopf behalten sollte, dass öffentlicher Alkoholkonsum von Muslimen als beleidigend angesehen werden könnte und in manchen Regionen gänzlich verboten ist.

Um "auf Nummer sicher zu gehen", sollte man darauf verzichten nicht abgekochtes Leitungs- oder Grundwasser zu trinken. Wenn man es doch versucht sind Durchfallerkrankungen keine Seltenheit. Mineralwasser und andere Getränke sind überall und relativ günstig erhältlich.

 

2.7 Links: Weitere Informationen

 
de.wikipedia.org/wiki/Bosnien-Herzegowina
www.fbihvlada.gov.ba/: Die Webseite der Regierung von Bosnien und Herzegowina
www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/BosnienUndHerzegowina.html: Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
ec.europa.eu/enlargement/pdf/key_documents/2006/Nov/bih_sec_1384_en.pdf
www.isoplan.de/mi/index.htm: Wichtige Adressen und Anlaufstellen.
reisen.ciao.de/Erfahrungsberichte/Bosnien_Herzegowina_Allgemeines__136211: 16 Erfahrungsbereichte, sehr lesenswert, weil es Informationen aus erster Hand sind.
 
 
 
 
 
 
 

3. Jugendarbeit

 

3.1 Jugendarbeit und Jugendpolitik

 

Jugendarbeit und Jugendpolitik existierte wegen des Krieges und in seiner Folge einige Jahre in Bosnien-Herzegowina so gut wie gar nicht. Dann wurde sie von ausländischen Initiativen wieder ins Gespräch gebracht und (nicht nur finanziell) gefördert. Mittlerweile gibt es kleinere nationale Projekte und Initiativen, die sich durch die Vorarbeit der ausländischen Organisationen etablieren konnten.

Dennoch erweckt es immer noch den Anschein, dass die Arbeit für Jugendliche und Kinder in Bosnien-Herzegowina schwierig und nervenaufreibend ist. Dies liegt unter anderem daran, dass die politischen Kompetenzen noch immer sehr zerstückelt und unübersichtlich sind. Zitat aus einem GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH) – Bericht: "Skender Boshtrakay im Jugend-Departement wünscht sich indes mehr Mittel als die 240 000 Euro, die ihm jährlich für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Im Vergleich mit den Nachbarn steht der Kosovo damit noch gut da. In Bosnien-Herzegowina gibt es nicht einmal eine entsprechende Abteilung in der Verwaltung." Das bedeutet auch, dass die Politik noch immer zu sehr mit sich und der Bewältigung ihrer Probleme, es gibt auch weiterhin ethnische Spannungen, beschäftigt ist und sich nicht in der Lage sieht, sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen zu kümmern. Die selbstverständlich mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben.

Anschließend seien nur einige Initiativen und Organisationen und in Ausschnitten deren Projekte genannt, die sich um die Kinder und Jugendlichen in Bosnien-Herzegowina bemühen. Die Liste kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

 
Schüler Helfen Leben e. V.

"Am Anfang war der Wunsch, irgendetwas zu tun. Irgendetwas, was den Menschen helfen könnte, die ein paar Autostunden südlich von München plötzlich in diesen schrecklichen Krieg geraten waren. Jahrelang waren Kroatien und Bosnien Lieblingsreiseländer der Deutschen und auf einmal fielen Granaten auf die mediterrane Hafenstadt Dubrovnik, wurden Menschen von ihren Nachbarn aus dem Dorf getrieben, Frauen vergewaltigt und ganze Landstriche verwüstet. Der Schrecken über die grausamen Fernsehbilder, die plötzlich aus dem einstigen Urlaubsparadies in unsere Wohnzimmer flimmerten, war der Anfang von Schüler Helfen Leben."(Zitat von der Website www.schueler-helfen-leben.de).

Seitdem hat sich viel getan und viele Projekte wurden durchgeführt: Als erstes kamen Hilfslieferungen, dann wurde der Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten organisiert und durchgeführt. Gleichzeitig wurde immer daran gearbeitet, dass eine positive, gleichberechtigte Kommunikation der Jugendlichen der verschiedenen Ethnien miteinander stattfand. Teilweise konnte diese sogar noch ausgebaut werden.

So schafften es SchülerInnen z. B. als erste eine landesweite, alle ethnischen Gruppen übergreifende Zeitung herauszubringen. Außerdem setzt sich SHL besonders dafür ein, die ethnische Minderheit der Roma in die Gesellschaft einzubinden und ihnen eine realistische Chance auf Bildung zu geben.

 
Von der SHL – Website (www.schueler-helfen-leben.de)
"Seit 1996 setzen wir uns von Sarajevo aus in ganz Bosnien-Herzegowina für Jugendliche ein. Heute geht es bei unserer Arbeit vor allem um Jugendmedien, Schülervertretung und Internationale Aktivitäten. Aber auch die Unterstützung inzwischen selbständiger Projekte gehört zu unserem Auftrag.

Wir möchten mit unserer Arbeit erreichen, dass sich Jugendliche an dem Aufbau einer demokratischen, friedlichen Gesellschaft beteiligen. Statt dem Treiben der Politiker und ferngesteuerten Hilfsorganisationen ohnmächtig zuzusehen, sollen sie sich selbst für ihre Ziele einsetzen und dafür sorgen, dass sie in dem noch immer ethnisch geteilten Land Bosnien-Herzegowina eine gemeinsame Zukunft haben.

Demokratisierung und Aufbau einer Zivilgesellschaft dauern lange. Mit Hilfe von SHL haben Schülerinnen und Schüler schon mal gezeigt, wie es gehen kann. Während die etablierten Medien noch geprägt waren von Vorurteilen und Hasstiraden auf die jeweils andere ethnisch Bevölkerungsgruppe, haben Jugendliche in Bosnien 1992 die erste bosnienweite Jugendzeitung initiiert – Serben, Kroaten und Bosniaken arbeiten hier gemeinsam. Schüler Helfen Leben unterstützt Jugendliche, ihre eigene Meinung zu vertreten und sich kritisch mit den immer noch oft nationalistischen Medien bzw. Politikansätzen der Region Auseinanderzusetzen.

SHL unterstützt Schülerinnen und Schüler auch darin, eine Schülervertretung (SV) an ihrer Schule aufzubauen. Wir bieten Seminare für Schüler und für Lehrer an. SHL ist der bedeutenste Träger eines Kommunikationsnetzwerkes zwischen den Schulen in BiH und mittlerweile auch ein wichtiger Ansprechpartner staatlicher Instanzen, wenn es um Jugendarbeit geht.

Darüber hinaus organisiert SHL kontinuierlich unterschiedliche Seminare, Jugendbegegnungen und Camps, die für viele Jugendliche eine der ersten Möglichkeiten in ihrem Leben bedeuten, Jugendlichen aus anderen Ethnien, die praktisch zu ihrer Nachbarschaft gehören, kennen zu lernen. Last but not least, unterstützt SHL mit kleinen Projektfonds, die Selbstaktivität von Jugendlichen durch die Finanzierung ihrer kreativen Projektideen, so dass sie damit auch praktisch eine Chance bekommen, selbständig einen kleinen Teil der eigenen Träume zu verwirklichen."

 
Bundesbüro
Schüler Helfen Leben e.V.
Adresse: Kaiserstraße 12, 24534 Neumünster
Telefon: +49 (0)4321 48 90 60
Fax: +49 (0)4321. 48 90 644

 

 

 

Südbüro
Schüler Helfen Leben e.V.
Adresse: An der Frauentormauer 7- 9, 90403 Nürnberg
Telefon: +49 (0)911 94 05 081
Fax: +49 (0)911 94 05 272

 

 

 

Stiftungsbüro Berlin
Stiftung Schüler Helfen Leben
Adresse: Schillerstraße 59, 10627 Berlin
Telefon: +49 (0)30 30 83 16 90
Fax: +49 (0)30 30 83 16 99

 

 

 

Jugendzentrum in Sarajevo
In dem Internationalen Jugendbegegnungshaus von SHL in Sarajevo finden regelmäßig Bildungsangebote für Jugendliche aller Volksgruppen und internationale Seminare, auch mit Schülern aus Deutschland, statt. Durch die Arbeit ermöglicht SHL den Jugendlichen auch außerhalb der Schule zu lernen, fördert Eigeninitiative und hilft den Jugendlichen, ihre Zukunftspläne in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig will SHL eine Plattform für die vorurteilsfreie Begegnung mit den Jugendlichen anderer Volksgruppen bieten.

Ansprechpartner: Ševala Hasanović, shlhouse Manager
Adresse: Lepenička 89, 71210 Sarajevo, Bosnien und Herzegowina
Telefon: +387 (0)33 773 000
Fax: +387 (0)33 773 002

 
Jugend und Ausbildungszentrum in Križevići
In Križevići (Republika Srpska) hat SHL gemeinsam mit der bosnischen Partnerorganisation IPAK und dem Berghof Forschungszentrum ein Jugend- und Ausbildungszentrum mit einer angeschlossenen Schreinerei errichtet. In dem ländlichen Gebiet mit einer Arbeitslosenquote von ca. 90% können die Jugendlichen in dem Zentrum eine Ausbildung machen, die ihnen ermöglicht, später einen Beruf zu ergreifen.

 

 

 

IPAK – Zukunft für Bosniens Jugend e.V.
ist eine Jugendinitiative, die sich 1995 in Mosbach gegründet hat. "IPAK" (zu deutsch: trotzdem) ist eine Antwort auf das schreckliche Massaker, bei dem am 25. Mai 1995 in Tuzla 71 Jugendliche getötet und über 265 schwer verletzt wurden.
www.ipak.de/

 

 

 

IPAK - Mosbach
IPAK - Zukunft für Bosniens Jugend e.V.
Dr. Isabel Scheuermann (1. Vorsitzende), Telefon: 0032 485 981 704
Thomas Reiter (Kassier), Telefon: 0 62 93 / 92 91 01
Adresse: Pfalzgraf-Otto-Str. 8/1, 74821 Mosbach
Fax: 0 62 93 / 92 91 02

 

 

 

IPAK - Tuzla
IPAK - mladost gradi buducnost
Lahira Sejfija (Koordinatorin)
Adresse: Patriotske Liege 10, 75000 Tuzla, BiH
Telefon: 00387 25 70 97
Fax: 00387 25 74 74

 

Neben diesen als Beispiel sehr ausführlich beschriebenen Initiativen fördert z. B. auch der EFD (Europäischer Freiwilligendienst) Projekte in Bosnien-Herzegowina. Und auch UNICEF und die Europäische Pfadfinderregion engagieren sich. Unter anderem in der Koordination der Zusammenarbeit von Regierungsbehörden (z. B. den 13 (!) Bildungsministerien) mit NGOs (Non Governmental Organizations – Nicht-Regierungsorganisationen) und der Ausbildung von Kinder- und Jugendmedizinern. Außerdem stellen die Beschaffung von Impfstoffen, die Reform des Bildungssystems, sowie die Hilfe zur Selbsthilfe und Entwicklungsunterstützung zentrale Punkte in den Hilfsprojekten der Organisationen dar.

3.2 Jugendschutz, kinder- und jugendrelevante Gesetze, altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Informationen derzeit nicht verfügbar.

3.3 Weitere Informationen

 

Weitere Informationen können unter den Websites www.jugendfuereuropa.de/programm/europfreiw/, www.scoutnet.de/euro.scout.info/esi/08.html und www.unicef.org/infobycountry/bosniaherzegovina.html eingesehen werden.

 

3.4 Schulsystem und Bildungswesen

 

In Bosnien und Herzegowina fällt die Kultur- und Bildungspolitik gemäß Verfassung in die Zuständigkeit der beiden Landesteile (Entitäten) Föderation Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska. Innerhalb der Föderation Bosnien und Herzegowina liegt die Hauptverantwortung für beide Bereiche bei den 10 Kantonen.

In Bosnien und Herzegowina besteht Schulpflicht bis zur neunten Schulklasse. Nach Abschluss der obligatorischen Primarschule können die Absolventen ihren Bildungsweg entweder für drei bis vier Jahre in Sekundarschulen fortsetzen (Gymnasien, kirchliche Schulen, Kunstschulen, technische Schulen, Lehrerbildungsinstitute) oder sich für eine dreijährige Berufsausbildung entscheiden. Der Zugang zu Universitäten steht allen Absolventen einer Sekundarschule sowie – mit Einschränkungen – Absolventen von Berufsschulen offen und orientiert sich an den Ergebnissen einer Aufnahmeprüfung.

Weiterhin aber ist die Bildungspolitik Opfer ethnozentrierter Politik in Bosnien und Herzegowina. Die Curricula und Standards sind nicht harmonisiert, die Mobilität von Schülern und Studenten stark eingeschränkt. Vor allem der muttersprachliche und der Geschichtsunterricht stehen bislang noch stark im Zeichen des Aufrechterhaltens von Feindbildern und Geschichtsmythen. In den gemischt-ethnischen Gebieten Zentralbosniens und der Herzegowina gibt es weiter zahlreiche Beispiele von ethnisch segregierten Schulen.

Das Hochschulsystem von Bosnien und Herzegowina befindet sich in einem grundlegenden Reformprozess. Die Bologna-Deklaration wurde 2003 und die Lissabon-Deklaration 2004 unterzeichnet. Auf Gesamtstaatsebene wurde ein Hochschulgesetz 2007 im Abgeordnetenhaus verabschiedet, ebenso ein Gesetz über die Erwachsenenbildung. (Stand Juli 2007, Quelle: www.auswaertigesamt.de/diplo/de/Laenderinformationen/BosnienUndHerzegowina/Kultur-UndBildungspolitik.html)

 

4. Natur und Kultur

 

4.1 Natur und Umwelt

 

Die markante dreieckige Form des Landes wird in der Staatsflagge stilisiert. Der Grossteil des Landes ist bergig - mit Ausnahme der Ebene entlang der nördlichen Grenze. Höchster Gipfel ist der Maglić an der Grenze zu Montenegro mit einer Höhe von 2.386 Metern. Aufgrund der Topographie ist der Anteil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche sehr begrenzt. Die Herzegowina sieht mit ihren schroffen Gipfeln und waldlosen Tälern etwas wilder aus als der grüne Norden. Der Westen, also die bosnische Krajina, wird durch eine markante Karstlandschaft geprägt. Im Norden bildet die Sava (Save), welche bei Belgrad in die Donau fließt, die nördliche Grenze zu Slawonien, dem nordöstlichen Teil von Kroatien. Die meisten Flüsse Bosniens, darunter der lange Bosna, münden in die Sava. Bosnien-Herzegowina hat nur ca. 20 km Küstenlinie an der Adria rund um den Ort Neum. Berge bringen Bergklima mit sich. So sind die Sommer in Bosnien lang und sehr warm, im Winter hingegen kann es richtig kalt werden und selbst im Frühling kann es noch schneien.

Die Gebirge sind ein einzigartiger Ort, den man einfach genießen oder sich dessen Herausforderungen stellen kann. Bosnien-Herzegowina ist das Zuhause Dutzender Gipfel über 2.000 Metern Höhe und von 70 Gipfeln über 1.500 Metern Höhe – ein echtes Phänomen der Natur.

Der Fluss Una ist ein magischer Ort. Sich hier auf eine wilde Raftingfahrt zu begeben ist etwas ganz besonderes. Für Anfänger und Profis bietet die Una gleichermaßen unvergessliche Erlebnisse auf dem Wasser: Stromschnellen, Kaskaden, Wasserfälle aller möglichen Schwierigkeitsgrade warten nur darauf, dass man sich in sie hineinstürzt.

Etliche Unternehmen bieten Raftingausrüstungen und professionell geführte Raftingtouren für jedes Alter und in jedem Schwierigkeitsgrad an.

Jedes Jahr findet die Una Regatta statt – ein international besuchtes Wochenende mit Rafting-, Kajak- und Kanufahrten.

Der Fluss Tara ist ein 140 km langes Naturwunder, das durch Montenegro und Bosnien-Herzegowina fließt. Nur die Schluchten des Colorado River sind tiefer, und so bietet diese 1.300 m tiefe Schlucht die besten Rafting- und Kanustrecken Europas. Der Besuch dieses paradiesischen, naturgeschützten Gebietes hat sowohl bei Extremwassersportlern als auch Familienausflüglern eine lange Tradition.

Der Fluss Neretva wird als Smaragd von Herzegowina bezeichnet. Dieser wilde Kanufluss ist 225 km lang und mündet schließlich in die Adria. Im oberen Teil der Schlucht befinden sich einige der atemberaubendsten Aussichten in Bosnien-Herzegowina. So hohe Schluchtwände, urwüchsige Kiefern und Blumen und eine wilde, unberührte Landschaft kann nur das Tal der Neretva bieten. Der untere Teil des Flusses ist ein idealer Urlaubsort mit seinen schönen Seen, umrandet von Stränden, Urlaubshäusern und in die Natur eingebetteten Motels. Man kann Schwimmen, Schifffahrten machen, Wasserski laufen, Angeln oder auch nur ruhige Tage in der Sonne verbringen. Rafting auf der Neretva wird hauptsächlich in Konjic (Nordherzegowina) von einigen professionellen Tourenvermittlungen durchgeführt.

Bosnien und Herzegowina verfügt über sehr große Waldflächen. Deshalb sind im Norden und Westen Bosniens nach wie vor viele Wölfe und Bären beheimatet. Aber auch viele andere seltene Tier- und Pflanzenarten kommen noch in Bosnien-Herzegowina, insbesondere natürlich den Naturreservaten und Nationalparks, vor.

 
 

4.2 Großschutzgebiete

Bjelašnica und Igman Gebirge
Gebiet: Sarajevo

Die Einrichtung eines Nationalparks rund um das Bjelašnica-Gebirge wurde 1995 im Dayton- Vertrag verankert, konnte bis heute aber noch nicht umgesetzt werden.

Nur 20 Minuten von Sarajevo entfernt erhebt sich das Gebirge Bjelašnica. Bei Bergsteigern und Skiläufern gleichermaßen beliebt, war das Bjelašnica-Massiv Austragungsort mehrerer Wettkämpfe während der Olympischen Winterspiele 1984. Die Bergkette erstreckt sich von Sarajevo bis Konjic und birgt eine ganze Reihe traditioneller bogumilischer und bosnischer Dörfer, Wassermühlen, Schluchten, Wasserfälle, Seen und Berghütten. Während große, üppige Wälder den Fuß der Bergkette bedecken, kann sich über der Baumgrenze bei 1.500 Metern Höhe kein Baum mehr halten. Dort geht das Gebirge in unzählige kahle Bergspitzen über, die von Wölfen, Wildschweinen und Bären bewohnt werden.

 
Vogelreservat Hutovo Blato
Region: Herzegowina

Im Süden der Herzegowina, gar nicht weit von der ehemaligen römischen Siedlung Čapljina entfernt, befindet sich der etwa 8000 Hektar große Nationalpark Hutovo Blato, ein beliebter Sammelplatz für 240 Zugvogelarten. Dieses sumpfige Naturgebiet, heute ein geschützter Nationalpark, war schon immer ein Zufluchtsort für viele Vogelarten und andere kleine und große Wildtiere. Die Gewässer wie der Daransko-See sind sehr reich an Aalen, Karpfen und anderen Süßwasserfischen.

Zur Zeit des Vogelzuges rasten Tausende von Vögeln am See und seiner Umgebung. Am Besten lassen sich die Vögel dann vom Boot aus beobachten. Diese können an der Rezeption des einzigen Hotels gemietet werden. "Barcos" für sechs Personen kosten 40 KM, für zehn Personen 60 KM, und für bis zu 15 Personen 100 KM pro Stunde. Jede Bootstour wird von einem Biologen begleitet, der die Reisenden auf Englisch mit Informationen versorgt. Für ihn werden weitere Kosten in Höhe von 30 KM veranschlagt.

Dieses Vogelreservat ist eine einzigartige Oase in der derben und sonst spärlich bewachsenen westherzegowinischen Karstlandschaft. Hutovo Blato ist nur 5 km von Čapljina entfernt und es gibt Wegweiser auf der Hauptverkehrsstraße M-17. Im Park gibt es eine Ausflugzone, Café/Restaurant und das vor kurzem renovierte Hotel.

 
Sutjeska-Nationalpark
Gebiet: Sarajevo

Der Sutjeska-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Bosnien-Herzegowinas. Hier befindet sich der letzte europäische Urwald der die Jahrhunderte überdauerte, "Perucica". In diesem Gebiet befindet auch der höchste Gipfel Bosnien-Herzegowinas, der 2.386 Meter hohe Bolujak (Maglic). Das Maglic-Massiv ist das Grenzgebirge zwischen Bosnien und Montenegro und ist durch den Park erreichbar – eine große Herausforderung für Alpinisten, Bergsteiger und Naturliebhaber gleichermaßen. Der Fluss Sutjeska hat in Jahrtausenden seinen Lauf tief in diese wilde Landschaft geschnitten und fließt durch das Herz dieses 17.500 Hektar großen Parks.

Den Wasserfall Skakavac kann man von einem Aussichtspunkt aus entdecken, denn der 75 Meter hohe Wasserfall liegt mitten im dichten grünen Wald, der das Tal überdeckt, versteckt.

Der Berg Zelengora eignet sich zum Spazieren gehen und Wandern ausgezeichnet, und es gibt einige neugebaute Berghütten. Die Natur im Sutjeska-Nationalpark ist größtenteils noch so unberührt, dass es durchaus auch zu einer Begegnung mit Wölfen oder Bären in ihrer natürlichen Umgebung kommen kann. Meist werden diese aber dem Menschen aus dem Weg gehen.

 
Naturpark Blidinje
Region: Herzegowina

Der See Blidinje entstand in Folge eines Gletscherrückzuges aus dem Tal, das sich 1884 m ü. NN. befindet. Auf den ersten Blick erscheinen die Bergabhänge von Masna Luka leblos und felsig, aber sie sind mit einem dichten Kieferwald, der unter anderem aus der endemischen weißrindigen Kiefer (Pinus leuco dermis) besteht, bedeckt. Drei Arten des wilden Thymians und zahlreiche andere wilde Blumenarten bedecken den Talbodenund die Berghänge jeden Frühling und Sommer.

Drei bis fünf Kilometer der Talfläche, die zwischen 1.150 und 1.300 m ü NN. liegen, sind voll von mittelalterlichen Grabsteinen, stećci genannt. Man weiß immer noch nicht sicher, wann die ersten Menschen dieses Gebiet besiedelt haben, aber die Forschungen fingen an, als Blidinje zum Naturpark erklärt wurde. Die Spuren illyrischer Gräber und die Überreste der römischen Straßen weisen aber darauf hin, dass Blidinje schon vor 2.500 Jahren besiedelt war. Die große Nekropolis in Dugo Polje zeugt davon, dass Blidinje auch den slawischen Stämmen, die im 7. Jahrhundert über den Balkan gezogen sind, eine Heimat geboten hat.

Im Norden und Südosten des Tales sieht man die Spitzen von Vran und Čvrsnica. Das kleine Plateau auf 2.226 m ü.NN. bei Čvrsnica ist der höchste Punkt des Naturparks. Auf der Bergspitze befinden sich leider Militärobjekte, sodass eine Besteigung untersagt ist. Der Park ist minenfrei und hat gut markierte Wanderwege. Für nähere Auskünfte kann man sich an die Beschäftigten im Hotel Risovac wenden, das sich gleich beim Ski-Lift befindet. Sie wissen alles Notwendige über den Naturpark, seine Geschichte, das Franziskanerkloster und die Öffnungszeiten.

Kozara Nationalpark
Region: Nord-West

Kozara wurde 1967 zum geschützten Nationalwaldgebiet erklärt. Der 3.520 Hektar große Nationalpark, welcher aus dichtem Wald und wellenförmiger Wiesen besteht und zwischen den Flüssen Una, Sava, Sana und Vrbas liegt, trägt den Spitznamen "Die grüne Schönheit von Krajina".

Das Großgebiet Kozara ist ein beliebtes Jagdreviermit einer Gesamtfläche von 18.000 Hektar, und ist gesetzlich zur Jagd auf Hirsche, Wildschweine, Füchse, Enten, Fasane und Hasen freigegeben. Der kleinere Parkteil ist für die Nicht-Jagenden. Spazieren gehen, Wandern, Radsport und das Kräutersammeln sind nur einige Aktivitäten, denen man in Kozara nachgehen kann.

Besteigt man die Lisina, mit 938 Metern die höchste Spitze des Parks, so wird man mit einer ausgezeichneten Panoramaaussicht auf diesen Teil von Krajina für den anstrengenden Aufstieg entschädigt. Der Park ist zweifellos schön und verfügt über einen kleinen Ski-Lift. In den Wintermonaten besteht die Möglichkeit Ski-Ausrüstung auszuleihen. Innerhalb des Nationalparkgeländes befindet sich ein Hotel mit Restaurant (Telefon: 052 111 69; E-Mail: epoeaoeroekoekoeooezoeaoeroeaoe@oepoeroeioejoeeoedoeooeroe.oecoeooemo).

 

4.3 Welterbestätten

 

 

 

Brücke und Altstadt von Mostar (K/2005)

 

 

 

Nicht nur wegen ihrer architektonischen Einmaligkeit, sondern auch aufgrund der großen Symbolkraft der Brücke wurde das Bauwerk und seine historische Umgebung am 15. Juli 2005 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen und ist damit die erste Welterbestätte in Bosnien-Herzegowina. Die UNESCO würdigte die Brücke als "Symbol der Versöhnung und internationalen Zusammenarbeit [...] und [...] Symbol für das Zusammenleben von verschiedenen religiösen, kulturellen und ethnischen Gemeinden". In der Nähe der Brücke befindet sich die Karadjoz-Beg-Moschee, die auch für Besucher zugänglich ist. Die Moschee mit Medresa (Koranschule) und Šadrvan (Brunnen) ist aus dem Jahr 1557 und wurde im Krieg in der Herzegowina schwer beschädigt, ist inzwischen aber restauriert.

 

Als sehenswürdig gilt ebenfalls eine christliche Basilika im Vorort Cim, die wahrscheinlich im 5. oder 6. Jahrhundert erbaut wurde.

Mostar heißt auf bosnisch, serbisch und kroatisch übrigens Brückenwächter.